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Tomb Raider - Leserwertungen

 Leserwertungs-Überblick:
Leserwertungen vorhanden: 5
Maximale Punktzahl: 8.9
Minimale Punktzahl: 7
Leserwertungsschnitt: 8.1
8.1
 
 Über Leserwertungen
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Leserwertung von Obi-Biber
[26-01-2016 16:38] 
Es ist wirklich das deutlich bessere Uncharted. Aber so viel es auch richtig macht, so macht es leider auch sehr viel falsch und ist weit von der Klasse eines "The Last of Us" entfernt, das verstanden hat, wie man so einen fetten Blockbuster nutzen kann, um die intendierte Geschichte zu erzählen. Zunächst das Gute: Das Gameplay ist toll, viel weniger hölzern als in Uncharted. Die Kämpfe machen (die meiste Zeit) Spaß und das Spiel bietet einiges an Abwechslung. Was mir besonders gefällt, ist die Freiheit, mit der ich vorgehen kann, um Gegner auszuschalten. Es gibt wirklich immer mehrere Wege. Ähnlich wie in Far Cry 3, nur noch etwas besser. Technisch und optisch ist es ganz wunderbar, aber auch viele andere Sachen sind sehr gut durchdacht: Das Skill- und Craftingsystem wirkt nicht aufgesetzt, die Speicherpunkte und das Reisesystem sind gut integriert, handwerklich ist das alles ganz toll. Auch Kleinigkeiten sind schön: Wenn ich ein von Gegnern gesäubertes Gebiet wieder besuche, laufen dort Wildschweine umher. Die Sammelei ist nützlicher und interessanter als in Uncharted, aber nicht perfekt.

Nun das fette Aber: Zum einen stört mich in diesem Spiel, das davon leben will(?), dass man sich alleine durch diese Wildnis kämpfen muss doch mehr als in anderen Spielen, dass so viel so unlogisch ist. Ein Spiel, das in mancher Hinsicht so realistisch sein möchte, den Schmerz und die Reise einfangen will, erlaubt mir, aus einem Gebiet, aus dem es keinen Weg zurück gibt, in alle anderen Gebiete des Spiels zu schnellreisen? Hätte man das nicht einschränken können? Das ist eine Kleinigkeit, aber man wird so oft aus der Illusion gerissen, dass man sich die Illusion gleich hätte sparen können. Was mich zum größten Kritikpunkt bringt: Das Spiel wird sich selber überhaupt nicht gerecht. Klar, das Gameplay und Gekämpfe macht Spaß, aber wenn ich ein spaßiges Ballerspiel machen will mit hübscher Grafik, entwickle ich Serious Sam oder Duke Nukem. Ich versehe mein Spiel mit viel Augenzwinkern und inszeniere es pompös. Tomb Raider vermittelt einem aber Schwere, Emotion, Story, Charakterentwicklung - und hält all das überhaupt nicht. Das Spiel hat zudem überhaupt kein Gefühl für Pacing, atmosphärischen Aufbau und Progression. Es gibt haufenweise eindrucksvolle Momente, ja. Auch tolle Gebiete. Aber sie wirken wie ein Flickenteppich. Topspiele, egal welchen Genres, haben einen sehr durchdachten Spielaufbau was Gameplay und/oder Story/Emotion angeht. Tomb Raider ist in dieser Hinsicht bei weitem kein Topspiel. Es gibt diesen einen Moment, im [spoiler]Research Lab, wo die Oni gewütet haben[/spoiler]. Man kommt herein und es wird unfassbar beklemmend. In dem Moment habe ich geahnt, was das für ein tolles Spiel hätte werden können (oder vielleicht noch wird). Und dann, wenn die Spannung gerade zu kippen droht und man erwartet, dass jetzt der Knall kommen muss, schickt das Spiel weitere 20 der gleichen schießwütigen Idioten herein und die ganze Blase platzt. Das war der Moment, in dem ich wütend auf das Spiel wurde. Und das Finale ist dann am Ende nur noch lächerlich, weil man schon seit Stunden durch zusammenbrechende Häuser und über Brücken läuft. Man merkt dem Spiel kurz vor dem Ende an, dass die Entwickler mit der Brechstange ein "episches Finale" wollten und alle Register gezogen haben. Doch die Wirkung wird nicht nur verfehlt, sondern konterkariert. Man ist zu diesem Punkt bereits so abgestumpft, dass es wie eine Parodie wirkt. Die Menge macht das Gift und Tomb Raider macht alles falsch in Bezug auf Dosierung.

