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Killzone 3

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 Spiel-Infos: Killzone 3
Killzone 3 Boxart Name: Killzone 3 (PAL)
Entwickler: Guerrilla Games
Publisher: Sony Computer Entertainment Europe (SCEE)
Erhältlich seit: 25. Februar 2011
Genre: Shooter - Ego Shooter / FPS
Spieler: 1-2 (offline), 1-32 (online)
Features:
Move-Unterstützung, 3D
Die Killzone-Reihe geht nun schon in die dritte Runde - diesmal mit prächtiger Move- und 3D-Unterstützung. Doch haben die Entwickler aus den Fehlern des zweiten Teils gelernt oder gibt es nach wie vor unverzeihliche Schnitzer, welche das Gesamterlebnis trüben?
 
Geballte Ideenlosigkeit bei der Handlung
Nachdem der Anführer der Helghast am Ende des zweiten Teils getötet wurde, dursten diese im dritten Teil nach Rache. Gleichzeitig entbrennt jedoch ein interner Machtkampf als ein einflussreicher Industrieller namens Stahl die militärische Führung an sich reißen will. Die Erzählperspektive des Spiels wechselt dabei stets zwischen den Helghast und den auf dem Planeten versprengten ISA-Truppen, die um ihr Überleben kämpfen. Falls ihr glaubt, dass sich dies schon wenig originell anhört, dann wechselt besser gleich zum nächsten Abschnitt. Es wird nämlich nicht besser. Unsere Helden sind die üblichen 08/15-Marines aus der Retorte, die einen Intelligenzquotienten knapp über Zimmertemperatur haben und dies in ihren Dialogen immer wieder unter Beweis stellen. „Scheiße, ja!“ „Über ein Duzend? Also zwölf.“ Das sind nur einige Beispiele des „gelungenen“ Drehbuchs. Aber es geht noch schlimmer. Wollt ihr nicht doch lieber zum nächsten Abschnitt wechseln? Nein? Gut, ihr wurdet ein letztes Mal gewarnt. Denn noch ideenloser als die Darstellung der Helden ist jene der Bösewichter. Die Helghast sind nämlich nichts anderes als Weltraum-Nazis inklusive rot-weiß-schwarzer Armbinde, welche allerdings eine andere Symbolik verwendet. Die Parallelen sind dabei so aufdringlich und geschmacklos, dass sie nicht von der Hand zu weisen sind. Ein General des inneren Führungszirkels ist Hitler sogar wie aus dem Gesicht geschnitten. Es drängt sich die Frage auf, ob die Fantasie der Verantwortlichen bei Guerilla Games wirklich derartig beschränkt ist, dass sie nicht mehr abliefern können als einen Zweiten Weltkriegsshooter im Weltraum? Glücklicherweise kann man die Zwischensequenzen aber jederzeit überspringen.
http://playstation3.gaming-universe.de/screens/test_killzone3_01.jpg Spielerische Glanzleistung
Im eigentlichen Spiel bekommt ihr hingegen einiges geboten. Action wird hier stets großgeschrieben und euch in geballter Ladung präsentiert. Langweilig wird Killzone 3 abseits der Videosequenzen somit nie. Egal ob Scharfschützenduell oder Kämpfe in luftigen Höhen via Jet-Pack - das Missionsdesign ist sehr abwechslungsreich gestaltet und die virtuelle Luft ist mehr als einmal zum Zerreißen gespannt. Einmal verschlägt es euch sogar in einen außerirdischen Dschungel, in dem ihr unbemerkt von den Gegnern vorankommen müsst. Dazu schleicht ihr euch hinterrücks an die Helghast-Soldaten heran und erledigt diese mit Hilfe eines Nahkampfangriffs. Immer wieder gibt es auch Abschnitte in denen ihr die Kontrolle über ein Fahrzeug übernehmen müsst. Diese sind größtenteils sehr gut gelungen. Einzige Ausnahme bildet hier der Fahrzeugabschnitt in der Schneelandschaft. Teilweise lässt sich hier überhaupt nicht erkennen wohin ihr euer Fahrzeug steuern müsst und so müsst ihr euch per „trial and error“-Prinzip vorantasten. Nebenbei sollt ihr euch dann auch noch angreifender Helghast erwehren, die ihr stellenweise gar nicht richtig ins Visier bekommt und nur über zielsuchende Raketen ausschalten könnt. Dieser Abschnitt ist somit ein einziger Krampf und man ist froh, wenn er vorüber ist. Immerhin stellt euch Killzone 3 stets vor herausfordernde Situationen aufgrund der starken KI der Gegner.
 Autor:
Matthias Hellenthal
Testbericht
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Leserwertung:
8.6