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Enslaved - Odyssey to the West - Leserwertungen

 Leserwertungs-Überblick:
Leserwertungen vorhanden: 5
Maximale Punktzahl: 9
Minimale Punktzahl: 7.9
Leserwertungsschnitt: 8.5
8.5
 
 Über Leserwertungen
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Leserwertung von Obi-Biber
[22-06-2016 10:38] 
Von allen Spielen, die ich bisher gespielt habe, würde ich Enslaved am ehesten mit Uncharted (3) vergleichen. Es ist ein Action-Adventure, das zwar den Kampffokus auf den Nahkampf und nicht auf die Shootouts legt, aber ansonsten hangelt man sich durch tolle Settings und hat eine Mischung als Klettern, Kämpfen und kleinen (Schalter-)Rätseln zu bewältigen. Nun bin ich bekanntlich kein großer Fan von Uncharted 3, aber Enslaved ist für mich ein bisschen "Uncharted in gut". Nur, dass es eben auch an einigen derselben Probleme krankt und deshalb kein wirklich großartiger Titel ist.

Der Anfang des Spiels ist ungemein vielversprechend. Ich war begeistert davon, wie viel Aufwand Ninja Theory betrieben hat, um die Welt glaubwürdig wirken zu lassen. Sämtliche Videospielelemente wurden nachvollziehbar erklärt, bis zum HUD und der Weltgrenze, denn man darf sich nicht zu weit von seiner "Begleiterin" entfernen, da man sonst über ein elektronisches Stirnband stirbt. Alle Elemente wirken, wenn sie neu eingeführt haben, frisch und interessant. Das Scannen der Gegend durch eine mechanische Libelle, das Auffinden von Schwachpunkten, das befriedigende Kampfsystem, das abwechlungsreich genug ist, aber nicht überfordernd. Das zieht sich auch noch ins spätere Spiel, wenn bei anderen Titeln irgendwelche unglaubwürdigen wiederkehrenden Elemente nerven (Paletten und Leitern in The Last of Us z.B.) - Hier gibt es dergleichen nicht. Punkte, die man in der immer selben Art abschießen kann, um eine Explosion zu erzeugen, bestehen nicht einfach in der Welt. Ein Begleiter hat "Bomben" dabei, die er gezielt an die Stellen wirft, die man zur Explosion bringen möchte. Das funktioniert alles sehr gut. Dasselbe gilt die die Kletterpassagen, bei denen es sich nicht immer um dieselben Stahlteile und Rohre handelt. Man klettert in hochgradig unterschiedlichem Terrain. Umso stärker stört es, dass alles, was man beklettern kann, leuchtet, dass die Kamera einen immer in die "richtige" Richtung zwingt (und man Geheimnisse stets dort findet, wo die Kamera nicht hinführt) und dass überall Leuchtekugeln für Upgrades rumliegen. Noch schlimmer: Mit diesen Kugeln kann dann die Begleiterin die Upgrades basteln. Ist sie aber an einem Ort mit solchen Kugeln, sammelt sie sie nicht ein. Teilweise muss man dann sen zweiten Pfad zurück laufen, um diese zu kriegen. Das zieht einen doch sehr raus.

Daran knüft auch das größte Problem des Spiels an: Die Technik. Wenn ich Kamerafahrten durch neue Gebiete mache, um die wunderschöne Welt in bestem Licht erstrahlen zu lassen, dann muss das auch klappen, damit man staunt. Das Gegenteil ist der Fall, wenn Texturen in großem Maßstab übel nachladen während solcher Szenen. Sonst stört mich sowas nicht, aber "Show-Off"-Szenen mit nachladenden Texturen? Nein, das geht nicht. Die Kamera ist ebenfalls an einigen Stellen eher Gegner als stummer Begleiter. Und zweimal hatte ich einen fiesen Bug, dank dem ich ein ganzes Gebiet neu spielen musste - Trip fiel ins Bodenlose und konnte nicht zum Treffpunkt kommen, um eine Cutscene zu triggern. Und an einer Stelle, an der ich eigentlich hinüberspringen konnte, ging dies plötzlich nicht mehr. Überhaupt verhält sich Monkey (der Protagonist) zu oft wie Epona in OoT, wenn sie an einen Abgrund oder im falschen Winkel gegen einen Zaun läuft. All das ist doppelt schlimm, weil das Spiel sich so viel Mühe gibt, eine glaubwürdige Welt zu schaffen und ein technisch beeindruckendes PS3-Spiel zu sein. Das Weltendesign ist nämlich wirklich sehr, sehr schön. Was sich in der ersten Hälfte des Spiels wohltuend von Uncharted (3) und auch Resident Evil 5 abhebt ist, dass man nicht von irrem Setting zu irrem Setting hetzt, sondern dass sich das Spiel viel Zeit nimmt. Die ersten fünf Kapitel hat man nur ein Ziel - einen Kran (The metal Tower) zu erreichen. Man nähert sich und nähert sich und irgendwann ist man endlich angekommen und muss diesen Kran dann erklimmen. Es ist nur ein Kran und sie haben sich fünf Kapitel Zeit dafür genommen. Dadurch fühlt es sich nach einer großen Leistung an, wenn man endlich oben drauf steht. Nicht so: In 30 Minuten eine Armee besigt, ein Schiff gesprengt, aus einem Flugzeug gesprungen und ein Schloss niedergebrannt (überspitzt). Zudem gibt es zwar einige Längen in der Mitte des Spiels, wenn man zum dritten Man einen mechanischen Hund auf dieselbe Art besiegt (und man kann da auch noch ziemlich tricksen und aus dem schrecklichen Untier eine nervige, aber völlig ungefährliche Begegnung machen), aber das Spiel hat viele gute Gameplaymechaniken und ausreichend Ideen für die Spiellänge. Toll zum Beispiel, dass man im vorletzten Kapitel bis auch den Schluss fast gar nicht mehr Kämpfen muss. Überhaupt werden die Kämpfe genau dann, wenn sie einen gerade anfangen, zu nerven, sehr geschickt reduziert. Mit Ablenkungsmanövern durch die Begleitung, einem guten Deckungssystem und "Taunts" mischt sich das Spiel immer wieder neu zusammen und hat im Gameplaysektor deutlich mehr zu bieten als genannter Vergleichstitel. Im Übrigen auch mehr als The Last of Us, das da auch schon deutlich besser war.