Dazu kommt natürlich die hanebüchene Story und die blutleeren Figuren, wobei mich die nichtmal besonders gestört haben. Sie haben sich auch zumindest Mühe gegeben, die einzelnen irren Situationen in sich schlüssig zu machen, aber es bleibt ein unfokussierter Matsch. Ich kann das Spiel eigentlich kaum bewerten, weil es gleichzeitig so spaßig ist und so viel richtig macht, aber auf der anderen Seite so viel Potenzial verspielt und beweist, dass sich keiner im Team die Mühe gemacht hat, aus all dem Feuerwerk ein gutes Spiel zu schnitzen. Tomb Raider wirkt, als wäre es von faulen Menschen gemacht worden. Die haben sicher alle hart gearbeitet, aber sie waren geistig faul. Sie haben sich nicht darum bemührt, hier etwas draus zu machen, haben aber den Anspruch. Sie wollen offenbar schlüssig Lara Crofts Vorgeschichte erzählen. Aber worum geht es? Auf sich allein gestellt zu sein? Zu überleben? Ganz eindeutig haben sie versucht, mit Mathias einen Antagonisten zu kreieren, der nur aus Überlebenswillen das tut, was er tut - so wie Lara. Als er sie damit konfrontiert, dass (auch) sie zum Überleben Unzählige getötet habe, klingt das deutlich heraus. Das soll das Motiv des Spiels sein. Aber es ist ein solches Wirrwarr an Ideen und die Vergleiche und Motive liegen alle schief und unklar übereinander. Eigentlich eine gute Idee, einen Antagonisten zu nehmen, der Lara den Spiegel vorhält und auch nur überleben will, aber eben die "falschen" Schlüsse zieht. Aber was tut Mathias? Er ist seit über 20 Jahren dabei, einen Kult aufzubauen und irgendwelche Zombiegöttinen zu erlösen, um von der Insel zu kommen. Das ist so wirr und dumm, dass man sich einfach nicht damit beschätigen will. Da ist es nur passend, dass man ihn am Ende in einem 15-sekündigen QTE abserviert. Da ist so dermaßen viel Murks drin, dass man sich wünscht, sie hätten alle Storyelemente einfach sein gelassen.

Mich beschäftigt das Spiel sehr, weil ich finde, dass es trotz hoher Qualität in die falsche Richtung zeigt. Uncharted kann ich noch als missglückter Versuch eines Actionfilms im Videospielformat verdauen, aber Tomb Raider will eigentlich mehr sein, trifft auch richtige Entscheidungen, aber ist dann nicht bereit, die nötigen Dinge zu investieren und begnügt sich mit Kleckserei. Das ist sehr schade, denn ich würde mir ein Spiel wie Tomb Raider in sehr gut sehr wünschen. The Last of Us hat in einer ganz anderen Richtung gezeigt, dass diese Dinge vereinbar sind. Tomb Raider nicht.

Da ich mich aber nicht zu sehr an diesem Punkt aufhängen sollte und nicht missachten kann, wie viel Freude das Spiel macht und wie viel besser es ist als Uncharted, ringe ich mich doch durch zu einer
  7 / 10
Leserwertung von Shiningmind
[23-12-2013 11:00] 
Von mir aus kann die Franchise ruhig in diese Richtung weitergehen. Besonders gelungen fand ich den ersten Waldabschnitt, wo man als Spieler noch nicht genau wusste, was einem erwartet. Generell empfand ich die Atmosphäre während des ersten Drittels sehr stark. Gut gefallen haben mir die optionalen Gräber. Hier ist aber noch mehr Potenzial zum Ausbau vorhanden. Leider konnte die Atmosphäre nicht aufrecht erhalten werden, da sich Lara ja dann zur Kampfmaschine entwickeln musste. Hier wurden dann auch die Settings immer austauschbarer.

