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Ghost Recon: Future Soldier (Xbox 360)

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Insgesamt stehen euch vier Mehrspieler-Modi zur Auswahl. Das hört sich zwar gemessen an der Konkurrenz nach etwas wenig an, doch durch gelungenes Kartedesign und abwechslungsreiche Matches kommt hier auch nach längerer Spieldauer keine Langeweile auf. Im Modus Konflikt gilt es für die beiden konkurrierenden Teams in Zeitabständen diverse Ziele zu halten oder einzunehmen. Dabei kann es sich um einfache Orte auf der Karte, aber auch um einen Spieler handeln! Köder ist ähnlich, aber durch einen cleveren Twist ein gänzliches anderes Spielerlebnis. Auf dem Spielfeld gibt es drei verschiedene Ziele, die das angreifende Team attackieren muss. Doch nur eines davon besitzt Relevanz, die anderen zwei sind - wie der Name des Modus andeutet - lediglich Köder. Ist das richtige Ziel gefunden und eingenommen, erscheint der letzte umkämpfte Ort. Der klassische "Zerstöre das Ziel mit dem Sprengsatz"-Modus nennt sich bei Future Soldier Saboteur. Für Taktiker stellt Belagerung wohl das Highlight dar. Mit nur einem Leben pro Runde ausgestattet, gilt es unter Zeitdruck ein Ziel einzunehmen. Simpel, aber dafür umso packender. Dank des aus der Kampagne bekannten Deckungsmodus, kann man sich sicher und kontrolliert bewegen. Zum Glück, denn ohne gezieltes Vorgehen landet man schneller im Kugelhagel der Gegner, als es einem lieb ist - bei einem Modus ohne Respawn umso wichtiger. Insgesamt kommt so der Taktik-Aspekt auch im Mehrspielermodus nicht zu kurz.
 
FAZIT
Call of Duty, Battlefield; darf ich euch bekannt machen mit ernsthafter Konkurrenz? Ghost Recon: Future Soldier von Ubisoft zeigt euch zumindest in Sachen Storymodus, wie es richtig gemacht wird. Natürlich, die Optik ist nicht so sauber wie die von Battlefield, die Inszenierung nicht ganz so mitreißend wie bei Call of Duty - trotzdem, was man hier abgeliefert hat, verdient Anerkennung. Nach einem gut balancierten Einstiegstutorial, das auch Anfängern das Leben nicht zu schwer macht, dreht das Spiel voll auf. Besonders gut gelungen: Jede Mission spielt sich anders und gibt euch das typische "Nur-noch-ein-Level"-Gefühl. Das liegt nicht nur an den spannenden Settings, die auch innerhalb der einzelnen Missionen wechseln ohne dass es konstruiert wirkt, sondern auch am motivierenden Aufbau der Kampagne. Vor fast jeder Mission wird euch ein neues Hightech-Spielzeug in die Hand gedrückt, das ihr im Folgenden ausprobieren dürft - so kommt keine Langweile auf. Zusätzlich wurde auch technisch fast alles richtig gemacht. Die Bewegungsanimationen sind butterweich, der Stil, sowie das Setting außergewöhnlich gut gelungen. Auf nähere Betrachtung unsaubere Texturen und so manch steife Gesichtsanimation fallen da nicht sonderlich stark ins Gewicht. Achja, haben wir erwähnt, dass das Spiel für noch mehr Spaß auch mit bis zu drei Mitspielern im Koop spielbar ist? Bei den koordinierten Absprachen während den perfekt dosierten Stealth und Action-Passagen vergisst man dann auch leichter so manch plumpen Dialog. Etwas weniger Automatisierung beim heimlichen Ausschalten der Gegner wäre allerdings wünschenswert gewesen. Unterm Strich ist der Storymodus von überdurchschnittlicher Qualität und weiß mit toller Inszenierung und viel Abwechslung zu begeistern. Kinect ist für den ebenfalls gut gelungenen Gunsmith-Modus überflüssig und auch Guerilla lässt man wohl in der Regel außen vor. Da sorgt die Kampagne (und auch der kompetitive Multiplayer) für deutlich mehr Spaß!

Im Mehrspieler-Modus profitiert die Kampagne von deutlich mehr Anspruch und einem besseren Gefühl für das Agieren im Squad. Der kompetitive Mehrspieler-Part zeichnet sich durch ideenreichtum und Kreativität aus. Fokus auf Teamplay, gutes Kartendesign und abwechslungsreiche Spielmodu sorgen für sehr viel Spaß!

Daher für Einzelspieler gut bis sehr gut und im Mehrspielermodus sehr gut.
 Autor:
Robert Stotzem
Testbericht
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