PlayStation 3 Games » PlayStation 3 Spieleinfos » Beyond: Two Souls - Special Edition Leserwertungen

Beyond: Two Souls - Special Edition - Leserwertungen

 Leserwertungs-Überblick:
Leserwertungen vorhanden: 1
Maximale Punktzahl: 7.5
Minimale Punktzahl: 7.5
Leserwertungsschnitt: 7.5
7.5
 
 Über Leserwertungen
Registrierte Community-User können hier ihre Leserwertung abgeben. Du bist noch nicht registriert? Dann nichts wie los zur kostenlosen Community!

Zum Eingabe-Formular...

Leserwertung von Squall Leonhart
[16-12-2013 0:22] 
Habe das Spiel nun in den letzten 2 Tagen quasi am Stück durchgespielt und ich kann beide Seiten der Wertungen nachvollziehen. Ich finde es auch gut, dass es David Cage und seinem Team gelungen ist, ein Spiel zu erschaffen, welches man nicht sofort anhand der Metacritic Prozentzahl einschätzen kann. Es gibt Leute, die das Game absolut lieben, dann die, die es einfach nur in der Luft zerreisen wollen und dann noch welche, die es schlicht für gut, aber nicht außergewöhnlich befinden. Imo sieht man sowas viel zu selten. Wenn ich mich in eine der Gruppen einordnen müsste, wäre es wohl letztere. Deswegen vorweg schonmal, nein Beyond Two Souls reicht keineswegs an Heavy Rain herran und das hat mehrere Gründe.

In Heavy Rain hatte man ein klares Ziel vor Augen, man musste seinen Sohn retten, den Origami Killer finden und man hatte dabei nur wenige Tage. In Beyond gibt es kein wirkliches Ziel. Man begleitet Jody einfach in ihrem von Problemen geplagten Leben und spielt in nicht chronologischer Reihenfolge verschiedene Abschnitte davon. Der nicht lineare Handlungsverlauf und die springenden Szenen hätten mich dabei nicht so gestört ( zum Ende hin wird es etwas angenehmer), wenn es am Ende zu einem krassen WTF Moment gekommen wäre. Der blieb aber leider aus. Manche Szenen, wie z.B der Indianer Abschnitt kamen mir auch total unnötig vor. Ka wieso man sowas eingabut hat, es hatte ja quasi keinerlei Auswirkungen auf die Sory an sich. Wäre das Game eine Serie, hätte ich diese Szenen klar als Filler deklariert. Manch andere Szenen, von denen ich dachte sie seien wichtig wurden merkwürdigerweise später gar nicht mehr aufgegriffen.

Vielleicht hat mir bei Beyond auch noch ein wirklicher Gegenspieler ( stichwort Origami Killer) gefehlt. Man trifft zwar immer wieder auf Leute, die man am liebsten mit Aiden erwürgen würde, aber es kamen dadurch auch nie solche krassen Momente wie in Heavy Rain zustande ( z.B die Prüfungen von Ethan Mars ). Aber auch ansonsten gab es keine Entscheidungen, die mich wirklich gepackt hätten oder bei denen ich am liebsten das Spiel pausiert hätte um etwas länger darüber nachzudenken. Etwas, das z.B The Walking Dead 1A verstanden hat. Etwas gewundert ( und gestört) hat mich dann aber doch noch das Einführen dieser ganzen paranormalen Ereignisse mit infrawelt, Monstern und co. Ich glaube mir hätte das Spiel besser gefallen, wenn es lediglich um Jodie und ihren Begleiter Aiden gegangen wäre, ohne weitere Wesen oder Welten. Beyond hat mich also auch rein vom Setting und der Prämisse ( und damit meine ich nicht Aiden als Begleiter) nicht so angesprochen. Die Auflösung am Ende , dass Aiden der verstorbene Zwillingsbruder ist, war mir lustigerweise schon vor Beginn des Spiels klar bzw. hatte ich die starke Vermutung, dass Cage genau das bringen wird. Auch das Dawkins noch soetwas wie ein "dunkles" Geheimnis hat bzw. etwas irres an sich hat, war mir zu Beginn bereits klar, dafür habe ich leider schon zu viele Filme/Bücher/Games konsumiert.

Vom Gameplay her gab es auch mehrere Dinge die mich genervt haben, wie z.B, dass man nicht immer genau wusste, wo man hinlaufen muss bzw. was das Spiel von einem will. Bei den Quicktime events war es dasselbe, gerade wenn man die Richtung der Bewegung von Jodie frei bestimmen durfte, wurde ich doch relativ häufig von irgendetwas/irgendwem getroffen, obwohl ich

dachte, dass ich mich in die richtige Richtung bewegt habe. Die Steuerung von Aiden hingegen ist lediglich gewähnungssache. Mit der Zeit geht das ganz gut von der Hand. Nur die repetitiven Aktionen, die man mit ihm durchführen muss ( und bei denen immer die gleichen Minisequenzen kommen) nerven mit der Zeit.

