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DmC - Devil May Cry: Vergil´s Downfall DLC

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 Spiel-Infos: DmC - Devil May Cry: Vergil´s Downfall DLC
DmC - Devil May Cry Boxart Name: DmC - Devil May Cry: Vergil´s Downfall DLC (PAL)
Entwickler: Ninja Theory
Publisher: Capcom
Erhältlich seit: 15. Januar 2013
Genre: Action
Spieler: 1
Features:
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Viele Spiele wollen eine Geschichte erzählen. Die Einen können das mal mehr, die Anderen weniger gut. Und wieder andere sind so rund und stimmig, dass sie vom Charakteraufbau und der Erzählung manchem großen Kinofilm ein Schnippchen schlagen. Solche Spiele, wie zum Beispiel Portal 2 oder das Cel-Shading Prince of Persia von 2008, sollten für sich alleine stehen bleiben dürfen und nicht durch Zusatzinformationen oder teilweise sinnlose Fortsetzungen gequält werden. Letztgenanntem Spiel ist dies leider widerfahren, als 2009 mit dem Epilogue-DLC das Finale des Hauptspiels ad absurdum geführt wurde. Nun mag das im Januar erschienene DmC - Devil May Cry bei weitem nicht eine solch erzählerische Brillanz gehabt haben. Und von Fortsetzungen dürfen wir - des großen Erfolgs wegen - sicherlich ausgehen. Erwartungsgemäß ließ uns der seit dem 6. März 2013 erhältliche DLC Vergil's Downfall leider mit gespaltenen Gefühlen zurück. Warum dies so ist, erfahrt ihr in den nachfolgenden Abschnitten.
Sohn des Sparda
Die Ankündigung eines DLC´s dürfte heutzutage kaum noch einen Videospieler verwundern. Als Vergil's Downfall ans Tageslicht kam, versprach es die „unerzählte Geschichte von Vergil, dem Bruder Dantes“. Wahrscheinlich dürften einige davon ausgegangen sein, dass es sich hier um ein reines Spin-Off handelt bzw. eine Vorgeschichte zu Vergils erzählt wird. Dem ist leider nicht so. Stattdessen setzt Vergil's Downfall da an, wo das Hauptspiel endet - ähnlich wie beim oben erwähnten PoP-Epilogue. Darum eine Bitte vorweg: Wer DmC-Devil May Cry noch NICHT gespielt hat und sich nicht SPOILERN lassen will, sollte lieber sofort auf die nächste Seite wechseln und den folgenden Abschnitt überspringen.

DmC endet im 20. Kapitel damit, dass sich Vergil eigentlich nicht für die Menschheit in den Kampf mit Mundus gewagt hat, sondern um selber Dämonenkönig zu werden. Den harten Bosskampf, den wir als Dante dann mit Vergil hatten, und alles, was folgte, wird als Grundlage für den neuen Story-DLC genommen. Allerdings wird schnell klar, dass die mit sehr tollen Trickfilmen erzählten Zwischensequenzen mehr Fragen aufwerfen als sie zu beantworten. Vergil ist schwer verwundet nach seiner Niederlage gegen Dante. Als er erwacht findet er sich in einer seltsamen Welt wieder, die sehr stark an sein Elternhaus im Limbus erinnert. Kenner wissen, der Limbus an sich existiert eigentlich nicht mehr nach den Ereignissen in DmC. In insgesamt sechs Kapiteln wird nun erzählt, wie aus dem machtversessenen Vergil ein böser, von Rache getriebener, machtversessener Vergil wird. Das Geschehen, was sich scheinbar nur in seinem Kopf abspielt, scheint mehr eine Brücke zu einem DmC-Sequel schlagen zu wollen, denn nach ungefähr zwei Stunden werden wir mit einem sehr seltsamen Ende abgespeist, was nicht ganz in die komplette Charakterentwicklung von Vergil über Hauptspiel und DLC passen mag.
 Autor:
Sascha P. Ritter
Testbericht
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Leserwertung:
8.3