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Beyond: Two Souls

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 Spiel-Infos: Beyond: Two Souls
Beyond: Two Souls Boxart Name: Beyond: Two Souls ()
Entwickler: Quantic Dream
Publisher: Sony Computer Entertainment Europe (SCEE)
Erhältlich seit: 09. Oktober 2013
Genre: Adventure
Spieler: 1 - 2
Features:
Im Zweispielermodus per Handy-App steuerbar
Mit Beyond: Two Souls steht nun das zweite Spiel der aktuellen Konsolengeneration aus der Entwicklerschmiede Quantic Dream in den Ladenregalen – erneut exklusiv für die PlayStation 3. Der erste Titel, Heavy Rain, hat sich bis zum heutigen Tag über drei Millionen Mal verkauft und wurde von Spielern und Kritikern überwiegend euphorisch gefeiert. Rückblickend betrachtet, war es der vielleicht wichtigste Titel für die PlayStation 3, der die Trendwende einer zuvor eher schwächelnden Sony-Konsole einleitete. Der entscheidende Weckruf für die PlayStation 3, die nun für viele Spieler das „Must-Have“ schlechthin in ihrem Portfolio aufzubieten hatte. Hohe Erwartungen an Beyond: Two Souls seitens der Spieler ergeben sich daraus zwangsläufig von selbst. Warum Beyond: Two Souls diesen Erwartungen allerdings nicht gerecht werden kann, erfahrt ihr in unserem ausführlichen – und natürlich spoilerfreien – Test!

Beyond: Two Souls ist einer der letzten großen Exklusivtitel für die PlayStation 3 und schon lange in aller Munde. Neben dem Rühren der Werbetrommel durch Sony, lässt sich dies wohl zu einem großen Teil auf David Cage zurückführen. David Cage, der kreative Kopf des Entwicklerstudios, der federführend, also auch im Sinne der Autorenschaft, für Heavy Rain und nun eben Beyond: Two Souls hauptverantwortlich ist. Er hat eine ganz eigene Vorstellung von dem, was Spiele bewirken können und vor allem bewirken sollen. Cage möchte „erwachsene“, tiefgründige Themen behandeln und die ganze Fülle der menschlichen Emotionspalette beim Spieler erwecken. Seine Vorstellung dieser Art von Spielen, eine emotionale Verschmelzung des Spielers mit Spiel, brachte er 2010 mit Heavy Rain zum Ausdruck und über drei Millionen Spieler nahmen sich dieser emotionalen Reise an. Die erfolgsbringenden Zutaten des Bestsellers finden sich, in leicht veränderter Form, nun auch bei Beyond: Two Souls wieder. Erneut liegt das Hauptaugenmerk auf der Story und der cineastischen Inszenierung, während das Gameplay eher in den Hintergrund gerückt wird.
 
PlayStation 3 - "Beyond: Two Souls"-Screenshot
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PlayStation 3 - "Beyond: Two Souls"-Screenshot
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PlayStation 3 - "Beyond: Two Souls"-Screenshot
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PlayStation 3 - "Beyond: Two Souls"-Screenshot
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Beyond: Two Souls erzählt uns einen, sich über mehrere Jahre erstreckenden, Abschnitt aus dem Leben von Jodie Holmes, die wir vom Kindes- bis zum Erwachsenalter begleiten. Jodie ist sicherlich kein gewöhnliches Mädchen, denn sie wurde mit einer besonderen Gabe – oder Fluch, je nach Interpretation – geboren: Sie wird von einer ominösen Existenz begleitet, die auf den Namen Aiden hört und seit Jodies Geburt immer an ihrer Seite ist. Durch Aiden kann Jodie Dinge sehen und hören, die sich hinter geschlossenen Türen oder in anderen Räumen abspielen, Gegenstände bewegen, ohne auch nur einen Finger zu rühren und sogar die Macht über den Willen von Menschen erlangen, diese dadurch kontrollieren und für ihre Zwecke nutzen. Nun ja, vielmehr hört, sieht, bewegt und kontrolliert Aiden diese Dinge, doch da beide miteinander untrennbar verknüpft sind, erfährt Jodie all dies (in)direkt selbst. Doch auch wenn die beiden durch ein unsichtbares Band verbunden sind, handelt es sich bei Jodie und Aiden um zwei eigenständige Existenzen – einmal in einer menschlichen, einmal in einer geisterhaften Gestalt. Der Spieler kann in fast allen Momenten per Knopfdruck zwischen Jodie und Aiden wechseln und teilweise sogar konträr zum Willen des jeweils anderen handeln – also eine Art kompetitiver, beziehungsweise kooperativer Einzelspielermodus, wenn man so möchte. Reizvoll ist das vor allem dann, wenn man einen zweiten Mitspieler neben sich hat. Der zweite Spieler kann nämlich – entweder per Controller oder mittels App sogar per Smartphone – die Kontrolle über einen der beiden Charaktere übernehmen. Allerdings können Jodie und Aiden nicht gleichzeitig gesteuert werden – auch im Mehrspielermodus wird per Knopfdruck zwischen den beiden Charakteren hin- und hergewechselt. Wem die obigen Erklärungsversuche über Existenzen, Willenskontrolle, sowie menschliche und geisterhafte Gestalten Kopfzerbrechen bereiten sollten, darf beruhigt sein, denn der Sinn und die praktische Umsetzung erschließen sich recht schnell zu Beginn des Spiels.
 Autor:
Joshua Hampf
Testbericht
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Leserwertung:
8.7