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Mugen Souls Z

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 Spiel-Infos: Mugen Souls Z
Mugen Souls Z Boxart Name: Mugen Souls Z (PAL)
Entwickler: Compile Heart
Publisher: NIS America
Erhältlich seit: 23. Mai 2014
Genre: Rollenspiel
Spieler: 1
Features:
keine
Wenn Götter aufeinanderprallen, entsteht zumeist gewaltiger Schaden. Oder es ist eine Ansammlung an Absurditäten, wie im aktuellsten Rollenspiel von Compile Hearts. Es hört auf den Namen Mugen Souls Z und ist der Nachfolger des bereits vor zwei Jahren in Europe veröffentlichten Mugen Souls, das in unserem GU-Test leider nicht so gut davonkam. Jetzt trifft die unangefochtene Göttin Lady Chou Chou auf ihrem Eroberungsfeldzug auf neue Kontrahenten. Macht der Neuzugang einer ultimativen Göttin den Nachfolger vielleicht auch zu einem besseren Spiel?

Ultimativ oder unangefochten?
Lady Chou Chou und ihr Sklave, der Held Ryuto, haben erst kürzlich mit ihrem Raumschiff G-Castle die sieben Welten ihrer Galaxis erobert, doch plötzlich offenbart sich ihnen, dass noch weitere zwölf Welten darauf warten von der „Unangefochtenen Göttin“ eingenommen zu werden. Darum schmeißen sie fix ihr Schiff an und rasen einem aufregenden Abenteuer entgegen. Parallel dazu ist auf einer dieser unbekannten Welten die selbsternannte Heldin Nao auf der Suche nach einer ihr würdigen Waffe. Was sie findet ist allerdings ein verschlossener Sarg, in dem die ultimative Göttin Syrma schläft. Wie es das Schicksal so will, erwacht sie aus ihrem Schlummer, kann sich aber nicht daran erinnern, wer sie eigentlich ist. In diese Szenerie stürzen Lady Chou Chou und Ryuto hinein, auf der Suche nach dem stärksten Wesen dieser Welt, denn nur ein Sieg gegen dieses Wesen lässt Chou Chou über den Planeten herrschen. Syrma allerdings, die sich mit der Zeit nur sehr langsam an ihr wahres Wesen erinnert, ist diese ultimative Göttin. Durch einen unglücklichen Zustand fällt allerdings Lady Chou Chou in Syrmas Sarg, der sich daraufhin schließt, die Göttin mit einer schleimigen Schicht überzieht und ihr alle Kräfte entzieht. Nach einem erholsamen Dampfbad entschließt sich die nun geschrumpfte Göttin Syrma unter die Fittiche zu nehmen, mit ihr die Welt zu erobern und somit ihre Kräfte wiederzuerlangen.
Zwölf Welten, sie alle zu knechten
Als wären die sieben Welten aus Mugen Souls nicht bereits eine Herkulesaufgabe für Lady Chou Chou gewesen, so sind es die neuen zwölf in Z durch ihre nun geschrumpfte Figur nahezu unmöglich. Daher steuert ihr die ultimative Göttin Syrma mit ihrer neuen Meisterin auf dem Kopf durch die verschiedenen Welten. Als Basis dient dabei euer G-Castle, wo ihr diverse Shops für die Ausrüstung eurer Diener findet, eure Vorräte aufstockt, in die verschiedenen Welten reist oder das Mugen Field besucht, eine Ansammlung ansteigender Kampfherausforderungen, das vor allem im Post Game wichtig zum Leveln und Itemsammeln wird. Die zwölf verschiedenen Welten sind ihrerseits stets individuell nach einem Grundthema wie beispielsweise Wasser oder Rosen gestaltet, aber insgesamt bei einem Abstecher recht karg und leblos. Auch die hier und dort verstreuten oder plötzlich erscheinenden Gegner trösten über die Tristesse des Spiels nicht hinweg, die durch den schwachen Grafikstil noch einmal unterstrichen wird. Einzige Beschäftigung ist dabei neben der Hauptquest das Einnehmen der Planetenpunkte, bei dem ihr unterschiedliche Aufgaben erfüllen müsst, um ihn einzunehmen. So dürft ihr dort der Welt ein Item als Geschenk darreichen, eine gewisse Anzahl Gegner im Kampf erledigen oder andere Aufgaben. Hat man in einer Welt 110% erreicht, gehört sie Lady Chou Chou.

Als Syrma rennt ihr mit euren Dienern in jeder Welt von einem Hotspot zum nächsten, damit die Handlung vorangetrieben wird. Vor allem zu Beginn des Spiels sind diese Hotspots sehr häufig und können an den Nerven zehren, weil an jedem dieser Punkte ein gewaltiger Schwall an Dialog ausgelöst wird. Teilweise bis zu fünfzehn Minuten können damit vergehen jede einzelne Zeile mit einem Knopfdruck weiter zu drücken ohne im Endeffekt eine relevante Information zu bekommen. Da er Wortwitz oder die Situationskomik in diesen Sequenzen nicht recht zünden will, kann man in den meisten Fällen getrost den Dialog überspringen, da man sonst den Spaß am Spiel verlieren kann. Langweilen sollte ein Spiel sicherlich nicht.
 Autor:
Sascha P. Ritter
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Leserwertung:
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