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Madden NFL 13

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 Spiel-Infos: Madden NFL 13
Madden NFL 13 Boxart Name: Madden NFL 13 (PAL)
Entwickler: EA Tiburon
Publisher: EA Sports
Erhältlich seit: 30. August 2012
Genre: Sport - Football
Spieler: 1-4 (offline), 2-6 (online)
Features:
keine
Knapp eine Million Exemplare gingen innerhalb der ersten 24 Stunden von Madden NFL 13 in den USA über die Ladentheke. Unfassbare Verkaufszahlen, zumindest wenn man aus dem fernen Europa über den großen Teich schielt. Doch auch hier erfreut sich der äußerst körperbetonte Sport einiger Beliebtheit, wobei die Fanbasis natürlich nicht mit der Football-Manie in den USA mithalten kann. Umso erfreulicher, dass Electronic Arts die heimischen Football-Fans auch in diesem Jahr mit dem neusten Ableger der Reihe erfreut. Wir haben uns den eiförmigen Ball unter den Arm geklemmt und das Spielfeld gestürmt - unsere Eindrücke haben wir in diesen Test gepackt.

Abgegriffene Lorbeeren
Es gibt diese weitverbreitete Ansicht, dass es sich bei EA Sports-Spielen meist nur um ein jährliches Vorjahresupdate handelt. Schnell ein paar neue „Mini-Features“ integrieren, einen anderen Star des entsprechenden Sports auf dem Cover ablichten und - nicht vergessen - die Jahreszahl hinter dem Titel ändern - fertig ist ein neuer Sportspiel-Hit! Nun, es ist offenkundig, dass man EA Sports damit Unrecht tut, denn zum einen sind deren Sportspiele fast durchgängig auf einem konstant hohen Niveau und zum anderen sieht sich EA Sports zahlreichen Angriffen der Konkurrenz auf den Genre-Thron ausgesetzt. Als die Fußballkrone endgültig verloren schien, schlug EA Sports mit aller Macht zurück und auch um im Eishockey-Stadion bestehen zu können, würde ein bloßes Vorjahresupdate bei Weitem nicht genügen. Spätestens nach der bitteren Niederlage auf dem Basketballfeld dürfte den Jungs von EA Sports endgültig bewusst geworden sein, dass man sich nicht nur auf seinen Lorbeeren ausruhen darf und die Konkurrenz durchaus ernst zu nehmen ist. Ihr solltet mittlerweile bemerkt haben, auf welchen abgegriffenen Spruch die vorherigen Ausführungen hinauslaufen: Konkurrenz belebt das Geschäft. Genau an dieser Stelle kommt die Football-Simulation Madden ins Spiel, denn während die Entwicklung der anderen Sport-Titel in hohem Tempo voranschritt, blieb Madden irgendwie auf der Stelle stehen. Nachdem das Konkurrenzprodukt NFL 2K die offizielle Lizenz verloren hatte und dem Spin-Off All-Pro Football nur mäßiger Erfolg beschieden war, konnte man die ernstzunehmende Konkurrenz für Madden an einer fingerlosen Hand abzählen. Damit möchte ich nicht sagen, dass die letzten Ableger der Reihe nicht durch Qualität überzeugen konnten, sondern eher auf der rechten Autobahnspur unterwegs waren. Allem Anschein nach hat das Entwicklerteam bei EA Sports nun mal wieder Lust bekommen das Gaspedal richtig durchzudrücken, hat den Blinker gesetzt und ist auf die linke Spur gewechselt. Denn Madden NFL 13 hat einige Neuerungen im Gepäck - und das obwohl sie momentan keinen Druck von der Konkurrenz zu spüren bekommen. Da sage noch mal einer, dass Electronic Arts sich nur auf ihren Lorbeeren ausruht,...

Gute Connections
Eine der wichtigsten Änderungen bei Madden NFL 13 ist der neue Hauptmodus „Connected Careers“, der eine Art Zusammenschluss aus dem ehemaligen Franchise- und Superstar-Modus bildet. In diesem Karrieremodus arbeitet ihr entweder als Chefcoach der am Spieltag die komplette Kontrolle über das Team hat, oder als einzelner Spieler auf dem Feld. Je weiter ihr in eurer Karriere fortschreitet und je mehr Ziele und Aufgaben ihr erfüllt, umso mehr Erfahrungspunkte landen auf eurem Konto. Spielt ihr als Coach, könnt ihr die verdienten Punkte beispielsweise in ein besseres Scoutingsystem oder in die Verbesserung eures Teams investieren. Spielt ihr nur mit eurem eigenen Spieler und nicht als Coach, könnt ihr die XP-Punkte nutzen, um eure Stats nach oben zu schrauben.

Der neugestaltete Karrieremodus ist insgesamt großartig umgesetzt und sorgt für enorme Spieltiefe. Das überarbeite Scoutingsystem verlangt vom Spieler nun deutlich mehr Beobachtungsgabe und Fingerspitzengefühl. Während es in der Vorgängerversion entweder stark frustrierend wirkte, weil man nicht genug Informationen über Spieler sammeln konnte und es immer ein wenig wie „Glückspiel“ wirkte, kann man nun durch intensive Scoutingarbeit viel mehr Details über Spieler sammeln. Der Lohn ist eine bessere Kontrolle und vor allem mehr Einfluss bei der Zusammenstellung des eignen Teams.
 Autor:
Joshua Hampf
Testbericht
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