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DmC - Devil May Cry

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Himmel, Hölle und der ganze Rest
Ninja Theory hat sich mehr als nur ein Lob für DmC verdient, denn sie haben es verstanden, die Action des Hack'n'Slay-Titels eingängig und spektakulär zu präsentieren ohne dabei die Spielmechanik zu beschneiden. Man denke nur an ihr letztes Spiel Enslaved, das zwar eine tiefgründige Story und nette Gefechte mit Robotern bot, aber dann in den Kletterabschnitten von einem Zweijährigen bewältigt hätte werden können. Zwar ist DmC auch den Umständen entsprechend einfach und viel zu kurz, doch nach einmaligem Durchspielen öffnet sich für euch der sehr schwere Son of Sparda-Modus, welcher wiederum nach seiner Bewältigung weitere, noch härtere Spielmodi freischaltet. Diese sind auch bitter nötig, denn spielerische Abwechslung gibt es nur selten in DmC. Zwar könnt ihr die einzelnen Level ausgiebig erkunden und dabei Schlüssel und Geheimtüren finden, die euch spezielle Herausforderungsmissionen bieten (ähnlich wie die einzelnen Herausforderungen in God of War), aber während des Hauptspiels geht es überwiegend um das Schnetzeln eurer Feinde. Die vereinzelten Sprungpassagen in den herausragend gestalteten Leveln und das einzige, fast schon überflüssig wirkende Rätsel kurz vor Schluss, dürften auf Dauer nicht allzu motivierend ausfallen. Und apropos Dauer: Mit siebeneinhalb Spielstunden auf dem höchsten, am Anfang zur Verfügung stehenden Schwierigkeitsgrad, ist DmC wohl eher als Fast-Food unter den Videospielen zu bezeichnen.

Auf den ersten Blick ist DmC eine Augenweide, denn die Level erfreuen sich eines grandiosen Designs und die ein oder andere kreative Idee floss auch in die Bosskämpfe mit ein. Allerdings beschränken sich diese auf die inszenatorischen Ebene. Die Präsentation der Handlung steht in DmC eindeutig im Vordergrund, weswegen der Plot, der über etliche Gesellschaftskritiken verfügt, leicht verdrängt wird. Und bis auf die permanente Anwendung des Lens Flare-Effektes, der in wirklich jeder Kameraeinstellung ins Auge sticht, gibt es daran auch wenig zu mäkeln. Auch die musikalische Untermalung von Combichrist kann sich durchaus „hören“ lassen. Der rockige, an manchen Stellen auch elektronische Soundtrack passt nahtlos in den Stil des Spiels.
 Autor:
Sascha P. Ritter
Testbericht
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Leserwertung:
8.3