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Crysis 3 (Xbox 360)

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 Spiel-Infos: Crysis 3 (Xbox 360)
Crysis 3 Boxart Name: Crysis 3 (Xbox 360) (PAL)
Entwickler: Crytek Frankfurt
Publisher: EA Partners
Erhältlich seit: 21. Februar 2013
Genre: Shooter - Ego Shooter / FPS
Spieler: 1-12
Features:
keine

Dieser Test basiert auf der Xbox 360-Version. Kleinere Abweichungen im Vergleich zur entsprechenden PlayStation 3-Fassung sind deshalb nicht völlig ausgeschlossen.
             
Fast genau zwei Jahre nach dem Erscheinen von Crysis 2 veröffentlicht Electronic Arts den Nachfolger Crysis 3. Entwickelt wurde Crysis 3 wie auch die beiden Vorgänger vom deutschen Entwickler Crytek. Der Erfolg der ersten beiden Titel der Trilogie legt die Messlatte hoch, insbesondere was die audiovisuelle Präsentation des Spieles betrifft. Doch Crysis 3 braucht sich hier nicht zu verstecken. Wie auch der Vorgänger basiert es auf der CryEngine 3 und die holt aus der Xbox 360 alles raus, was überhaupt möglich ist. Das Gameplay des Shooters liegt nahe am Vorgänger, so dass Fans der Serie, mit kleinen Änderungen, genau das bekommen, was sie erwarten.

Mal wieder der drohende Weltuntergang... und nochmal... und nochmal

Die Handlung von Crysis 3 ist schnell erzählt: Ihr schlüpft in die Rolle von Laurence "Prophet" Barnes, der zu Beginn des Spieles von Psycho, einem ehemaligen Nanosuit-Kameraden, aus der Gewalt des Unternehmens Cell befreit wird. Cell hat mit Hilfe einer unerschöpflichen Energiequelle faktisch die Weltherrschaft an sich gerissen, wobei das Unternehmen mit den Menschen nicht gerade zimperlich umgeht. Die Bedrohung durch die Alienspezies der Ceth gilt in der Öffentlichkeit als abgewandt. Psycho bringt Prophet zu den Rebellen, die sich gegen das Unterdrückersystem von Cell mit Gewalt wehren und auf die Hilfe des letzten Nanosuit-Trägers hoffen. Doch Prophet selbst hat ein gänzlich anderes Ziel: Er hatte Visionen, die ihm zeigen, dass die Ceth noch nicht besiegt sind. Irgendwo auf der Erde muss sich ein Alpha-Ceth verstecken, der quasi das Gehirn der Schwarmintelligenz der Ceth darstellt. Die zunächst so unterschiedlichen Ziele der Rebellen und Prophet nähern sich aber bald immer weiter an: Die Energiequelle von Cell ist nichts anderes als der Alpha-Ceth und der hat nach Jahren der Sklaverei mächtig schlechte Laune und plant eine großangelegte Invasion der Erde. Als ob das nicht genug wäre, hat Cell eine gigantische Orbitalwaffe gebaut, die ebenfalls das Potenzial hat, den Planeten in Schutt und Asche zu legen. Es ist also mal wieder an Prophet die Erde zu retten. Ein paar mal gleich.

Dass die Handlung in Ego-Shootern traditionell recht dünn sein darf, ist bekannt. Crysis 3 macht da keine Ausnahme. Zwar wird euch die Geschichte bildgewaltig in beeindruckenden Zwischensequenzen erzählt, aber wer die Vorgänger nicht gespielt hat, wird Mühe haben bei der diffusen Geschichte überhaupt mitzukommen. Da hilft es auch nur bedingt, dass die Vorgeschichte extra in einem kurzen Video zusammengefasst wurde und ihr im Spiel Dateneinträge zu verschiedenen Themen finden könnt. Allgemein ist die Handlung recht vorhersehbar und klischeehaft aufgebaut. Die möglichen Konfliktpunkte, etwa, dass Prophet wegen der zunehmenden Integration zwischen seinem Körper und seinem Nanosuit kaum mehr Menschliches an sich hat oder Psychos traumatische Erfahrungen bei der Entfernung seines Nanosuits, werden kaum aufgearbeitet und gehen im müden Blubbern der Haupthandlung verloren. Letztendlich ist die Kampagne auch einfach zu kurz, um ein starkes Band zwischen dem Spieler und den Figuren zu erschaffen. Das Schicksal der Protagonisten hat uns beim Durchspielen deshalb weitgehend kalt gelassen.
 Autor:
Frank Ziegler
Testbericht
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Leserwertung:
7.2