PlayStation 3 » Tests » F » F1 2012 (Xbox 360)

F1 2012 (Xbox 360)

-> Drucken Spiel-Infos ein-/ausblenden...
 Spiel-Infos: F1 2012 (Xbox 360)
F1 2012 Boxart Name: F1 2012 (Xbox 360) (PAL)
Entwickler: Codemasters Racing
Publisher: Codemasters
Erhältlich seit: 21. September 2012
Genre: Racer - Simulation
Spieler: 1-16
Features:
keine

Dieser Test basiert auf der Xbox 360-Version. Kleinere Abweichungen im Vergleich zur entsprechenden PlayStation 3-Fassung sind deshalb nicht völlig ausgeschlossen.

     
Die Formel 1 verliert eine wahre Ikone: Michael Schumacher beendet seine Karriere als aktiver Rennfahrer. Beinahe zeitgleich zu dieser Meldung erschien das brandneue F1 2012 von Codemasters Racing im Handel. Ist der neue 'Young Drivers Test Challenge'-Modus ein Wink des Schicksals? Gibt euch das Spiel die Möglichkeit in die Fußstapfen des siebenfachen Weltmeisters zu treten? Vermutlich nicht. Dennoch bietet F1 2012 herausforderndes Gameplay wie eh und je, das die Mechaniken des Vorbilds brillant ins heimische Wohnzimmer überträgt. Doch leider fährt man in manchen Abschnitten den anderen Genre-Vertretern hinterher, was eine Überarbeitung des Spiels für das Jahr 2013 zur Pflicht macht...

Wo ist der Formel 1-Zirkus?
Wenn man die F1-Rennen am Sonntagnachmittag regelmäßig verfolgt, so sollte einem die Bezeichnung „Formel 1-Zirkus“ ein Begriff sein. Gemeint sind keine Elefanten oder Clowns, sondern das spektakuläre Drumherum abseits der Rennen. Die lokale Prominenz ist vertreten, die Reichen dieser Welt geben sich ein Stelldichein und hysterische Fans füllen die Tribünen. Der Austragungsort des Rennens feiert quasi eine riesige Party. Von dieser Festival-Atmosphäre bleibt in F1 2012 leider nicht viel übrig. Die Entwickler konzentrieren sich viel eher auf den professionellen Teil des Sports und geraten dabei teilweise fast schon in den Bereich der klinischen Sterilität. Die Menüs des Spiels wirken durch die vielen Tabellen und Textfenster wenig einladend und so unterhält das Spiel abseits der Rennen - dem klaren Highlight des Titels - nur mäßig. Doch auch während man so seine Runden dreht vermisst man stellenweise das richtige Flair. Wieso gibt es keine Originalkommentare von Heiko Wasser und Christian Danner? Keine Nachbesprechung von Nicki Lauda? Im Grunde mangelt es abseits des Rennstahls an vielen Dingen, die der Atmosphäre zuträglich wären - sogar die eher mäßigen Interviewsituationen aus dem Vorgänger wurden gestrichen anstatt sie zu optimieren. Da zeigt die Konkurrenz, wie etwa das kommende Forza Horizon, wie es besser geht.

Ein Tutorial als Highlight
Startet man das Spiel zum ersten Mal, so überrascht vor allem die große Vielfalt an Spielmodi. Neben den klassischen Einzelrennen und dem Zeitfahren bietet F1 2012 auch brandneue Modi - auf Kosten eines Fan-Favoriten. Doch dazu später mehr. Am meisten beworben wurde im Vorfeld der neue Young Drivers Test-Modus, der euch in die Haut eines angehenden Profis steckt. Unter dem Schirm eines etablierten Rennstahls müsst ihr so zu Beginn des Spiels in verschiedenen kleineren Aufgaben euer Talent hinterm Gaspedal beweisen. Es gilt beispielswiese auf eine bestimmte Geschwindigkeit zu beschleunigen und anschließend rechtzeitig zu bremsen oder Kurven mit geringstmöglichem Zeitverlust zu schneiden. Was sich im ersten Moment spannend anhört, entpuppt sich lediglich als hübsch aufgemachtes Tutorial, das so keinen spielerischen Mehrwert bietet. Für Neulinge hilfreich, Fans der Vorgänger dürften genervt mit den Augen rollen.
 Autor:
Robert Stotzem
Testbericht
Zur Screengalerie
Screenshots:
Leserwertung:
-