Die Klettereinlagen waren jetzt nicht ganz so anspruchsvoll aber immerhin besser als neulich bei God of War und ich fand auch gut, dass das Game einem schon gut geführt hat, wo man jetzt weiterkommt. In den alten Teilen war das sehr nervig. Kurzum: Ein sehr gutes Spiel mit aber etwas zu wenigen WOW-Momenten, das aber dennoch gut unterhält und eine gute Grundlage für einen Nachfolger bietet, der aber gerne etwas mehr auf Adventure, statt Action setzen darf.
  8 / 10
Leserwertung von TheARchitect-
[21-12-2013 15:56] 
Ich war prositiv überrascht. Die Inszenierung ist super, das Geschehen auf dem Bildschirm packend, die Umgebungen weitläufig und abwechslungsreich und die Grafik top.

Empfinde auch die Idee einer Origin-Story und einer "menschlicheren" Lara sehr interessant und besser als die immer abstruser werdenden Geschehnisse der letzten Ableger.

Negativ stösst mir der starke Fokus auf Action auf. Ständig wird geballert, geballert und noch mehr geballert - man kommt in einen grossen Bereich und schon stürmen aus allen Richtungen Massen an Gegner auf einen zu. Hier wäre weniger definitiv mehr gewesen.

Deutlich besser sind jene Abschnitte in denen geklettert, gerätselt oder geschleicht wird.

Speziell die erste Hälfte in der Lara hilfos und verloren wirkt und immer wieder leidet erzeugt eine wirklich tolle Atmosphäre - auch das langsamere Spieltempo und die geringere Zahl an Gefechten passt hier sehr gut. Später wird das ganze dann deutlich unpassender wenn man plötzlich vor Explosionen davonläuft und x Gegner blind niedermäht.

Insgesamt ein hervorragender Action-Titel mit fabelhafter Inszenierung, gutem Hauptcharakter, toller englischer Synchro, wuchtigen Gefechten und zum Teil cleveren Rätseln und Umgebungen.

Für den Nachfolger würde ich mir allerdings deutlich weniger Action und mehr Rätsel wünschen - und den seelenlosen Multiplayer streichen.
  8,9 / 10
Leserwertung von BeyondM&Z
[16-12-2013 23:27] 
Ein gutes Spiel geworden, allerdings ists mir zuviel Geballer und und zu wenig Rätsel. Grafisch ist alles top, aber irgendwas fehlt mir.
  8,4 / 10
Leserwertung von Squall Leonhart
[16-12-2013 0:23] 
So, nach langer Aufschieberei bin ich nun endlich dazugekommen das Game in einem Rutsch durchzuspielen.( Ich hab's auf dem PC mit max. Settings gespielt und yeah es sah wirklich umwerfend gut aus. ) Gerade wenn der Wind peitscht und es auf der Insel stürmt, lernt man den ganzen Aufwand dahinter richtig zu schätzen.

Spielerisch hat es mir auch sehr gut gefallen, das Klettern ging leicht von der Hand und das Schießen war einwandfrei. Wobei ich so gut wie immer versucht habe alles mit dem Bogen zu regeln. ;)

Ich bin auch sehr froh, dass es kaum bis gar keine Rätsel gab. Meist wirken sie einfach aufgesetzt und stoppen unnötig den Spielfluss.

Ich kann auch die Leute verstehen, die die erste Hälfte besser fanden ( mir geht es nicht anders) und gerade die Massenabschlachtungen zum Ende hin werden ziemlich lächerlich, wenn man sich mal vor Augen führt, wen man hier eigentlich steuert. Auch aus der Story hätte man viel mehr rausholen können. Mir kam das alles zu plump und aus der Luft gegriffen vor und die durch die Bank weg dämlichen Charaktere haben das alles auch noch verschlechtert. Ganz ehrlich, so ne unsympathische und dumme Charakter Riege habe ich lange nicht gesehen ( mit Ausnahme von Lara). Deswegen hoffe ich auch, dass sie im nächsten Teil wieder alleine unterwegs ist und falls es wieder einen direkten Gegenspieler geben wird, bitte sich vorher über dessen Intentionen und background story mehr Gedanken machen.

Alles in allem ein sehr gelungenes Reboot mit einigen Macken.

  8 / 10

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