Eine weitere Schwäche, die sich das Spiel mit Uncharted (3) teilt, ist das "leere" Klettergameplay. Wenn ein so großer Teil aus Kletterpassagen besteht, dann muss das doch zumindest irgendwie fordernd sein. Es geht aber nicht um gutes Timing oder das gekonnte Ausführen von Moves - man hangelt sich einfach von einem Leuchtepunkt zum nächsten. Zum Glück gibt es zuminest weniger unfreiwillige Abstürze durch unpräzise Steuerung. Aber irgendwie scheinen diese Passagen lediglich Lückenfüller zu sein. Macht schon ein bisschen Spaß, aber es ist keine Herausforderung und eigentlich ein Nullgameplay. Wie es anders gehen kann, hat die Sands-of-Time-Reihe gezeigt. Ich weiß gar nicht, ob man verschiedene Schwierigkeitsgrade auswählen kann, aber eine Herausforderung war das Spiel insgesamt nie. Wenn man unachtsam war, ist man manchmal gestorben, aber es gab keine einzige knackige Stelle und bis auf das Ende des vorletzten und letzten Kapitels auch keinen wirklich packenden Kampf.

Schwächen hin oder her - ich möchte "Enslaved" mögen. Ich habe das Gefühl, dass hier ein Team wirklich Herzblut reingesteckt hat. Leider sind die Ecken und Kanten etwas zu eckig und kantig. Es ist nicht ausgereift genug und hat den Mund etwas zu voll genommen. Und es hat einige derselben Probleme wie Uncharted im Bereich leeren Gameplays.

Und die Story ist zweischneidig. Die meiste Zeit über "stört" sie nicht, ist aber auch nicht besonders originell. Aber das Ende ist nichts weniger als fantastisch. Auf vielen Ebenen. Es erklärt Dinge, die man sich im Spiel nicht so richtig erklären konnte (Was soll das mit den "echten" Bildern, die Monkey sieht, wenn er Flashbacks in die Zeit vor dem Krieg hat?) Das klärt sich toll auf, wenn der "echte" Mensch zu einem spricht und sich Videospielwelt (animiert) und echte Welt (Realfilm) umkehren, weil die "echte" Welt sowas wie eine bessere Matrix ist. Ein toller Twist, der gut und böse verschwimmen lässt, die ganze Mission infrage stellt und die ansonsten nur angetastete Welt fantastisch erklärt. Man hat hier eine "eigentliche" Story, nämlich die von Trip, die nach Hause will, dafür Monkey versklavt und schließlich Rache an den Zerstörern ihres Zuhauses sucht. Diese Story ist wunderbar in sich abgeschlossen und fließt am Ende zusammen mit dem, was voher nur als Setting wahrgenommen wird, in Wirklichkeit aber die eigentliche Story ist. Groß erzählt. Es sollte ja eigentlich eine Fortsetzung geben, die aber gecancelt wurde, weil das Spiel sich nicht gut genug verkauft hat. Für mich nicht schade, denn die Geschichte ist für mich herausragend gut zu Ende erzählt und das scheinbar offene Ende soll bitte niemals eine Auflösung erhalten, das wäre derselbe Fehler wie bei Cube (dem Film). Oder bei Half-Life.

