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MAG

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 Spiel-Infos: MAG
MAG: Massive Action Game Boxart Name: MAG (PAL)
Entwickler: Zipper Interactive
Publisher: Sony Computer Entertainment Europe (SCEE)
Erhältlich seit: 29. Januar 2010
Genre: Action
Spieler: 1
Features:
256 Spieler online
Vor etwa zwei Jahren präsentierte Sony auf der E3 einen Titel, der das erste Massiv Action Game werden sollte - abgekürzt MAG. Doch was steckt hinter dem Namen? Wer dahinter steckt, ist klar: Zipper Interactive. Das Spielstudio hat sich bereits mit der SOCOM-Serie bei PlayStation-Spielern und Shooter-Freunden einen Namen gemacht und auch mit MAG möchte man die Fans nicht enttäuschen. Darum verspricht der amerikanische Entwickler ein bisher nie da gewesenes Feature im Ego-Shooter-Genre: Bis zu 256 Spieler gleichzeitig sollen sich im Kampf gegenüber stehen können. Ohne Lags. Ohne Chaos. Ohne Beschränkungen. Das ist bei einem Action-Spiel schwerer zu bewerkstelligen als man denkt. Alles muss exakt und schnell auf die Aktionen der Spieler reagieren. Jede Kugel, die abgefeuert wird, muss bei allen Spielern gleich fliegen. Ob ein Feuerball in einem Online-Rollenspiel den Gegner von Links oder Rechts trifft, ist dort egal. Bei einem Shooter liegt hier der Unterschied zwischen Leben und Tod. Massiv Action Game nennt Zipper Interactive ihr Spielprinzip, dessen Initialen dem Spiel seinen Namen gibt. Möglich macht das Ganze eine neue Server-Technologie, welche für das Spiel zum Einsatz kommt. So oder so wird MAG seinen Weg in die Videospielgeschichte finden. Doch wie wird man sich letztendlich an den Titel erinnern? „MAG – Ein Taktik-Shooter“ oder „MAG – Ein revolutionärer und beliebter Taktik-Shooter mit bis zu 256 Spielern gleichzeitig“.
 
Einstein hatte wohl doch Unrecht
Der dritte Weltkrieg wütete mit vernichtender Wirkung. Nichts ist mehr so wie es einmal war. Regierungen, Wirtschaft, Weltpolitik alles wurde unter den Feuern des Krieges verbrannt. Mit dem Ende des Krieges waren auch die nationalen Armeen der Länder vernichtet und damit jede Sicherheit. Aber für einen Unternehmenszweig läuteten diese alptraumhaften Umstände eine goldene Ära ein: Die Privatarmeen. Regierungsaufträge zur Sicherheit der verbleibenden Weltordnung sind heißt begehrt. So heiß begehrt, dass sich ein geheimer Machtkrieg unter den Militärunternehmen entwickelt hat - die Schattenkriege. Mit illegalen Einsätzen behindern und sabotieren sich die Armeen gegenseitig. Doch in Wirklichkeit sind das gewollte Machtdemonstrationen, die gezielt von Regierungen verfolgt werden. Man möchte ja nur die Besten unter Vertrag nehmen. Zur Zeit dominieren drei große Militärunternehmen den Markt: S.V.E.R., Raven und Valor. Jedes mit seiner eigenen Stärke, Richtlinie und Vergangenheit. Ihr spielt die Rolle eines Söldners unter dem Kommando eines dieser Unternehmen, der seinen Arbeitgeber einen Weg zu lukrativen Aufträgen erkämpfen soll. Krieg ist kein Spaß, es ist ein Geschäft. MAGs Fokus liegt aber nur auf dem Mulitplayer-Part. Bis auf die Hintergrundgeschichte gibt es keine Geschichten oder Charaktere zu verfolgen. Damit fehlt dem Spiel leider etwas Seele: Alles wirkt einfach nur kalt und steif. Es wäre spannend gewesen, wenn z.B. Vorgesetzte oder PR-Sprecher einen mit Propaganda oder Ansprachen anstacheln und über die aktuelle Geschäftslage informieren würden. Was die Entwickler übrigens auch tun, allerdings ausschließlich auf der offiziellen Webseite. Dort gibt es tatsächlich Nachrichten, Propaganda und Charakterinfos. Es wäre großartig gewesen diese auch im Spiel anzubieten. Ohne entsteht ein Gefühl von Ziel- und Sinnlosigkeit und es will oft keine richtige Bindung zwischen Spieler und Fraktion entstehen. Wenn Spieler ein größeres Wir-Gefühl für ihre Fraktion besitzen würden, dann könnte sich auch das Team-Bewusstsein im Kampf steigern. So ist man nur einer unter vielen Gesichtslosen angestellt bei einer anonymen Firma.



Wähle deine Mission
MAG bietet fünf Spielmodi. Der Trainingsmodus ist natürlich selbsterklärend und der einzige Einzelspieler-Modi. Der Hauptpart sind die drei großen Einsätze: Sabotage, Übernahme und Herrschaft. Hier treten immer zwei Militärunternehmen als Angreifer und Verteidiger gegeneinander an. Je nach dem wer welche Rolle übernimmt, verändert sich die Karte auf der gespielt wird. Da die Verteidiger immer einen ihrer Stützpunkte verteidigen müssen, werden sie die Karte natürlich niemals als Angreifer spielen. In Sabotage versuchen die Angreifer drei Stützpunkte der Verteidiger zu erobern, während die Verteidiger dieses solange verhindern müssen bis die Zeit abgelaufen ist. Insgesamt 64 Spieler können an diesem Spielmodus teilnehmen. Bei Übernahme handelt es sich um eine Variante von Capture the Flag, nur mit einer riesigen Streitkraft von 128 Mann.
 Autor:
Björn Apel
Testbericht
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Leserwertung:
6.9