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Fist of the North Star: Ken´s Rage 2

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 Spiel-Infos: Fist of the North Star: Ken´s Rage 2
Fist of the North Star: Ken´s Rage 2 Boxart Name: Fist of the North Star: Ken´s Rage 2 (PAL)
Entwickler: Koei
Publisher: Tecmo Koei Games
Erhältlich seit: 08. Februar 2013
Genre: Action
Spieler: 1-2 (offline), 1-8 (online)
Features:
keine
Der Nordstern, oder auch Polaris genannt, war in der Antike gerne gesehenes Navigationsmittel zur Bestimmung der nördlichen Himmelsrichtung. Ihr findet ihn, solltet ihr einmal in der tiefschwarzen Nacht unterwegs sein, indem ihr den sternenklaren Himmel nach dem Großen Wagen absucht und eine große Verbindungslinie zwischen den beiden äußeren, hellsten Sternen zieht und diese verlängert. Der Polarstern liegt auf eben dieser gedachten Linie. Und wenn ihr den Großen Wagen nicht findet, schnappt euch euer Smartphone und googelt nach ihm.
»Warum bekommen wir diesen langweiligen Monolog über Navigation vorgesetzt, anstelle einer knackigen Analyse von Fist of the North Star: Ken's Rage 2?«, fragt ihr euch sicherlich. Die Antwort ist simpel: Im direkten Vergleich sprudelt diese Einleitung nur so über vor Kreativität. Ganz anders als der mittlerweile zweite Auftritt von Kenshiro, der Faust des Nordsterns, in der derzeitigen Konsolengeneration. Warum dies so ist, erfahrt ihr in dieser vielleicht nicht ganz so knackigen Analyse des Spiels.
 
Kenshiro, die Faust des Nordsterns
Im Jahr 2013 feiert die Mangaserie Fist of the North Star ihr dreißigjähriges Bestehen. 245 Kapitel in 27 Sammelbänden umfasst die Geschichte um Kenshiro, der als Meister der Kampfsportart Hokuto Shinken in einer postapokalyptischen Welt gegen herumlungernde Räuberbanden und andere Bösewichter für Gerechtigkeit kämpft. Ken's Rage 2 ist das mittlerweile 22. Videospiel, das direkt auf den Mangas basiert. Diese Comic-Herkunft merkt man dem Spiel auch an, denn die Geschichten des Spiels werden nicht nur episodenhaft, sondern teilweise auch in Form von Standbildern erzählt. Diese sind allerdings nicht wie bei inFamous oder Asuras Wrath gezeichnet. Man entschied sich stattdessen für dieselben Charaktermodelle, die auch während des Spielens und der Zwischensequenzen verwendet werden. Richtig gelesen: Ken's Rage 2 nutzt Zwischensequenzen UND Standbilder, um die Geschichte zu erzählen. Nichts Halbes und nichts Ganzes, könnte man sagen. Wenn dann wenigstens die Story einigermaßen eingängig wäre, doch zum Einen macht es der episodenhafte Stil recht schwer eine Bindung zu den ziemlich langweiligen Charakteren zu erschaffen und zum Anderen verwehrt sich dadurch das Spiel jeglichem erzählerischem Anreiz.
Wie ein Ei dem anderen
Wenn nun ein Spiel nicht durch seinen Plot überzeugen kann, muss wenigstens das Gameplay stimmen. Aber leider muss man auch hier einräumen, dass selbst ein Nachtspaziergang in schwärzester Dunkelheit abwechlungsreicher ist. Abgesehen von den Bossgegnern, die recht fordernd sind, prügelt sich Kenshiro auf euren Geheiß hin nur mit einer wahrhaft apokalyptisch-großen Anzahl an Klonkriegern. Zwar machen euch die Steuerung und die Kamera manchmal einen Strich durch die Rechnung, doch größtenteils sind diese Abschnitte viel zu leicht, egal welche Gegnerhorden auf euch warten. Und es ist stets dasselbe: erst wird höchst pathetisch und lahm der Grund für Kenshiros Kämpfe erzählt, dann werdet ihr durch sterile Levels geschleust (passt allerdings zum postapokalyptischen Szenario), in denen Feinde ohne Ende auf euch warten. Und viel zu selten versucht Ken's Rage 2 euch hier vor wirkliche Herausforderungen zu stellen, denn die Gegnertypen wiederholen sich immer und immer wieder.
 Autor:
Sascha P. Ritter
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
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