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Der Puppenspieler

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Unbeschreibliches Bühnenbild 
Sieht der Puppenspieler fantastisch aus? Ja, es lässt sich gar nicht oft genug betonen. Jedes Objekt in der Spielwelt wirkt wie aus einer virtuellen Holzwerkstatt und Näherei. Ständig fällt das Bühnenbild zusammen und lässt eine neue Szenerie aufblühen. Keine Sequenz oder ein Level gleicht dem anderen. Zu diesem großen Arbeitsaufwand wurde gleichzeitig eine wunderbare Fantasy-Welt erschaffen. Der Mond bietet Platz für viele schöne Platze und gleichzeitig auch unheimliche. Der Puppenspieler vermischt dabei westliche und östliche Kulturen. Ganz besonders etliche Anspielungen zu Disney-Filmen lasen sich finden und das Halloween-Land ist natürlich stark an den Film Nightmare Before Chrismas angelehnt. Trotzdem hat das Grafikdesign gleichzeitig einen großzügigen östlichen Hauch. So erinnert zum Beispiel Poseidon stark an einen japanischen Gott und der restliche Meeresboden an Ariel die Meerjungfrau. Mit Der Puppenspieler ist eindeutig eine Synergie des kulturellen, westlichen Weltbilds von Produzent Gavin Moore und des fernöstlichen, japanischen Entwicklerteams entstanden. Wer zusätzlich noch einen 3D-Fernseher besitzt, kann das Spiel in seiner festgelegten Form erleben. Es wurde speziell mit 3D-Effekten im Hinterkopf entwickelt, was selbst ohne 3D-Fernseher auffällt. Als einzige wirklicher Kritikpunkt zur grafischen Qualität ist nur der Aufklapp-Effekt zu erwähnen. In Zwischensequenzen fällt die Kulisse immer wieder in kurzen Abstanden zusammen und baut sich neu auf. Dier Effekt wird schnell ermüdend und nimmt dem Spiel das Gefühl eine teilweise echte Puppenspielshow präsentiert zu bekommen. Im Spiel können die unvorbereiteten, wachsenden Levels desorientieren und einen falsche Entscheidungen treffen lassen. Ein kleines Manko eines ansonsten atemberaubenden Spieles.

Die Stimme der Marionetten
Die Musik muss sich aber auch nicht verstecken. Sie passt perfekt zum Spiel und der ganzen Atmosphäre der Welt. Da das Spiel nur in der englischen Fassung vorlag, kann nur die fabelhafte, englische Sprachausgabe gepriesen werden. Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Stimmen und Akzenten, welche jeden Charakter individuell unterstreichen. Vom Hörensagen soll aber auch die deutsche Sprachausgabe sehr gut gelungen sein. Ein wichtiges Grundvoraussetzung, damit Kinder nichts von der Sprachgewalt und dem Charme des Spieles verlieren. Die Sprachgewalt ist aber trotz ihrer Qualität ein Problem. Es vergeht nämlich keine Sekunde, wo ein Charakter nicht spricht oder etwas kommentiert. Diesnimmt solche Ausmaße an, dass es stark auf die Nerven gehen kann. Irgendwann wünscht sich auch der geduldigste Spieler, einfach nur das Spiel in Ruhe genießen zu dürfen. Ohne ständig angequatscht zu werden. Das Schlimmste ist aber das Publikum, welches zwar nicht sichtbar ist, aber mit billigen Stock-Tracks die Szenen „untermalt“. Es wäre um vieles schöner gewesen, eine authentischere Sound-Kulisse spendiert zu bekommen.
 Autor:
Björn Apel
Testbericht
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Leserwertung:
10.0