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Cars 2 (Xbox 360)

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 Spiel-Infos: Cars 2 (Xbox 360)
Cars 2 Boxart Name: Cars 2 (Xbox 360) (PAL)
Entwickler: Rainbow Studios
Publisher: Disney Interactive
Erhältlich seit: 14. Juli 2011
Genre: Racer
Spieler: 1-4
Features:
keine

Dieser Test basiert auf der Xbox 360-Version. Kleinere Abweichungen im Vergleich zur entsprechenden PlayStation 3-Fassung sind deshalb nicht völlig ausgeschlossen.
   
Die Domäne der Fun-Racer wird seit jeher von einer Marke beherrscht wie sonst kaum ein Videospielgenre. Tatsächlich scheint es allein Nintendo möglich zu sein, einen hochqualitativen Fun-Racer auf die Beine zu stellen, denn wirklich ebenbürtig war noch kein Konkurrent. Und das soll sich nun mit einem Lizenzspiel ändern? Nicht in voller Konsequenz, aber Disneys Cars 2 weiß zu überraschen, soviel sei gewiss.
 
Ab ins Rennen ohne viel Trara
Obwohl es mit Cars 2 einen gleichnamigen Kinofilm gibt, der aktuell zu sehen ist, versucht das dazugehörige Videospiel nicht, dem Spieler irgendeine Story nahezulegen. Zwar wird der Kampagnen-Modus von kürzeren Cutscenes zu Beginn eines jeden Rennen eingeleitet, über ein paar wenige Zeilen geht das aber zu keinem Zeitpunkt hinaus und ist auch gut so. Zwar ist ein Rennspiel mit Story durchaus denkbar, sofern sich das aber nicht auch im gesamten Strecken-Design bemerkbar macht, ist der hier angewandte Minimalismus überaus erfreulich. Zumindest die zahlreichen schrillen Charaktere in Auto-Form sind genau dieselben wie auch im Film. Selbstverständlich steht Lightning McQueen als Allrounder zu Verfügung, darüber hinaus aber auch viele seiner Freunde und Gegner. Überhaupt kann man im Spielverlauf viele neue Gefährte freischalten, wobei leider auch einige davon nur mit MS Points separat erkauft werden können. Für den Anfang ist man mit dem ausbalancierten McQueen jedoch gut aufgehoben und kann sich so gemeinsam mit der C.H.R.O.M.E.-Organisation den fiesen Machenschaften von Professor Z stellen.

Um es einfach mal klar heraus zu sagen: Das Fahrgefühl in Disneys Cars 2 ist wunderbar. Ein Mario Kart fühlt sich in Sachen Handling nicht besser an. Direkt, aber nicht zittrig, lassen sich die Autos genau so, wie man es will, über die zwölf Strecken steuern. Das Driften funktioniert beinahe ebenso wie beim großen Konkurrenten und auch Items wie Raketen, Maschinengewehrfeuer, Ölpfützen oder explodierende ferngesteuerte Autos lassen sich überraschend intuitiv einsetzen. Darüber hinaus erweitert Cars 2 das Steuerungsrepertoire um einen Turbo, der durch Tricks, Driften oder spezielle Items aufgefüllt wird, und eine Sprungfunktion, mit der man gegnerischen Angriffen oder nahenden Hindernissen ausweichen kann. Handling super, Kontrollmöglichkeiten im Überfluss, dann aber leider ein Haken: Noch schlimmer als in den letzten Iterationen von Mario Kart ist der Glücks- bzw. Pech-Faktor in den Rennen. Nur ein einziger Treffer kann einen vom Ersten auf einen der hintersten Plätze verfrachten und Aufholen gestaltet sich dann meist schwierig. Einen Vorsprung herauszufahren ist nahezu unmöglich, dafür kommt es oft genug vor, dass man bei der Hälfte von Runde Drei (unter normalen Einstellungen die letzte Runde) weit hinten ist und dann doch noch gewinnt. Auch trägt das Fehlen einer detaillierteren Positionsangabe, etwa einer Minikarte, dazu bei, dass man nie weiß, in was für einer Situation man sich gerade befindet. Spielern, die sich gern unter Auferbietung all ihrer Fähigkeiten messen, wird das sauer aufstoßen. Für ungezwungene Multiplayer-Sessions erfüllt das gebotene Fahrkonzept aber allemal die Erwartungen.
 Autor:
Maximilian Edlfurtner
Testbericht
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