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Murdered: Soul Suspect (One)

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 Spiel-Infos: Murdered: Soul Suspect (One)
Murdered: Soul Suspect Boxart Name: Murdered: Soul Suspect (One) (PAL)
Entwickler: Airtight Games
Publisher: Square Enix
Erhältlich seit: 06. Juni 2014
Genre: Adventure - Action Adventure
Spieler: 1
Features:
keine
Der Tod ist erst der Anfang.
Zu Beginn des Spiels, erwischt der Hauptdarsteller von Murdered: Soul Suspect Ronan O'Connor einen wirklich miesen Tag. Die Entwickler Airtight Games stellen das gängige Konzept was wir all die Jahre in Videospielen gelernt haben bereits zum Spielstart äußerst extrem und rabiat auf den Kopf. Ronan O'Connor ist seines Zeichen ein Detective mit einer sehr dubiosen und durchaus kriminellen Vergangenheit der Mordkommission im kleinen US-Städtchen Salem. Deshalb ist er auch nicht der beliebteste Cop auf dem Revier und entwickelt sich zum echten Einzelgänger der Marke „cooler Cowboy“. Seit längerem verfolgt er nun schon die Spur eines Serienkillers, den die Stadt den "Glockenmörder" getauft hat, da er stets bei seinen Opfern das Symbol einer Glocke hinterlässt. Nun scheint er der Festnahme ganz nahe gekommen zu sein, denn er steht vor dem Haus, in dem ein Bürger den Glockenmörder gesichtet haben will. Doch tatenlos zu verharren, das ist nicht O'Connor's Art. Unvorsichtig und überheblich, wie er nun mal ist und ohne auf die benötigte Verstärkung zu warten, betritt er das Anwesen und will den Mörder alleine stellen. Wer sich auch nur minimal über das Spiel informiert oder gar nur das Cover des Spiels vorher genauer betrachtet hat, vermutet wahrscheinlich schon, dass dieser Versuch nicht rosig für den Detective ausgehen wird. Es kommt also alles wie es kommen musste: Der Killer überwältigt ihn und er segelt, einen Monolog über das Leben und seine Selbstüberschätzung haltend, aus dem Fenster im dritten Stockwerk langsam dem Boden entgegen. Das ist stark inszeniert und schafft eine tolle Atmosphäre. Unsanft unten am Boden angekommen, verlassen wir auch schon in Geistergestalt unseren noch nicht ganz toten Körper und müssen, ohne Eingreifen zu können, mitansehen wie der Glockenmörder sein Werk und unsere letzte Hoffnung aufs Überleben mit ein paar Schüssen aus unserer eigenen Dienstwaffe gnadenlos zu Ende bringt. Man merkt es schon: Murdered: Soul Suspect ist anders als die meisten anderen Videospiele. Da anders aber nicht immer besser heißt, haben wir das Adventure mal genauer unter die Lupe genommen!

Sie sind gestorben! Game Over!
Nicht aber hier. Wo wir normalerweise auf ein "Continue" klicken, um das Spiel zu wiederholen, geht Murdered: Soul Suspect aber erst so richtig los. An dieser Stelle wollen wir euch natürlich nicht zu viel zur Story verraten, da diese der wichtige Hauptaspekt und die treibende Kraft des Spiels ist. Ihr seid nach eurem Tod nun als Geist in einer Art Zwischenwelt gefangen und könnt erst dann Erlösung finden, wenn ihr euren Mörder aufgehalten habt. Der Umstand das Ganze als Geist zu bewerkstelligen ist bei der Aufklärung eines Mordfalles natürlich nicht grade hilfreich, da ihr materielle Dinge nicht selber anfassen könnt. Schnell lernt O'Connor außerdem, dass er mit keinem Menschen direkten Kontakt aufnehmen kann, da diese ihn natürlich auch nicht sehen können. So ist seine einzige Interaktionsmöglichkeit an den jeweiligen Tatorten die Zeugen und Polizisten in Poltergeistmanier zu manipulieren und so auf die richtige Fährte zu locken. Dafür sucht ihr an den Tatorten nach einer bestimmten und angezeigten Anzahl an Hinweisen.
Die Suche gestaltet sich dabei leider etwas plump. In der Regel sind die Tatorte einzelne Zimmer in denen der Glockenmörder erneut sein blutiges Werk verrichtet hat. Dort lauft ihr nun umher und könnt bestimmte Objekte per Tastendruck genauer unter die Lupe nehmen und dadurch Hinweise sammeln. Habt ihr auf diese Weise alle Hinweise gefunden, könnt ihr den Fall oder die Szene abschließen und beobachten wie O'Connor in einer kleinen Cutscene zu neuen Erkenntnissen gelangt und dadurch dem Glockenmörder immer weiter auf die Spur kommt. Schwierig gestaltet sich das Alles nicht sonderlich, da man keine Fehler machen oder scheitern kann. Im Grunde sind die Locations so eine Art simples Suchspiel. So streift ihr in der Stadt von Tatort zu Tatort. Im Spiel selber stellt jede dieser Locations im Grunde eine Art Level dar. Mal müsst ihr in eine Kirche, mal in eine Irrenanstalt um dort weitere Hinweise und Spuren für euren Fall zu sammeln. Für Spannung und „Action“ sorgen die schon bald im Spielverlauf auftauchenden Dämonen. In kleineren Stealth-Abschnitten könnt ihr diesen Wesen entweder einfach ausweichen und damit aus dem Weg gehen oder euch auch versuchen von hinten an sie heranzuschleichen und sie dann per Quicktime-Event zu vernichten. Das wirkt wie ein gut gemeinter Versuch etwas Abwechslung ins Gameplay zu bringen. Bei dem Versuch bleibt es dann aber auch. Räume oder Stellen mit Dämonen sind rar gesetzt und die ganze Sache wirkt doch etwas aufgesetzt, um dem Spieler etwas Action präsentieren zu können. Hat euch ein Dämon einmal entdeckt müsst ihr euch möglichst schnell in einer Art Seelenwolke verstecken, von denen die Entwickler meist eine gewisse Anzahl in einer Art Kreis angeordnet haben. Nun springt ihr per Schultertaste so lange hin und her oder im Kreis bis der Dämon die Suche einstellt und wieder auf seine vorgegebene Patrouilleroute zurückkehrt.
 Autor:
Dominik Weber
Testbericht
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Leserwertung:
7.6