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Far Cry 4 (One)

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Leider hat mich die Story des Spiels nicht überzeugen können. Der Konflikt zwischen Mins Regime und der Rebellengruppe "Der goldene Pfad" weiß nicht zu überzeugen. Das liegt vor allem daran, dass mit Ausnahme des Antagonisten alle Charaktere im Spiel äußerst langweilig geschrieben sind. Ob ihr mit Sabals traditionellen Vision für Kyrat einverstanden seid, oder doch seiner emanzipierten Schwester zustimmt: Mich hat es letztendlich nicht interessiert. Besonders misslungen sind aber die Nebendarsteller. Die Kommandanten von König Min verschwinden so schnell wie sie gekommen sind und der Rest der Charakterriege geht dem Spieler gehörig auf die Nerven.

 
Keine Lust auf einen Solotrip
Auf den erfahrenen Far Cry-Fan warten neue Multiplayer-Modi. Statt einer separaten Koop-Kampagne könnt ihr gemeinsam mit einem Freund auf der kompletten offenen Spielwelt jagen oder kleinere Aufgaben erledigen. Besonders die schwerbewachten Forts laden geradezu dazu ein, dass man sie gemeinsam unsicher macht. Storymissionen müssen aber weiterhin alleine erledigt werden. Das macht Spaß, hat mich aber nicht besonders lange bei der Stange gehalten. PlayStation-Spieler dürften sich darüber freuen, dass nur eine Person das Spiel besitzen muss. Auch ein kompetitiver Spielmodus ist wieder im Paket. Hier hat man sich diesmal etwas eigenes einfallen lassen, statt nur ein schwaches Call of Duty im Dschungel zu sein. Ein Team ist nur mit Pfeil und Bogen bewaffnet, kann aber Tiere beschwören und unsichtbar werden. Die anderen Spieler sind aber mit reichlich Feuerkraft ausgestattet. Die Karten sind dabei sehr offen und bieten genug Laufwege für strategisches Vorgehen. Mir hat dieser Teil des Spiels ganz gut gefallen. Leider waren die Server von Ubisoft nicht immer verlässlich.

Fazit
Far Cry 4 birgt keine große Überraschungen. Wer den Vorgänger bereits gespielt hat, wird sich schnell zurechtfinden. Böse Zungen würden sogar behaupten, dass hier nur ein neues Setting inklusive fiesem Gegenspieler eingeführt wurde - und so ganz kann ich nicht widersprechen. Far Cry 4 ist eher ein Far Cry 3.5. Ist das schlimm? Meiner Meinung nach nicht, denn das Gameplay-Grundgerüst hat schon damals funktioniert und wurde nun noch im Detail verbessert. Spaß macht dieser Ego-Shooter auf alle Fälle. Meine Kritikpunkte fallen angesichts der Vielzahl von Stunden, die ich bereits in Kyrat verbracht habe, nicht allzu stark ins Gewicht.

Daher für Einzelspieler sehr gut und im Mehrspieler-Modus gut.
 Autor:
Robert Stotzem
Testbericht
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Leserwertung:
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