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J-Stars Victory Versus + (PS4)

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Kämpfen mit den Anime-Legenden
Aber kommen wir zum Hauptaspekt des Spiels. Wie sieht es denn nun mit den Kämpfen aus? J-Stars Victory VS+ kann man am ehesten mit anderen 3D-Anime-Prügelspielen wie der Naruto Storm-Reihe oder den jüngsten Dragon Ball-Spielen vergleichen. Jeder Charakter hat ein paar simple Tastenkombinationen für starke, langsame und schnelle leichte Angriffe, sowie einige wenige Spezial-Attacken. Wichtig ist es hierbei vor allem, den/die Gegner nicht aus den Augen zu verlieren und die Übersicht über das Geschehen zu bewahren, was bei bis zu 6 Figuren gleichzeitig ziemlich chaotisch werden kann. In relativ weitläufigen und aus Anime/Manga bekannten Schauplätzen kämpft ihr (wahlweise) in Einzel-oder Team-Kämpfen. Letztere bestehen aus 2vs2 Kämpfen, bei denen der zweite Charakter eures Teams entweder von der KI oder einem lokalen Mitspieler gesteuert werden kann. Ein vorher zusätzlich ausgewählter dritter Hilfscharakter kann dabei außerdem noch ab und zu für kurze Angriffe ins Spiel gerufen werden, wie man es auch von den Naruto-Storm-Spielen kennt. Während des Kampfes kann der zu steuernde Charakter übrigens nicht gewechselt werden. 

Die wirklich große Spieltiefe gibt es hier zwar nicht zu meistern, was vor allem an der etwas trägen Block- und Ausweich-Mechanik sowie an der eher langsamen Fortbewegung im Kampf  liegt, aber dafür wirken die Treffer stets wuchtig und Action-reich. Da die Umgebung zerstörbar ist, kann man so zum Beispiel die Feinde auch mal mit einem einzigen Schlag durch mehrere Hausfassaden fliegen lassen. Wer eine Weile ohne Gegentreffer auskommt, kann übrigens einen Spezialmodus aktivieren, in dem man wiederum seinen „Ultimativen Angriff“ ausführen kann. Wie auch bei den restlichen Attacken, ist dieser individuell auf jeden Charakter zugeschnitten und kann von einem einmaligen riesigen Feuerball bis hin zu langanhaltenden Transformationen reichen. Aufgrund der Größe des Kämpfer-Aufgebots kommt es hierbei aber unfreiwillig zu Balancing-Problemen, welche aber beim Spielen gegen die CPU-Gegner kein allzu großes Hindernis darstellen. Praktischerweise speichert das Spiel bei Bedarf nach jedem Kampf eine Aufzeichnung, wodurch ihr eure spektakulärsten Siege nun ganz einfach nochmal anschauen könnt. Wer mit den oben genannten Spielen bereits Spaß hatte, dem dürften die Kämpfe in J-Stars Victory VS+ auch zusagen, insofern man mit der etwas geringeren Geschwindigkeit und Dynamik zurechtkommt.

Vertane Chancen im Splitscreen
Neben dem J-Abenteuermodus gibt es selbstverständlich auch noch klassische Modi wie „Freier Kampf“, „Arcade“ oder „Siegstraße“, bei der man gegen eine Vielzahl von Gegnern hintereinander bestehen muss. Alle Modi können je nach Belieben allein oder komplett im lokalen Splitscreen gespielt werden. Der große Nachteil bei letzterem Modus ist allerdings die äußerst ungünstige Bildschirmaufteilung. Die Energie-und Status-Anzeigen sind auf beiden Bildschirm-Hälften so verschwenderisch groß dargestellt, dass effektiv gerade mal ein Viertel davon als Spielausschnitt dient. Wer nicht gerade einen übergroßen TV oder Beamer bei sich zu Hause stehen hat, der wird hier Schwierigkeiten haben, dem Geschehen folgen zu können.
 Autor:
Christoph Jäger
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