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Battlefield: Bad Company 2

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 Spiel-Infos: Battlefield: Bad Company 2
Battlefield: Bad Company 2 Boxart Name: Battlefield: Bad Company 2 (PAL)
Entwickler: Digital Illusions CE (DICE)
Publisher: Electronic Arts
Erhältlich seit: 04. März 2010
Genre: Action
Spieler:
Features:

Im März 2010 war es endlich soweit und der Nachfolger zu Bad Company wurde mit dem unspektakulären Titel Battlefield: Bad Company 2 wie eine Handgranate in die Läden geworfen. Nicht einmal zwei Jahre hat es gedauert bis der direkte Nachfolger unter der Flagge von Electronic Arts und Entwicklerteam DICE veröffentlicht wurde. Doch konnte in dieser kurzen Zeitspanne überhaupt eine brauchbare Kampagne und ein ausbalancierter Multiplayer-Modus auf die Beine gestellt werden? Dies und vieles mehr erfahrt ihr im GU Test.  
 
Obamas Wünsche werden wahr, doch...
... leider gibt es in Battlefield: Bad Company 2 statt nuklearen Waffen nicht-nukleare Waffen, mit denen sich die USA und Russland während der Spielhandlung bekriegen. Der Spieler schlüpft dabei in die Rolle des Soldaten Preston Marlowe und seiner Kommandoeinheit, die sich in geheimer Mission auf die Suche nach einer russischen Superwaffe begibt. Doch während der Jagd geht einiges schief...

Wie bei der Battlefield-Franchise üblich, liegt der Schwerpunkt bei Bad Company 2 erneut auf dem Multiplayer. Dennoch gehört die Kampagne zu einem Schlüsselelement beim Genre der Shooter - gerade weil dort gerne mal geschlampt wird. Leider auch bei Bad Company 2. Wie fast schon üblich, handelt es sich um eine sehr kurze Kampagne, die man theoretisch an einem Tag durchspielen kann. Zwischen sechs und zehn Stunden dürfte der Umfang in etwa liegen - je nach Spielweise. Dafür erscheint die Kampagne als Ganzes knapp und knackig. Die Areale sind recht unterschiedlich und reichen von tropischen Wäldern über Wüstenlandschaften bis hin zu eisigen Gletschergebieten.
 
 
Die Fläche ist teilweise recht linear, wenngleich die Karte an sich offen gestaltet ist. Bewegt ihr euch allerdings außerhalb der meist linear gestalteten Führungslinie, bekommt ihr eine Einblendung, dass ihr das Gefechtsgebiet verlasst und daraufhin müsst ihr innerhalb von 10 Sekunden zurück auf den ursprünglichen Pfad. Dadurch wird natürlich eine offene Levelgestaltung suggeriert, was leider größtenteils nicht der Fall ist. Dafür erlebt ihr keine abgehackten Level-Abschnitte, die euch in die Realität zurückführen würden. Das hat DICE ganz ordentlich umgesetzt, was man von einigen anderen technischen Mängeln nicht gerade behaupten kann. Ständig tauchen recht nahe Objekte in der Umgebung auf - seien es Bäume, Häuser oder simple Objekte. Die Umwelt wirkt dagegen, dank Windeffekten, recht lebendig. Trotzdem wurde es verpasst eine realistische Umgebung in der Nahansicht zu erzeugen. Vor allem Pflanzen aller Art wirken sehr plastisch. In der Weitsicht hingegen wurde Wert auf schön inszenierte Landschaften gelegt. Wenn man nicht gerade zu penibel darauf achtet, erscheint die beeindruckend weite Sicht sehr realistisch. Die Umwelt als Ganzes wurde natürlich auch mit physikalischen Gesetzen bestückt. So ziemlich jedes Objekt kann in Battlefield: Bad Company 2 dem Erdboden gleichgemacht werden. Das macht nicht nur Spaß, sondern bietet viel Action während den Kampfszenen. Versteckt ihr euch zu lange hinter leicht zerstörbaren Objekten, werdet ihr schnell ins Gras beißen, denn die KI der NPCs ist manchmal schon zu klug für die Menschheit. Ob man das als negativen Kritikpunkt auffassen will, muss jeder für sich selbst entscheiden. Auf jeden Fall schießen die Gegner gerne auf Wände genau vor euch, obwohl sie euch unmöglich zuvor sehen konnten. Kreuzt ihr den Weg eines Fenster wird sofort auf euch geballert, was einerseits nervig ist, aber Bad Company 2 zu einer taktischen Angelegenheit werden lässt. Ihr müsst tatsächlich stark auf eure Umgebung achten.
 Autor:
Dominic Ruthardt
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
9.4