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MotorStorm: Apocalypse

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Das Orchester des Jüngsten Gerichts
Die Sprachausgabe des Festival-Modus ist schrecklich. Die Stimmen passen nicht zu den Figuren und auch wenn die Dialoge sicher ihren Teil beitragen, kein ausgesprochenes Wort überzeugt durch Ernsthaftigkeit oder Humor. Doch damit ist auch der negativste Punkt der Soundumgebung abgehakt. Die Soundeffekte erwecken die zerstörte Spielwelt authentisch zum Leben. Auch bei der Musik haben Sony und die Evolution Studios keine Kosten gescheut und Hollywood-Komponist Klaus Badelt unter Vertrag genommen. Daher klingt der Original-Soundtrack dank London Metropolitan Orchestra episch. Aber auch moderner Stil findet sich in den Tracks von DJ Shadow, Noisia und Elite Force. Zwar gehen die Stücke etwas durch die Motorengeräusche und Explosionen unter, aber nichts passt besser zum Ende der Welt. Wer aber einen anderen Geschmack besitzt, kann einfach seine Musikliste ins Spiel laden.
FAZIT
Das Gameplay von MotorStorm: Apocalypse ist solide und knüpft erfolgreich an seine Vorgänger an. Sicherlich werden Fans sich in der neuen Atmosphäre fremd füllen, doch im Spielsystem steckt immer noch das gleiche MotorStorm. Grafik und Sound tragen auch ihren Teil bei, aus dem Spiel ein rundum actionreiches und chaotisches Rennfahrerlebnis zu kreieren. Die Probleme liegen eher außerhalb des eigentlichen Spiels. Man kann nicht oft genug wiederholen, wie minderwertig die Solokampagne ist. Die Inspiration stammt klar aus der Twisted Metal-Serie. Doch die Evolution Studios kommen nicht im Ansatz an dessen Charaktere, Konzept und vor allem Humor heran. Auch die Modi-Wahl und die vielen Bugs um den Online-Modus lässt das Studio nicht gerade kompetent aussehen. Im Gegensatz dazu besitzt das Spiel einen Haufen von meist nutzlosen freispielbaren Bonusobjekten. Die Motivation sollte aber lieber durch spaßige Spielideen und -Modi kommen. Wenn die Evolution Studios schon auf Twisted Metal blicken, wieso nicht auch einige Destruction Derby-Modi? Wem jedoch die MotorStorm-Serie und Arcarde-Rennspiele gefallen, der bekommt mit dem Spiel seinen großen Schuss Adrenalin verabreicht. Spieler mit schwachem Magen und langsamen Reflexen sollten dagegen vorab probespielen, ob sie mit dem starken Chaos auf dem Bildschirm zurecht kommen.

Daher für Einzelspieler gut und im Mehrspielermodus sehr gut.
 Autor:
Björn Apel
Testbericht
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Leserwertung:
8.7