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Call of Juarez: Gunslinger

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 Spiel-Infos: Call of Juarez: Gunslinger
PlayStation Network - Call of Juarez: Gunslinger Boxart Name: Call of Juarez: Gunslinger (PAL)
Entwickler: Techland
Publisher: Ubisoft
Erhältlich seit: 22. Mai 2013
Genre: Shooter - Ego Shooter / FPS
Spieler: 1
Features:
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Jeder Mann sollte in seinem Leben einen Baum pflanzen, ein Haus bauen und einen Sohn zeugen. Doch wahre Männer brauchen solch einen Firlefanz nicht. Sie sind keine Gärtner und Maurer. Und Sex ist sowieso überbewertet. Ihnen reicht ein schnittiger Cowboyhut und ein geladener Colt an ihrem Gürtel. Echte Männer sind Desperados, waghalsige Revolverhelden, die mehr Geschichten drauf haben als der Baron Münchhausen. Einen solchen Kerl spielt ihr in Call of Juarez: Gunslinger. Und wir haben in unserem GU-Test versucht hinter den Schleier seiner Geschichten zu blicken.

Ich hatte eine Schlange im Stiefel
In Call of Juarez: Gunslinger schlüpft ihr in die Haut des Kopfgeldjägers Silas Greaves. Dieser sitzt in einem Saloon und erzählt den anwesenden Gästen von seinen haarsträubenden Abenteuern als jugendlicher Draufgänger. Gebannt lauschen ihm die Zuhörer, wie Silas einst mit Billy the Kid ritt oder sich der Wild Bunch rund um Butch Cassidy und Sundance Kid in den Weg stellte. In neun Episoden erlebt ihr eben diese Geschichten am eigenen Leib und versucht dabei einen alten Racheschwur zu erfüllen. Sein ganzes Leben hat Silas Greaves damit verbracht die Mörder seiner Brüder zur Rechenschaft zu ziehen. Dass er dabei die größten Revolverhelden des Wilden Westens wie Jesse James zur Strecke bringt, sorgt allerdings bei den anwesenden Gästen für Unruhe, steht doch in ihren Groschenromanen alles anders.
Was das neue Call of Juarez von anderen Vertretern seines Genres unterscheidet ist eben jene Szenerie im Saloon. Da jegliches Abenteuer, was ihr erlebt, nur eine Erzählung ist, übt jegliches Wort Einfluss auf euer Spiel aus. Im Klartext: Was Silas erzählt, wird bei euch in der „Vergangenheit“ wahr. Hier fällt plötzlich eine Leiche vom Himmel, die euch dringend benötigte Waffen spendiert, dort taucht plötzlich eine Horde Indianer auf, um einen anwesenden Zuhörer aus seinem Schlummer zu reißen – solche Momente sind natürlich geskriptet, machen aber aus Call of Juarez: Gunslinger eine leichte Unterhaltung, die sich nie zu ernst nimmt. Die Gespräche, die ihr während mancher Szene belauschen dürft, steigern sich von Episode zu Episode, denn Silas´ Geschichten werden immer unglaubhafter und der Unmut bei den Zuhörern wächst. So unterhalten sich die Gäste, während Silas auf dem stillen Örtchen verweilt, über den Wahrheitsgehalt seiner Abenteuer – und ihr verharrt währendessen in einer Zeitlupensequenz, damit „eure“ Handlung bloss nicht vorangeht. Der Erzählstil ist neben dem passenden Comicstil das markanteste Merkmal von Gunslinger, denn spielerisch kann der Ego-Shooter nur bedingt überzeugen.
 Autor:
Sascha P. Ritter
Testbericht
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Leserwertung:
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