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God of War: Ascension

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 Spiel-Infos: God of War: Ascension
God of War: Ascension Boxart Name: God of War: Ascension (PAL)
Entwickler: SCE Studios Santa Monica
Publisher: Sony Computer Entertainment Europe (SCEE)
Erhältlich seit: 13. März 2013
Genre: Action
Spieler: 1 (offline); 2-8 (online)
Features:
Online-Pass
Der Sturz in die Tiefe bringt Erlösung. Unser vom Schicksal gebrochene Held wankt mit schweren Schritten auf den Rand der Klippe auf die tosenden Wellen der Ägäis zu, um den Dämonen der Vergangenheit, die ihn gefangen halten, entfliehen zu können. Nur ein kurzer Augenblick des freien Falls und er wäre jegliche Schmerzen los, die er dem Kriegsgott Ares zu verdanken hat. Ein Sklave seines Eides, ein Gefangener seiner Erinnerungen – zu viel Blut hat er vergossen. Sein Tod ist nur noch einen Herzschlag entfernt.
So begann vor sieben Jahren eine der wohl epischsten Videospielgeschichten aller Zeiten auf der PlayStation 2. Etliche Jahre und genau fünf Spiele später ist der vom Schicksal gebrochene Held noch immer ein Gefangener. Diesmal allerdings wortwörtlich. Ob es sich lohnt, den Spartaner Kratos erneut aus seinen Fesseln zu befreien, haben wir für euch im GU-Test herausgefunden.
 
Die Vorgeschichte einer Legende
God of War: Ascension tritt ein sehr schweres Erbe an. Mit der Kerntrilogie auf PlayStation 2 und 3 und den beiden PSP-Ablegern Chains of Olympus und Ghost of Sparta betrat man nicht nur erzählerisch und inszenatorisch Neuland, sondern legte die Messlatte für gelungene Hack'n'Slay-Action auf ein neues Niveau. Ascension will dem natürlich nicht nachstehen und versprach Hintergründe zur Geschichte rund um Kratos, seinen Bluteid mit Ares und all dem Leid zu liefern, das ihn zu dem erbarmungslosen Krieger formen sollte, den die meisten von uns in den bisherigen Teilen kennengelernt haben dürften. Das größte Problem für die Entwickler Santa Monica Studios dürfte gewesen sein, den so runden Racheplot sinnvoll zu ergänzen. Ready at Dawn, den Entwicklern der beiden Spin-Offs auf der PlayStation Portable, gelang dies ganz gut, denn man suchte erst gar nicht krampfhaft nach Verbindungen zur Trilogie. Chains of Olympus erzählte eine komplett eigenständige Handlung innerhalb seiner Dienstjahre unter den olympischen Göttern. Ghost of Sparta nahm sich eine Episode aus Kratos' Zeit als Kriegsgott heraus und beleuchtete auf sehr stimmige Weise den Charakter unseres Helden. Wir sahen schon in unserem damaligen GU-Test letztgenannten Titel als eines der besten Spiele für Sonys Handheld. Von dieser Qualität ist Ascension allerdings leider etwas entfernt.
Die Santa Monica Studios entschieden sich dafür die Einzelspielerkampagne zwischen dem Blutrausch, in dem Kratos seine Frau und seine Tochter abschlachtete, und den Ereignissen aus Teil 1 spielen zu lassen. Man wollte Kratos von einer anderen Seite beleuchten, den emotionalen Abschnitt seiner Seele präsentieren und seine Entwicklung hin zum Racheengel aufzeigen. Das misslingt leider. Sofort zu Beginn befindet sich Kratos in der Gefangenschaft der Furien, die all diejenigen Sterblichen dafür bestrafen, dass sie einen Eid mit einem Gott gebrochen haben. Natürlich ist es für den Kriegsgott in Spe ein Leichtes aus der Gefangenschaft zu entkommen und sich seinen Weg in die Freiheit zu metzeln. Allerdings wird im Verlauf der Handlung kaum klar, was nun dieser Plot mit der epischen Geschichte der Trilogie zu tun haben soll. Und die wenigen Augenblicke, die eine Verbindung präsentieren wollen, erscheinen überflüssig und ohne jeglichen Aha-Moment. Und anders als Ghost of Sparta gelingt es Ascension nicht Kratos' Persönlichkeit neue Facetten abzugewinnen. Die versprochene „Entwicklung“ entpuppt sich am Ende leider als billiger Zaubertrick.
 Autor:
Sascha P. Ritter
Testbericht
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Leserwertung:
7.8