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Killzone 2

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 Spiel-Infos: Killzone 2
Killzone 2 Boxart Name: Killzone 2 (PAL)
Entwickler: Guerrilla Games
Publisher: Sony Computer Entertainment Europe (SCEE)
Erhältlich seit: 25. Februar 2009
Genre: Shooter - Ego Shooter / FPS
Spieler: 1-32
Features:
720p/1080p DD7.1, PSN Multiplayer, Trophys
Kaum ein Genre ist in dieser Zeit so populär, wie das der Ego-Shooter. Unzählige Projekte verschiedenster Artung und Qualität überschwemmen den Markt geradezu, echte Highlights sind dennoch rar gesät. Zu schwer ist es sich Profil zu verschaffen und positiv aus der breiten Masse herauszustechen. Bereits bei seiner Ankündigung Anno 2005 sorgte Killzone 2 für kontroverse Diskussionen. Der präsentierte Trailer bestach mit ungesehener optischer Brillanz und der cineastischen Dichte eines Actionfilms, war aber offensichtlich vorgerendert. Vollmundig versprach man, dass das finale Produkt dem gezeigten Material in nichts nachstehen würde. Die mediale Aufmerksamkeit war dem Spiel sicher. Das diese, schnell als leer deklarierten Versprechen tatsächlich gehalten werden würden, damit hätten wohl selbst die Optimisten der Branche nicht zu rechnen gewagt. Doch tatsächlich vermag es das Spiel sogar den Trailer optisch zu überflügeln, allerdings ohne an dessen inszenatorische Qualitäten heranzureichen. Killzone 2 ist vielleicht das technisch wie optisch fortschrittlichste Spiel dieser Konsolengeneration und verweist selbst Hochkaräter wie Epics Spiel mit der Kreissäge in ihre Schranken und wird künftig als Referenz genannt werden, an der es sich zu messen gilt.

Ein typischer Shooter?
Aber der Reihe nach. Nachdem die mutierten Aggressoren im Prequell zurückgeschlagen und an der Zerstörung der humanen Heimat “Vekta” gehindert werden konnten, holt die ISA (Interplanetary Strategic Alliance) ihrerseits zum Gegenschlag aus und plant den selbsternannten Helghast-Diktator Visari zu stürzen, tot oder lebendig. Ihr schlüpft in die Haut von Sergeant Tomas “Sev” Sevchenko und nehmt zusammen mit eurem Alpha-Squad an der Invasion teil. Dass die aggressiven “Rot-Augen” nicht einfach klein beigeben und einiges gehörig schief geht, versteht sich von selbst. Nach dem fulminanten Intro werdet ihr direkt ins Geschehen geworfen und habt den überzeugendsten Teil der Story auch bereits hinter euch. Die oberflächlich erzählte Geschichte plätschert wenig präsent vor sich hin und auch die jeweiligen Missionsziele machen klar, dass Killzone 2 das Genre nicht revolutioniert. Es ist vielmehr ein höchst konservativer Shooter auf höchstem Niveau. Nicht mehr und nicht weniger. Aufgaben vom Kaliber a la: Zerstöre die Luftabwehr, rette Kameraden oder sabotiere eine Fabrik versetzen heute niemanden mehr in Entzücken. Die hochroten explosiven Fässer sind Sinnbilder der spielerischen Bodenständigkeit. Killzone 2 ist was diesen Punkt angeht durch und durch generisch. Wer mehr von einem Shooter erwartet als geschickt zwischen den feindlichen Reihen platzierte Behälter deren Hülle ein unübersehbares Flammensymbol ziert, der wird vermutlich enttäuscht sein. Dazu passt auch das Fehlen echter Höhepunkte. Das Spiel beginnt auf sehr hohem Niveau und hält es fast durchgehend aufrecht, steigert sich aber auch zu selten darüber hinaus. Dies liegt unter anderem daran, dass Zwischen- oder Endbosse rar gesät sind und die Aufeinandertreffen zu offensichtlich aufgebaut sind. Außerdem fehlt es an ruhigen Momenten, die Action ist brachial, unerbittlich und allgegenwärtig, Zeit zum Durchatmen bleibt leider viel zu selten. Für ein wenig Abwechslung sorgen eingestreute Sequenzen in denen ihr euch kurzzeitig hinter das Steuer von Fahrzeugen oder stationären Geschützen klemmen dürft.
 Autor:
Henrik Zenses
Testbericht
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Leserwertung:
8.1