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Catherine

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Um euch einen Weg zur Spitze zu ermöglichen, müsst ihr euch selber die passenden Blöcke zurecht schieben oder ziehen. Vincent ist lediglich in der Lage von einer zur nächsten Ebene zu gelangen, wenn vor ihm eine Treppe erbaut wird. Dazu schiebt ihr die Blöcke aus ihrer ursprünglichen Position und stapelt diese so aufeinander, dass der Weg frei wird. Solange die Blöcke mit irgendeiner Kante mit einem anderen Block verbunden sind, können diese nicht in die Tiefe fallen. Doch das Spiel weiß geschickt, wie es euch am besten Fallen in den Weg legt. Hier ist Köpfchen und ein wenig Glück gefragt, denn nicht selten erweisen sich blinde Versuche als Reinfall und dann müsst ihr von einem Checkpoint erneut starten. Neben der richtigen Anordnung der Blöcke müsst ihr hin und wieder ganz spezielle Blöcke meistern. So lösen manche bei einmaligem Drüberlaufen umgehend eine Falle aus, auf Eisblöcken rutscht ihr solange, bis ihr gegen einen anderen Block knallt und manche Blöcke sind so bröselig, dass ihr diese nur ein paar Mal betreten könnt. Pro Puzzle könnt ihr glücklicherweise noch Hilfsobjekte einsammeln, die zum Beispiel zusätzliche Blöcke herbeizaubern oder euch zwei Blöcke auf einmal überwinden lassen.

Dem Abgrund so nahe
Pro Nacht müsst ihr zwischen zwei und fünf solcher Rätselwände meistern, wobei vor allem die letzte Herausforderung pro Nacht ein wahrer Albtraum ist. Hier bekommt ihr es neben Zeitdruck und den unterschiedlichen Blöcken noch mit einem Endgegner zu tun. Hierbei handelt es sich zum Beispiel um riesige Schattenwesen oder Kettensägenschwingende Babys, deren Design direkt dem Unterbewusstsein von Vincent entstammen dürften. Das Schwierige an den Endgegnern ist, dass diese permanent versuchen euch zu zerquetschen. Außerdem verfügt jeder Boss über Fähigkeiten, die euch das Leben erschweren. So speit ein Boss eine rosa Flüssigkeit, die dafür sorgt, sofern ihr getroffen werdet, dass die Steuerung auf einmal spiegelverkehrt funktioniert oder ein anderer Boss zerschneidet einfach einen ganzen Stapel an Blöcken. Gerade bei den Bossen wird das Spiel schon auf dem normalen Schwierigkeitsgrad zu einem wahren Fluch und das, obwohl gegenüber der japanischen Version die Schwierigkeit schon zurückgedreht wurde. Immerhin bietet euch Catherine drei Schwierigkeitsstufen, wobei die Rätsel auf einer einfacheren Stufe vom Aufbau gleich bleiben. Dafür steht euch deutlich mehr Zeit zur Verfügung.

Eine weitere Schwierigkeit dürfte eher ungewollter Natur sein. Da Catherine ein durchaus hektisches Spiel sein kann, erweist sich die Steuerung und die Kamera nicht immer als optimal. Befindet ihr euch nämlich einmal auf der Rückseite eines Blocks, kehrt sich die Steuerung um und die Kamera lässt sich nicht um 360 Grad drehen, sodass die Übersicht ruckartig verloren geht. Glücklicherweise können Fehler durch eine Rückspulfunktion wieder wett gemacht werden.

Zwischenmenschliche Beziehungen
Nachdem ihr einen Albtraum erfolgreich gemeistert habt, wacht ihr jeden Morgen in Vincents Bett auf und dürft euch die nächsten fünf bis zehn Minuten auf sprachlastige Zwischensequenzen einstellen, die entweder in Spielgrafik oder als Animeszenen präsentiert werden. Ihr solltet also ein wenig Interesse für die Geschichte hinter Catherine mitbringen, denn die Sequenzen können hin und wieder auch ein wenig langatmig sein.
 Autor:
Stefan Böhne
Testbericht
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Leserwertung:
8.2