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MotorStorm: Apocalypse

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 Spiel-Infos: MotorStorm: Apocalypse
MotorStorm: Apocalypse Boxart Name: MotorStorm: Apocalypse (PAL)
Entwickler: Evolution Studios
Publisher: Sony Computer Entertainment Europe (SCEE)
Erhältlich seit: 18. März 2011
Genre: Racer
Spieler: 4 lokal, 16 online
Features:
3D-Feature
Manchmal kann man auch zu nahe am aktuellen Weltgeschehen sein. So werfen die zum Zeitpunkt dieses Testes dramatischen Katastrophen in Japan einen Schatten über die dritte Installation der MotorStorm-Serie. Als Evolution Studios den Titel MotorStorm: Apocalypse wählten, war sicher eher die mediale Hysterie über mögliche Untergangszenerien im Jahr 2012 im Hinterkopf. Nicht jedoch reißerische Schlagzeilen als Werbestrategie zu nutzen. Die Verschiebung des Spiels in einigen Regionen macht diesen Punkt plausibel. Doch lassen wir solche Gedanken hinter uns und werfen lieber den Blick auf das eigentliche Thema. Mit einem für die Serie bisher ungenutzten Urban-Setting, möchten die Entwickler neue Abwechslung und Kaufgründe bieten. Aber ob MotorStorm: Apocalypse auch mit Verbesserungen und neuen spielerischen Impulsen auffahren kann, wird es unter Beweis stellen müssen. Hoffen wir, der Titels des Spiels wird nicht zur Analogie über das Schicksal der Serie.

Armageddon? Party-Time!
Die Stadt mit dem einprägsamen Namen The City hat das Schlimmste noch vor sich. Die bisherigen Erdbeben, Orkane und Tsunamis schafften es nicht, die Stadt in die Knie zu zwingen. Längst haben ihre braven Bewohner die Flucht in sicherere Regionen ergriffen. Einzig eine Gruppierung von Rebellen besetzt die Stadt und erhebt Anspruch auf dessen leblosen Kadaver. Doch das möchte eine höhere Instanz nicht zulassen und entsendet ein privates Sicherheits-Unternehmen um die Ratten aus ihren Höhlen zu jagen. Das alles ist nebensächlich im Vergleich zu dem großen Beben, welches in etwa 48 Stunden The City letztendlich verschlingen wird. Das Ende ist zum Greifen nah. Insgesamt also ein fantastischer Ort für eine Stadt-Rally! Genau das denkt sich auch Extrem-Rennfahrer BigDog und organisiert das MotorStorm-Festival am Rande des Höllenschlunds. Ein Flugzeugträger beladen voller Adrenalin-Freaks, schaulustigem Publikum, Musikern, Feuerwerk und Tonnen von Alkohol klingt einfach nach der Party des Jahrhunderts. Hier wird wahrlich gefeiert als gäbe es kein Morgen mehr.
Wie die Einführung schon andeutet, wird MotorStorm zum ersten Mal eine Spielgeschichte bieten. Über den Festival-Modus verfolgt ihr die Erlebnisse von drei Protagonisten über die zwei Tage der Veranstaltung. Zur Wahl stehen der Reihe nach der Anfänger Mash, Profi Tyler und letztendlich der Organisator BigDog persönlich. Leider bestehen die Aufgaben hauptsächlich aus normalen Rennen, wo das Spiel nur die Strecke, Fahrzeug und die Fahrzeuge eurer Gegner vorbestimmt. Eine sehr auffallende Rubber Band-KI verfälscht nebenbei das eigene Können. Selbst als Letzter könnt ihr in der finalen Runde große Sprünge an die Spitze unternehmen. Dazwischen versuchen euch Motions-Comics die Geschichte zu erzählen. Allerdings wirken die Animationen aufwandslos und überzeugen nur selten. Ein Grund dafür ist unter anderem das schreckliche Charakterdesign, das sich vor Klischees nicht retten kann. Den Vogel schießen aber die Geschichte, Charakter-Darstellungen und Dialoge an sich ab. Es gibt Grundschüler, die besseres Material auf Papier gebracht haben als das Gebotene. Die einzige Rettung dieses Debakels ist, dass es so schlecht ist, dass es schon wieder gut ist! Dass jedoch Absicht dahinter steckt, kauft man den Entwicklern nicht ab. Wenigstens ist der Modus dafür kurz und kann innerhalb eines halben Tages abgeschlossen werden.
 Autor:
Björn Apel
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
8.7