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Beyond: Two Souls - Feature

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Wenn nach einer einstündigen Session dutzende Journalisten gen Podest stürmen, um sich Autogramme abzuholen oder sich einschleimen wie toll doch angebetete Person sei, dann ist das in der Videospielbranche eine Anerkennung für spektakuläre Arbeit erster Güte. David Cage verzauberte auch schon GU und ließ bei Kollege Joshua Hampf die Augen leuchten - dank Heavy Rain. Ich hielt mich dieses Mal allerdings gepflegt zurück, denn ein bisschen sauer musste man dennoch sein, zeigte man aufgrund der kurzen Zeitspanne zwischen E3 und gamescom (rational verständlich) keine neuen Spielinhalte. Man kann also festhalten: Ich bin eine etwas beleidigte Leberwurst! So. Genug an Smalltalk (oder auch nicht).
 
PlayStation 3 - "Beyond: Two Souls - Artworks"-Screenshot
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Nur der Kaffee fehlte...
Bei der Beyond: Two Souls-Präsentation kam man sich teilweise vor wie bei einer Kaffeefahrt. Das lag nicht nur an der überdurchschnittlichen Begeisterungskunst von David Cage sein Produkt zu empfehlen, sondern auch an der Art der Vorführung. Zu Beginn ging er zunächst auf das Konzept von Beyond: Two Souls ein: Letztendlich hat er sich Heavy Rain in retrospektive angeschaut und schon bei den Close-Ups im Intro gemerkt, dass da [irgendwas] komisch ist. Der werte Herr hat damit auch recht, schließlich sah man den Figuren an, dass es Videospielfiguren und keine Menschen waren, was eigentlich nicht so offensichtlich auffallen sollte. Das lag letztendlich laut Cage an der veralteten Motion-Capturing-Technik der Videospielindustrie. Daher hat er sich umgeschaut und in der Filmindustrie die Referenz betrachtet: James Cameron's Avatar diente hier als Vorlage für die neue Methode: Performance Capturing nennt sie sich. Während bei Motion Capturing in Videospielen einfach die Bewegung samt Mimik und Gestik aufgenommen werden und nachträglich die Stimmen im Tonstudio nachgereicht werden - unter anderem übrigens auch noch bei The Last of Us, um ein aktuelles Beispiel zu liefern - bietet Performance Capturing den Vorteil, dass auch die Stimme während dem Schauspiel-Akt aufgenommen wird, sodass der Tonfall, Tonart und natürlich die Synchronisation perfekt zum Rest passt. Dies erfordert selbstverständlich enormen technischen Aufwand. Im Gegensatz zu den rund 30 Kameras bei der Heavy Rain-Produktion, sind es nun über 60 Kameras geworden, die alle möglichen Daten in einem leeren Raum von den Schauspielern einfangen. Über 100 Sensoren werden täglich bei den Dreharbeiten auf die Gesichter von Ellen Page und Co. befestigt und all dieser Aufwand diente letztendlich nur einem Zweck: Der gesteigerten Authentizität.
 Autor:
Dominic Ruthardt
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