Die feste Kamera hat mich hingegen kaum gestört, nur in Verbindung mit der trägen Steuerung, sprich, dass man vorgeschrieben bekommt, wie schnell man läuft, kann das einen schonmal die nerven kosten, wenn man auf die komplett falsche Seite des Gebiets gelaufen ist, von dem das Spiel will, dass du dort etwas erledigst. Die Präsentation war allerdings absolute Spitzenklasse und die Grafik ist mehr als beeindruckend. Ich hätte echt nicht gedacht, dass man solche Charaktermodelle, die auch noch so lebensecht wirken, noch auf der Ps3 sehen wird. Zwar gab es einiges Kantenflimmern, sowie pop ups und Framerateeinbrüche, aber so eine bombast Grafik findet man auf den aktuellen (alten) Konsolen doch nur ganz selten. Auch wenn ich nicht daran glaube, würde eine Ps4 Version mit 60 FPS, gescheitem AA und 1080p, dem Spiel wirklich nochmal richtig gut tun. Man merkt, dass das Spiel einfach zu viel für die Ps3 ist, auch das Laufwerk war teilweise extrem laut und die Ladezeiten zwischen den verschiedenen Erinnerungen waren doch sehr lange.

Jetzt habe ich schon so viel an dem Spiel kritisiert und man könnte meinen, mir hat es eigentlich gar nicht gefallen, dem ist aber nicht so. Auch wenn ich z.B Heavy Rain oder The Walking Dead, als die besseren Games im gleichen Genre betrachte, hat mir Beyond doch gut gefallen. Die Story hat einige schöne und emotionale Momente und die Charaktere, allen vorran natürlich Jodie sind gut geschrieben und gut zum einfühlen. Nichts absolut herausragendes, aber doch wirklich gut und fesselnd. Immerhin habe ich das Game ( Spielzeit ca. 8-10 Stunden) in einem Rutsch durchgespielt, dass passiert in den letzten Jahren auch nur noch wirklich selten.

Auch der Soundtrack hat überzeugt, wobei es mir vorkam, als ob es im Prinzip nur ein Thema gab, dass in veränderter Form immer wieder auftrat und ansonsten weniger hervorstach. Ich hätte gerne Normand Corbeils Beitrag dazu gehört, wirklich schade, dass er so früh gestroben ist.

Den Soundtrack zu Heavy Rain werde ich nie vergessen.

Alles in allem kann ich eigentlich nur jedem raten das Spiel zumindest mal auszuprobieren. Vielleicht gefällt es euch nicht, aber vielleicht wird es euch auch absolut überraschen. Keiner kann einschätzen, wie einem das Spiel gefallen wird, bevor man es nicht selbst gespielt hat und das beweisen die internationalen Wertungen derzeit mehr als deutlich. Es ist ein Spiel welches man absolut nicht objektiv bewerten kann und sollte, hier zählt lediglich der subjektive Geschmack.

Ach und ein großes Lob noch an die deutsche Lokalisierung. Die Sprecher sind durchweg gut bis 1A besetzt. Eine der besten deutschen Videospiellokalisierungen überhaupt!

Wenn ich Beyond: Two Souls letztendlich eine Wertung in Form einer Zahl geben müsste, wäre es wohl eine

8/10



Zur Special Edition:


Ach eine Sache noch. Die Special Edition war ja mal mehr als ein Witz. Dabei stört mich nicht mal so sehr der fehlende Soundtrack, sondern viel mehr die komplette Aufmachung. Das Steelbook ist ganz hübsch, aber mit dem plastikschuber irgendwie witzlos. Hätte mir für den Aufrpeis von knapp 20€ doch etwas mehr erhofft. Den Code habe ich im übrigen noch nicht eingelöst. Ich kann also weder zur spielbaren, 30 minütigen extra Szene, noch zum dynamischen Design etwas sagen.
  7,5 / 10

Regeln der Leserwertungen:
Leserwertungen sind dazu da, euer Fazit nach ausgiebigem Spielen eines Titels abzugeben. Eine Leserwertung-Wertung von 5 (gelb) entspricht einer neutralen Haltung: das Spiel ist Durchschnitt. Je stärker eure Wertung Richtung 10 (grün) wandert, desto größer war der Spaß, den ihr mit dem Titel hattet. Reicht es nicht einmal mehr zum Durchschnitt, wandert die Bewertung Richtung 1 (rot).
Jeder User ist dazu angehalten, ausgewogene Leserwertungen zu den Spielen abzugeben, welche er ausgiebig gespielt hat. Taktische Wertungen mit 1ern und 10ern o.ä. werden nicht toleriert und werden nach Ermessen durch die Mods gesperrt - was im wiederholten Fall zum Verlust des GU-Accounts führen kann.

Username:
Passwort:
Zurück zum Seitenanfang
Screenparade