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DmC - Devil May Cry

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Der größte Unterschied zwischen DmC und seinen Vorgängern liegt wohl in der Ausrichtung der Serie. Waren die alten Spiele noch von der typischen japanischen Kultur durchsetzt, erweist sich der Reboot als stark westlich angehauchtes Spektakel. Das zeigt sich in erster Linie natürlich an Dante, dessen äußeres Erscheinungsbild vorab enorme Kritik einstecken musste. Und auch wenn es an Dante vor allem sein sehr jugendliches Gesicht zu kritisieren gibt, es passt ins Setting. Und seine wohlbekannten, weißen Haare erhält der Held des Spiels auch am Ende. Das hat uns ein wenig traurig gestimmt, denn alleine die kurzen, weißen Haare haben den Charakter wirklich um einiges einzigartiger aussehen lassen. Scheinbar wollte man bei Ninja Theory nicht nur einen Reboot anstreben, sondern dem Spiel gleichzeitig leichte Prequel-Züge verleihen. Und sollte der wirtschaftliche Erfolg stimmen, wird es sicherlich auch einen Nachfolger zu DmC geben. Dann mit einem den Wurzeln näheren Dante.

Ebony and Ivory in perfect harmony
Ein Videospiel kann eine noch so tolle und atmosphärische Story haben, wenn das Gameplay Käse ist, stinkt das ganze Spiel vor sich hin. Und wir können Entwarnung geben: DmC ist spielerisch unglaublich gut gelungen! In typischer Hack'n'Slay-Manier drescht ihr mit Rebellion, dem Schwert, was ihr von eurem Vater Sparda geerbt habt, auf eure Gegner ein und durchsiebt die Dämonen mit unzähligen Kugeln aus Ebony und Ivory. Und im Laufe der insgesamt zwanzig Missionen schaltet ihr noch jeweils zwei Schuss-, zwei Dämonen- und zwei Engelswaffen frei. Dabei gilt, dass die teuflischen Waffen eher langsam, dafür brachial sind, die Engelsklingen dafür filigran und enorm schnell. Der Wechsel zwischen den Waffen geht dabei in erster Linie über die Schultertasten und spielt sich, trotz regelrechter Belagerung an Tastenkombinationen, sehr flüssig und intuitiv. Das Kombo-System wurde im Vergleich mit den Vorgängern leicht entschlackt und jede Klinge verfügt im Grunde über drei Arten von Attacken: das Heranziehen des Gegners oder an den Gegner, der normale Standardangriff und eine Art Schleuderschlag, der den Dämon oder die Klinge in die Luft befördert. Letzteres wird vor allem dann interessant, wenn sich über euch etwas befindet, was den Gegner sofort dahinrafft, wie zum Beispiel das sich rasant drehende Karussell in der allerersten Mission.

Sobald ihr von Dämonen angegriffen werdet, gilt es für euch aber nicht nur diese zu erledigen, sondern dies auch noch mit Stil zu bewerkstelligen. Für jeden gelungenen Angriff erhaltet ihr Stilpunkte, die euch für diesen einen Kampf im Rang aufsteigen lassen. Um allerdings höhere Punktzahlen und damit den begehrten SSS-Rang zu erreichen, müsst so viele unterschiedliche Attacken aneinanderreihen, wie es geht. Das gelingt dank der sehr intuitiven Steuerung wunderbar. Da metzeln wir den Todesritter mit Rebellion nieder, befördern dann den Stygier mit einem wuchtigen Schlag des Arbiters (eine Art Dämonenaxt) in die Luft, um uns anschließend mit dem Engelshaken an ihn heranzuziehen und die Osiris-Sense den Rest erledigen zu lassen. Solltet ihr während einer solchen Kombination selber getroffen werden, fallen eure Punkte nicht gen Null, lediglich im Rang werdet ihr ein klein wenig herabgestuft. Außerdem müsst ihr nicht pausenlos auf die Knöpfe hämmern und treffen, um euren Rang zu behalten. Ihr könnt euch auch kurz abwenden und die nächste Kaskade an Schwerthieben vorausplanen, euer Rang bleibt euch solange erhalten, wie ihr nicht selber Schaden erleidet oder der allerletzte Gegner bezwungen ist.
 Autor:
Sascha P. Ritter
Testbericht
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Leserwertung:
8.3