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Assassin´s Creed III

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Firmware-Update für Animus-Nutzer
Assassin's Creed hatte die letzten Jahre, vor allem bei Brotherhood und Revelations, stark mit den technischen Limitationen der in die Jahre gekommenen Konsolengeneration zu kämpfen. In Kombination mit der inzwischen veralteten Engine ergaben sich dadurch vor allem Pop-Ups und Framerate-Einbrüche. Die AnvilNext-Engine von Assassin's Creed III läuft glücklicherweise deutlich besser auf den Konsolen. Nachladende Objekte sieht man nur noch in der Ferne, was gerne mit Effekten wie Gegenlicht der Sonne, Schnee, Nebel und anderen Witterungsverhältnissen versucht wird auszugleichen. Und auch die Weitsicht ist wie gewohnt überzeugend. Die Framerate bleibt ebenfalls konstant im grünen Bereich und vor allem die Ladezeiten sind eine positive Überraschung. Die Festplatten-Installationsgröße ist dennoch erwartungsgemäß Pflichtprogramm auf der PlayStation 3 und diese  liegt bei einem stolzen Umfang von 4,5GB. Optional lässt sich die PS3-Version wie schon Revelations in stereoskopischem 3D abspielen. Schade ist auch die nicht fortgeführte Zusammenarbeit mit Komponist Jesper Kyd, der auf seinem letzten Album mit dem perfekt passenden Stück Aphelion schon Hype bei Fans auslöste. Die Stücke von Lorne Balfe mögen dieses Mal zwar passend sein, reißen einen aber auch nicht ansatzweise vom Hocker, sondern erfüllen höchstens ihren Zweck ohne eine einzigartige Atmosphäre entstehen zu lassen, wie es mit dem Vocal-Theme aus Revelations beispielsweise der Fall war.
Trotz den erfreulichen Neuigkeiten gibt es auch einige Wermutstropfen: Auch nach einem Day 1-Patch, der in diesem Fall unter anderem über 40 den Entwicklern bekannte Probleme und Bugs korrigierte, enthält das Spiel noch viele Fehler. Aussetzende Lippensynchronisation während Gesprächen, nicht erreichbare Gegner hinter Objekten mit der Not-Lösung das Spiel vom letzten Checkpoint starten zu müssen, ein durch ein Pferd hängender Mantel oder physikalisch falsch berechnete Bewegungen, die Menschen und Tiere wie auf Drogen auf konfuse Weise bewegen lassen sind hier beispielsweise zu nennen. Sie trüben leider das Spielerlebnis und auch wenn man nicht bewusst darauf achtet und aus reiner Überzeugung einem wilden Bären nachrennt, der nach einer Attacke urplötzlich wegrennt wie in einer geskripteten Szene, findet ihn plötzlich in einer abgelegenen Ecke stehen und lässt sich - überraschenderweise - wehrlos aus naher Entfernung erledigen. Das ist inakzeptabel. Offensichtlich wurde der Veröffentlichungsdruck für den fixen November-Termin im jährlichen Turnus doch zu knapp für die Ansammlung an Ubisoft-Teams, die für das Großprojekt zusammenarbeiteten, wenngleich deren Aussagen sogar meist das Gegenteil behaupten. Spätestens jetzt könnt ihr sicher sein: Sie entsprechen nicht der Wahrheit.
 Autor:
Dominic Ruthardt
Testbericht
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Leserwertung:
8.1