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Fairy Fencer F

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 Spiel-Infos: Fairy Fencer F
Fairy Fencer F Boxart Name: Fairy Fencer F (PAL)
Entwickler: Compile Heart
Publisher: NIS America
Erhältlich seit: 26. September 2014
Genre: Rollenspiel - Action-RPG
Spieler: 1
Features:
keine
Wer dachte, dass gleichzeitig mit dem Erscheinen der PlayStation 4, der Spiele-Support für die  Vorgängerkonsole versiegen würde, der ist im letzten Jahr eines Besseren belehrt worden. Neben vielen bekannten großen Marken, die den Schritt auf die neuen Konsolen noch nicht wagen oder als sogenannte „Cross-Gen-Titel“ erscheinen, gibt es zusätzlich immer noch Spiele, die - meist unter dem Radar und speziell für eine kleine Nische an Fans - exklusiv für die PlayStation 3 erscheinen. Dazu zählen vor allem japanische Projekte mit kleinerem bis mittlerem Budget, wie beispielsweise viele Titel aus dem Hause Nippon Ichi Software und dem Entwickler Compile Heart. Von Letzterem stammt auch das J-RPG Fairy Fencer F, das bereits vor einem Jahr in Japan erschien und erst jetzt auch seinen Weg in die hiesigen Händlerregale gefunden hat. Ob sich das Warten gelohnt hat und ob große Namen wie Nobuo Uematsu oder Yoshitaka Amano, mit denen das Spiel wirbt, dabei geholfen haben, erfahrt ihr nun in unserer Review. 

Die Fee, die eine Waffe ist!
In Fairy Fencer F rückt der Junge Fang in den Mittelpunkt, der eines Tages von einem legendären Schwert hört, das einem jeden Wunsch erfüllen soll, wenn man es aus dem Stein ziehen kann. Gesagt getan, zieht Fang es mit Leichtigkeit heraus und erträumt sich schon ein Leben voller Essen, Schlafen und Nichtstun. Überraschenderweise stellt sich das Schwert aber als eine Fee namens Eryn heraus, die dem Jungen erklärt, dass er nun ein sogenannter Fencer sei und die Aufgabe habe, alle magischen Waffen auf der Welt zu finden, um die in den Schlaf gefallene Göttin zu befreien. Zwar hat Fang darauf keine Lust, willigt aber später trotzdem ein, auch um Eryn dabei zu helfen ihre Erinnerungen zurückzugewinnen. Von hier ab beginnt eine Geschichte mit vielen skurrilen Figuren und eigenwilligem japanischen Humor, die aber lange Zeit vor sich hinplätschert. Wer nichts mit den vielen plumpen japanischen Klischeecharakteren und lang gezogenen Gesprächen anfangen kann, der wird hier schnell genervt sein. Erst zum Ende hin nimmt die Handlung etwas Fahrt auf und zeigt, dass sie auch anders kann, als nur witzig zu sein. Erzählt wird das ganze hauptsächlich in Form von gezeichneten Anime-Standbildern, wie man es zum Beispiel auch öfters aus den Tales of-Spielen kennt.
Etwas hiervon und etwas davon
Auf eurem Weg alle magischen Waffen beziehungsweise Feen zu sammeln, bewegt ihr euch die meiste Zeit in Dungeons, die ihr zuvor per Klick auf der Weltkarte ausgewählt habt. Frei begehbare Städte oder Ähnliches gibt es nicht, sondern werden stets nur per Point und Klick besucht. Dort nehmt ihr Nebenmissionen von einer Gilde an, in denen ihr zum Beispiel bestimmte Materialien oder Monster besiegen müsst, wodurch ihr neue Belohnungen erhaltet und gleichzeitig im Rang aufsteigt um so wiederum neue Missionen freizuschalten. In den Dungeons selbst laufen die Gegner sichtbar herum und können wie beispielsweise in Final Fantasy XIII-2 geschlagen werden, um den Kampf zu starten und einen Vorteil zu gewinnen. Anders herum können euch aber auch die Monster zuerst angreifen, wodurch ihr mit einem Kampfnachteil startet. Gekämpft wird in einer separaten Kampfarena und einem erweiterten Kampfsystem aus Hyperdimension Neptuna. In quasi abwechselnden Runden könnt ihr euch in der Arena frei bewegen und jeweils eine Aktion wie Schlagen oder Magie ausführen. Eine Besonderheit ist hier das sogenannte „fairizing“, das es euch ermöglicht im Kampf mit eurem Feenpartner zu verschmelzen, wenn eine bestimmte Anzeigenleiste gefüllt ist, und so einen gewaltigen Stärkebonus zu erhalten. Die Kämpfe bleiben bis zum Ende relativ gemächlich und man kommt gerade bei etwas Training nur selten wirklich in Gefahr. Als Erfahrung dienen sogenannte Feenpunkte, mit denen ihr eure Statuswerte verbessern oder neue Fähigkeiten erlernen könnt. Das alles wird euch auch lang und breit in vielen Tutorials beigebracht, die gerne mal den eigentlichen Spielfluss unterbrechen könnnen. Als zusätzliche Herausforderung dienen noch die charakterspezifischen Ziele, mit denen man eine gute Zeit lang beschäftigt sein kann und die man auch nach einmaligen Durchspielen noch längst nicht geschafft hat.
 Autor:
Christoph Jäger
Testbericht
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Leserwertung:
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