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Binary Domain

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 Spiel-Infos: Binary Domain
Binary Domain Boxart Name: Binary Domain (PAL)
Entwickler: Ryu ga Gotoku Studio (Yakuza Studio)
Publisher: Sega
Erhältlich seit: 24. Februar 2012
Genre: Shooter
Spieler: 1 (offline), 1-10 (online)
Features:
Spracherkennung
Sega kann einem fast ein wenig Leid tun. Mit dem Team hinter der Yakuza-Franchise hat man durchaus fähige Leute im Boot, die es stets verstehen den japanischen Geschmack zu treffen. Leider gehen deren Titel im Westen mit einer traurigen Regelmäßigkeit vollkommen unter. Mit Binary Domain versucht man nun, den westlichen Geschmack etwas besser zu treffen und greift dazu richtig tief in die Klischee-Kiste. Außerdem hat man sich bei der Lokalisierung mehr Mühe als bei den Yakuza-Titeln gegeben, denn Binary Domain erscheint komplett in deutscher Sprache. Dennoch scheinen westliche Spieler den Titel bisher zu übersehen und das obwohl das Gameplay sehr stimmig ist. Damit sind also wieder einmal die Grundvoraussetzungen für einen echten Geheimtipp aus dem Hause Sega geschaffen.
 
Actionkino für das Wohnzimmer
In einer nicht all zu fernen Zukunft leben Menschen mit Robotern in friedlicher Koexistenz. Da die Technik in dieser Zeit enorme Fortschritte gemacht hat und es theoretisch möglich ist, menschenähnliche Cyborgs zu erschaffen, hat man die Genfer Konvention um einen Paragraphen erweitert, der genau dies verbietet. Als in Amerika dann plötzlich ein scheinbar ganz normaler Mensch durchdreht und von Sicherheitskräften gestellt werden muss, entpuppt sich der Mann als nahezu perfekter Cyborg. Schnell stellt sich heraus, dass ein Konzern in Japan im Geheimen die Roboterforschung fortgeführt hat und überall auf der Welt seine Schöpfungen zusammen mit Menschen leben lässt. Daraufhin wird ein Spezialteam entsandt, das den verrückten Forscher verhaften und vor ein internationales Gericht stellen soll. Doch dem Team rund um Hauptfigur Dan stellen sich zahlreiche Hindernisse in den Weg, denn die Zielperson widersetzt sich natürlich der Festnahme. Die Handlung und die Figuren sind vielleicht voll von allerlei Klischees, doch die Geschichte ist spannend erzählt und erinnert nicht selten an einen gut gemachten Action-Kinofilm.  
http://playstation3.gaming-universe.de/screens/test_binary_domain_04.jpg Das Spiel beginnt als ihr die Stadt, in der sich der Hauptsitz des Unternehmens befindet, infiltriert. Sogleich stellen sich euch diverse Robotermodelle in den Weg, die ihr mit Hilfe eurer Waffen leicht aus dem Weg räumen könnt - durchschlagskräftiger Munition sei Dank. Doch die Maschinen sind zahlreich und stürmen regelrecht in Massen auf euch ein. Da heißt es in Deckung gehen und sich eine gute Strategie überlegen. Dank innovativem Spracherkennungssystem könnt ihr euren Teammitgliedern via Headset Befehle geben, die diese dann sogleich ausführen. So könnt ihr einen Direkt-Angriff befehlen, euch Deckung geben lassen, den Rückzug befehlen oder die Kameraden an einem bestimmten Punkt versammeln. Besitzt ihr kein Headset, geht das über einfache Tastenkombinationen. Die Spracherkennung funktioniert dabei überraschend gut. In unserem Test hatten wir eine Erkennungsquote von rund 80%. Teilweise werden sogar Kraftausdrücke erkannt und so reagieren eure Kameraden doch tatsächlich darauf, wenn ihr ein genervtes "F**k dich" ins Mikrofon grummelt. Im Laufe der Handlung werdet ihr auch von euren Kameraden zu verschiedenen Themen befragt. Eure Antwort steigert oder vermindert die Sympathiewerte zu der entsprechenden Figur. Allerdings sind die Fragen und die entsprechenden Antworten so simpel gestrickt, dass man sie leicht durchschauen kann. Schade, denn etwas mehr Interaktivität hätte diesem System gut getan.
 Autor:
Matthias Hellenthal
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
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