Es ist für mich schwierig, das Spiel zu bewerten. In den Ganon gehört es für mich eher nicht. Eigentlich ist es nur in kleineren Punkten besser als Uncharted 3 und hat einige zusätzliche Schwächen. Aber genau die Verbesserungen machen für mich den Untschied zwischen einem guten und einem mauen Spiel aus. In jedem Fall vielen Dank an Zerathul, dass er es mir so empfohlen hat. Ich hätte es sonst nie gekauft und auch nicht gespielt und das wäre schon schade gewesen.
  7,9 / 10
Leserwertung von TheARchitect-
[14-12-2013 16:59] 
Ein echter Geheimtipp. Das Spiel ist zwar spielerisch nicht allzu abwechslungsreich oder fordernd, dafür ist das drumherum umso besser.

Die Story und die Charaktere sind fantastisch ausgearbeitet und sehr lebendig umgesetzt, das postapokalyptische Setting ist wunderschön, die Spielwelt mit den überwachsenen Ruinen der Zivilisation abwechslungsreich und traumhaft schön.

Wer etwas ausserhalb des üblichen Einheitsbreis sucht, sollte sich dieses Spiel holen.
  8,7 / 10
Leserwertung von MiniButMighty
[26-12-2010 17:40] 
Für mich die Überraschung des Jahres. Eine richtig süße Story, sympathische Charaktere und geniales Gameplay.
  9 / 10
Leserwertung von yagami light
[20-12-2010 9:25] 
Ich habe Enslaved ziemlich spontan gekauft, als ich letztens in der Stadt war. Eigentlich hatte ich vor ein ganz anderes Spiel zu kaufen. Als ich es dann an dem Tag nicht finden konnte, fiel mir Enslaved auf. Vom letzteren hatte ich schon etwas gelesen und fand es auch im Grunde interessant und da kaufte ich es ganz einfach auch auf die Gefahr hin, dass es vlt. ein Fehlkauf sein könnte. Wie auch immer, meine anfänglichen Sorgen blieben unbegründet.

Schon nach kurzer Zeit wusste das Spiel mich zu begeistern. Das unverbrauchte Setting und das spaßige, wenn auch einfache, Gameplay fesselten mich bis zum Schluss am Bildschirm. Da verzeit man dem Spiel auch seine vielen kleinen Spielfehler. Die einzigartig und total atmosphärisch wirkenden Umgebungen (vorallem das durchwucherte New York hat es mir angetan) machen das wieder locker wett.

Also: Wer auch mal darauf verzichten kann, ein kniffliges Adventure mit forderndem Schwierigkeitsgrad vorgesetzt zu bekommen und dafür sich auch mal auf ein Spiel mit lockerer von der Hand gehendem Gameplay einlassen kann, der bekommt hier mit Enslaved eine echte kleine Perle, die vorallem mit wunderschönen Landschaften und sympathischen Charakteren zu überzeugen weiß.

  8 / 10
Leserwertung von alexthekid
[02-11-2010 17:18] 
Enslaved ist für mich ein Riesenspiel.

fangen wir mal bei den landschaften an. die sind teils so geil gestaltet, dass man oft einfach stehenbleiben und in die ferne schauen muss. new york, überwuchert von grünen dschungelpflanzen, ausgestorbene, zerbröckelte wolkenkratzer - sieht richtig stark aus und zieht einen direkt ins spielgeschehen hinein.

die super gut gelungene DEUTSCHE synchronisation (was es ja eigentlich überhaupt nicht gibt), die den charakteren leben einhaucht und über die spielzeit immer mehr sympathien beim spieler entfacht. die sprecher werfen sich teils so ins zeug, dass man vergisst vor dem fernseher irgenwelchen polygonmännlein zuzuschauen.

die bedienung von monkey klappt in jeder situation 1a, man kann sich über klippen und an rohren langschwingen, ohne wild auf dem controller rumhacken zu müssen.

auch wenn das ende etwas knapp ist, so schafft es die story zu begeistern, um bis zum ende dabeizubleiben.

was etwas fad aufstößt ist, dass das spiel einfach noch etwas mehr zeit gebraucht hätte. so finden sich öfter mal grafik bugs am bildschirm.

der sound aber ist der größte störfaktor. so wechselt die lautstärke, der raumklang zu stereo oder ähnliches.

hab die erste retailversion ohne update offline gespielt, hoffentlich wird das durch ein größeres update behoben.

trotz den bugs ist enslaved eines der besten games der letzten zeit, die odysse to the west ist den einstieg wirklich wert, so wird man sich noch einige zeit zurückerinnern.

wenn es ein wirkliches "beyond good and evil" gibt, dann ist das für mich jetzt ganz klar: Enslaved - Odysse to the West.
  8,9 / 10

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