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MotionSports Adrenaline (Xbox 360)

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 Spiel-Infos: MotionSports Adrenaline (Xbox 360)
Motionsports Adrenaline Boxart Name: MotionSports Adrenaline (Xbox 360) (PAL)
Entwickler: Ubisoft Vancouver
Publisher: Ubisoft
Erhältlich seit: 27. Oktober 2011
Genre: Sport
Spieler: 1-4
Features:
PlayStation Move, Online-Pass benötigt

Dieser Test basiert auf der Xbox 360-Version. Kleinere Abweichungen im Vergleich zur entsprechenden PlayStation 3-Fassung sind deshalb nicht völlig ausgeschlossen.
      
Der neue MotionSports-Ableger trägt nicht umsonst den Untertitel Adrenaline. Ubisoft setzt diesmal voll und ganz auf die Extremsportarten Kayaking, Klettern, Mountainbike und Ski fahren, Kitesurfen und Wingsuit-Skydiving. Der Ansatz, von den Sportspiel-Klassikern Golf und Tennis abzuweichen, ist definitiv positiv zu bewerten, doch wenn man mit der ungenauen Steuerung des Spiels konfrontiert wird, wünscht man sich schnell zurück auf den virtuellen Tennisplatz...
 
Keine Abwechslung und kein Adrenalin
So unterschiedlich die enthaltenen Sportarten im echten Leben auch sind, die virtuellen Abbilder gleichen sich in vielerlei Hinsicht. Grundsätzlich geht es stets darum einen Kurs möglich schnell zu absolvieren, dabei Münzen aufzusammeln und Hindernissen auszuweichen. In manchen Disziplinen lässt sich der Punktestand außerdem mit Stunts aufbessern, die ihr per vorgegebener Pose ausführt. Klingt eigentlich recht simpel, oder? Nun, es lassen sich jedoch gleich zwei große Probleme des Spiels feststellen. Was einfach klingt, stellt sich im Endeffekt als äußerst kompliziert heraus, da euch das Spiel nur im Ladebildschirm unverständliche Symbole präsentiert, die euch die Steuerung der folgenden Sportart erklären sollen. Tutorial-Videos wie in Kinect Sports: Season Two sucht man hier vergeblich. Was für den geübten Videospieler vielleicht noch durch Ausprobieren zu bewältigen ist, sorgt bei Gelegenheitsspielern schnell für Frust und den Wunsch ein anderes Spiel einzulegen. Das zweite Problem ist die fehlende Abwechslung. Da jede Sportart die selben Herausforderungen an euch stellt, also das Absolvieren in möglichst kurzer Zeit oder mit einer größtmöglichen Punktzahl, wird das Spiel gerade alleine schnell langweilig. Da sorgt auch der gute Ansatz von freispielbaren Stages und neuer Ausrüstung nicht für Langzeitmotivation.
 
Die schlecht funktionierende Steuerung treibt den Frustfaktor noch zusätzlich in die Höhe. Bei seitlichem Neigen (beisielsweise beim Wingsuit-Diving und dem Mountainbike fahren) sorgt der deutlich spürbare Lag für Ärger. Gerade wenn man häufig Bäumen ausweichen- oder über Rampen springen muss und die Bewegung erst viel zu spät umgesetzt wird, sorgt das Spiel viel eher für einen Wutanfall anstelle eines Adrenalinrauschs. Beim Steilwand-Klettern hatten wir zudem des Öfteren das Problem, dass der Kinect-Sensor unsere Bewegungen gar nicht erst erkannt hat, oder überempfindlich reagiert und uns unter einen herab fallenden Felsblock platzierte. Apropos Klettern: Die biedere Grafik des Spiels stellt hier ein echtes Problem dar, da man nur schwer erkennen kann, welche Spalten im Berg man greifen kann.
 Autor:
Robert Stotzem
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
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