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Bulletstorm

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Das Gameplay an sich rockt einfach allein schon aus dem Grund, weil es einfach abartig schnell ausgelegt ist und man freie Wahl hat, wie der nächste Gegner nun ins Gras beißen soll. Nervige Stellen gibt es so kaum und auch der Einfluss von beweglichen Umweltobjekten, die durch die Peitsche zur passiven Waffe werden, spielen dabei eine große Rolle. Doch damit nicht genug: Die Jungs bei Epic Games und People Can Fly haben sich noch etwas besonderes ausgedacht und dem Spiel ein gehöriges RPG-Update verpasst. Das Ganze nennt sich Skillshot-System: An einer Art Speicherterminal lassen sich so unzählige "Herausforderungen" und Aktionen einsehen, die euch ordentlich mit Punkte belohnen. Im selben Terminal könnt ihr zudem neue Waffen, Upgrades oder Munition erwerben. Wer sich darauf einlässt und gezielt Gegner nach verschiedenen Schemata aus dem Weg räumt, wird recht früh im Spiel ordentlich ausgestattet sein. Spaß hat man bei den ständigen Einblendungen ohnehin. Boom, Headshot - 1000 Punkte, der Nächste? Das Spiel legt den Fokus eindeutig auf die beiden Faktoren Action und Spaß, was im tristen Shooter-Alltag eine wahre Freude ist und durch belohnende Eigenschaften Suchtpotenzial ohne Ende bietet
Technische Güteklasse - Made in Epicness
Zur Technik lässt sich gar nicht so viel anmerken. Es ist einfach alles wie es sein soll. Bei dem schnellen Gameplay wären Framerate-Einbrüche ja fast schon zu erwarten, doch sie treten zum Glück nicht bemerkenswert auf, sodass man von dieser Seite her, sicher nicht die Motivation verliert. Optisch ist Bulletstorm einfach bombastisch und auf dem Level der Gears of War-Serie. Vielleicht ein Tick schlechter als erste Impressionen zu Teil 3, aber der hat ja auch noch ein bisschen Zeit... Vor allem die Grafikfilter mit leichtem Sephia-Stich fallen sofort ins Auge und erzeugen eine wunderbare Atmosphäre, die durch bewegliche Objekte fast schon zum Leben erwacht. die Schatten sehen auch bemerkenswert gut aus. Ein Blick in die Ferne lässt einen Grafik-Junkie gerne mal mit offenem Mund sabbern und wenn dann noch toll anzusehende Lichteffekte hinzukommen, tut sich im übertragenen Sinne etwas in der Hose. Das Spiel sieht zwar nicht wirklich realistisch aus, aber das würde dem Titel auch nicht gut zu Gesicht stehen, denn das kauft einem bei dem Gameplay keiner mehr ab. Überraschenderweise beinhaltet der vermeintliche Geheimtipp Bulletstorm sogar eine deutsche Sprauchausgabe, die authentisch über die Lippen gebracht wird und wie es meistens der Fall ist, dient dieses "Detail" heutzutage schon fast als Indikator für Qualität. Ein Indiz mehr, denn Bulletstorm ist einfach ein Qualitätsprodukt. Zumindest was den Singleplayer-Modus angeht...

Die Echos der Anarchie

Nach der tollen Kampagne geht es direkt via Online-Pass (!) im Multiplayer weiter und dort muss man dann leider feststellen, dass der sogenannte Anarchy Modus nur für eine kurze Dauer fesseln kann. Mit bis zu drei Mitspielern geht es darum Gegnerwellen abzuwehren, doch das Prinzip kennt man eigentlich auch schon aus der Kampagne - braucht man dann wirklich noch Mitspieler dafür? Naja. Interessanter sind da schon die Team-Skillshots, bei denen die einzelnen Spieler kooperieren müssen, um Punkte zu erlangen. Schon wieder Punkte? Ja, bald sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr, aber hier dienen die Punkte lediglich dazu, eine Einstufung der Leistung vorzunehmen, um damit in die nächste Runde einzuziehen.
 Autor:
Dominic Ruthardt
Testbericht
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