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Killer is Dead

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 Spiel-Infos: Killer is Dead
Killer is Dead Boxart Name: Killer is Dead (PAL)
Entwickler: Grasshopper Manufacture
Publisher: Deep Silver
Erhältlich seit: 30. August 2013
Genre: Adventure - Action Adventure
Spieler: 1
Features:
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Ein einzelner Strahl des Mondlichts fällt sachte in das Gesicht eines Mannes und spiegelt sich in den Gläsern seiner Brille. Der Mann im perfekt sitzenden Anzug blickt nach oben, wandert mit den Augen Krater über Krater ab und verharrt auf dem Schatten, der mit bloßem Auge kaum erkennbar ist. Der dunklen Seite des Mondes. Mondo Zappa erinnert sich zurück an die letzte Nacht, an seine seltsamen, wiederkehrenden Träume. Langsam wendet er sich ab und schüttelt den Kopf. Hat keinerlei Ahnung mehr, was denn jetzt überhaupt noch Traum oder Realität sein soll. Verwirrende Einleitung für einen Test zu Killer is Dead? Kein Wunder – denn verwirrend beschreibt das Spiel sowieso noch am Besten.
 
Die Lizenz zum Töten
Er ist ein Killer wie er im Buche steht. Skrupellos und stets galant gekleidet ist sich Mondo Zappa für keinen Auftrag zu schade – erst recht nicht, wenn eine attraktive junge Lady seine Klientin ist. Sein Markenzeichen? Am auffälligsten ist wohl sein cybernetischer Arm, der eines Morgens, als er aufgewacht einfach da war. Ein unstillbarer Hunger auf Spiegeleier begleitet den Auftragskiller auf seinen Reisen, der ganz besonders immer wieder von prall gefüllten Dekolletés angezogen wird. Und dann wäre da noch seine Sonnenbrille, die Mondo wirklich so gut wie nie abnimmt. Erst wenn er einen Auftrag beginnt und sich gegen das Böse stellt, zeigt er seine scharlachroten Augen – die selbstredend nicht das einzige Rote sind, das euch in diesem Schnetzelabenteuer begegnen. Sonderlich sachte geht es in Killer is Dead definitiv nicht zur Sache. Mondo lässt sein Katana sauber durch das Fleisch von Gegner zu Gegner gleiten und das Blut spritzt in schillernden Fontänen, während der Mond die abgetrennten Gliedmaßen von all denjenigen beleuchtet, die dumm genug waren sich Mondo in den Weg zu stellen.
 
  
Spiel, Spannung und Spiegeleier
Killer is Dead ist ein Action-Schnetzler, wie er im Buche steht. Ähnlich wie man es bereits aus Spielen wie etwa Devil May Cry kennt, wird dabei ordentlich das Katana gewetzt und mit den Schusswaffen im cybernetischen Arm jeder einzelne Gegner durchsiebt. Ganz so komplex wie in Dantes Abenteuer ist das Kampfsystem hier jedoch nicht – besondere Kombos sind eigentlich so gut wie nie möglich, aber mit purem Buttonmashing kommt man hier ebenfalls nicht voran. Eher ist das richtige Timing nötig, um im rechten Augenblick den feindlichen Angriff zu parieren und leichtfüßig auszuweichen. Schafft man letzteres im wirklich absolut letzten Moment legt sich ein schwarz-weißer Schleier über den Bildschirm und durch ordentliches Eingehacke auf die Angriffstaste attackiert man ein paar Sekunden lang blitzschnell den eigentlichen Angreifer. Etwa so, wie man es bereits von der „Witch-Time“ kennt, mit der Bayonetta den Engeln ordentlich Feuer unter den Hintern macht. Wie schon erwähnt hilft Mondo im Kampf nebst seinem Katana natürlich noch sein rundum erneuerter Arm, der über massig Funktionen verfügt. Fingerabdruckscanner sind somit kein Problem mehr, mit einem kurzen Fingerschnipsen wird ein Feuer entflammt und nicht zu vergessen dass einige Waffenaufsätze verbaut wurden. Nebst dem eigentlichen Standard-Schussaufsatz könnt ihr im Laufe einiger alternativen Missionen noch weitere erwerben – doch dazu später mehr. Ansonsten kann geballert werden, was das Zeug hält, solange der Blutvorrat nicht erschöpft ist. Der rote Lebenssaft ist nämlich der Treibstoff von Mondos linkem Arm, das automatisch bei jedem Schnitt durch frisches Fleisch von seinem Schwert aufgenommen wird. Ja, das Kampfsystem erreicht hier nicht die Raffinesse wie die beiden anderen Titel, die in diesem Absatz bereits genannt wurden. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass es trotz allem noch immer wahnsinnig Spaß macht sich durch Gegnerhorden zu schnetzeln und den Kombozähler in die Höhe zu treiben.
 Autor:
Barbara Bleier
Testbericht
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Leserwertung:
8.5