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Mittelerde: Mordors Schatten (One)

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Technisch ist das Spiel ein eher zweischneidiges Schwert. Die Charakter-Animationen und generell die Modelle sind sehr fein ausgearbeitet und strotzen vor Details. Jedoch fällt im Anfangsgebiet sofort auf, dass die Entwickler bei den Landschaftstexturen gespart haben. Die Boden - und Felstexturen wären höchstens schlechtes PS360-Niveau gewesen. Ich testete die Xbox One-Version und bin deshalb zumindest von diesem Part des Spiels etwas mehr entäuscht worden, als vorher gedacht. Nach ca. der Hälfte des Spiels erreicht ihr jedoch ein neues Gebiet, in dem es sehr viel grüner und somit auch hübscher für die Augen weiter geht. So werden kleinere Grafikfetischisten zumindest ein wenig vertröstet, denn hier geht die Grafik unterm Strich schon in Ordnung. Sehr positiv hervorzuheben sind hingegen die Synchronsprecher der Figuren. Einigen bekannten Stimmen werdet ihr im Spiel lauschen können. Prominentestes Beispiel betrifft die Hauptfigur, Talion, selber. Dennis Schmidt-Foß lieh unter anderem einem meiner Lieblingsfiguren seine Stimme - Dexter Morgan. Die Steuerung von Talion orientiert sich wieder sehr stark an Ezio, Altair und Co. Gebäude erklimmt Talion mit gedrückter A-Taste problemlos und vorallem nahezu automatisch. Haltet ihr die RT-Schulterbuttons gedrückt, duckt sich Talion und schleicht lautlos, aber langsamer durch die Welt von Mordor. Aus Assassins Creed bekannte kleinere Macken haben es jedoch auch in die Steuerung geschafft. So bleibt Talion auch gerne mal an einer Wand hängen oder "versteckt" sich hinter ihr, anstatt einfach daran vorbei zu laufen. Diese Tücken sind vor allem in hektischen Situationen ärgerlich, in denen man flüchten muss und deshalb wertvolle Sekunden verliert und die Orks einen wieder einholen.


FAZIT
Mordors Schatten bietet einem als Käufer ein sehr gutes Rundum-Paket. Es gibt durch die 30 Waffenmissionen, die 20 Sklaven-Missionen und diverse Sammelitems reichlich Nebenbeschäftigung. Habt ihr das Spiel also auf eurem Einkaufszettel, solltet ihr locker zwanzig Stunden bis zum Abspann einplanen. Wer sich nur durch die Hauptgeschichte durchhetzen möchte, kann dies sicher ein paar Stunden schneller schaffen - sinnvoll ist das jedoch nicht. Freunde von Open World-lastiger Action können ohne zögern zugreifen und erhalten ein stimmiges Fantasy-Epos im Herr der Ringe-Universum. Zur Geschichte selber verraten wir in diesem Test mit Absicht weniger.

Daher für Einzelspieler sehr gut.
 Autor:
Dominik Weber
Testbericht
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