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Natural Doctrine (PS4)

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Technik von gestern
"Warum habe ich meine PSP an den Fernseher angeschlossen" werden sich viele fragen, wenn sie die erste Runde Natural Doctrine spielen. Abgesehen von ein paar vorgeränderten Spielzügen gibt es keine Videos. Die Grafik selbst ist eine Beleidigung für die PlayStation 4 und ist auf durchschnittlichem PSP-Niveau, welches lediglich etwas schärfer, aber dennoch sehr detailarm ist. Die Animationen wirken sehr hakelig und die Bewegungsabläufe in den sich ständig wiederholenden Kampf-Sequenzen sind alles andere als geschmeidig. Der Sound und die Musik sind zweckdienlich, aber auch auf PSP-Niveau. Selbst eine PlayStation 2 wäre nicht mal annähernd ausgelastet. Die Sprecher sind ok, allerdings sind sowohl Texte, wie auch Audio-Dialoge nur in englischer und japanischer Sprache vorhanden. Dass für die scheinbar sehr geringen erwarteten Absatzzahlen eine deutsche Sprachausgabe zu teuer und zeitaufwändig gewesen wäre, leuchtet mir ein, allerdings sollten bei Rollenspielen, die im Jahr 2014 in Deutschland erscheinen mindestens deutsche Bildschirmtexte vorhanden sein. Auch wenn das reine Schulwissen ausreicht die Dialoge und die kaum vorhandene Story zu verstehen, sind Texte in deutscher Sprache seit Jahren in jedem Videospielgenre eigentlich Standard.
 
 
FAZIT
Der Einspieler-Modus ist demotivierend, unfair und nur für frustresistente Spieler, die eine Herausforderung suchen, geeignet, weil sich die Schwierigkeitsgrade kaum unterscheiden. Das Kampfsystem kann überzeugen und die Verlinkungen machen Spaß, wenn man sie versteht. Die Story ist vorhanden, allerdings eher 08/15 als interessant. Die Möglichkeit die Fähigkeiten dynamisch anzupassen und bei Bedarf zu ändern, sollte Schule machen, da diese ein besseres Taktieren ermöglicht. Der Mehrspielermodus ist sehr gelungen und kann süchtig machen, meiner Meinung nach der einzige echte Kaufgrund für dieses Spiel. Die Technik ist nicht der Rede wert, vor allem die Grafik ist zu altbacken, der Sound bestenfalls durchschnittlich und zumindest deutsche Bildschirmtexte erscheinen mir heutzutage als obligatorisch. Wer weder ein Fan des Multiplayer-Modus ist, noch eine unfaire, schwierige Herausforderung sucht, sollte einen sehr großen Bogen um Natural Doctrine machen.
 
Daher für Einzelspieler dürftig bis mittelmäßig und im Mehrspielermodus gut.
 Autor:
Patrick Stahlschmidt
Testbericht
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Screenshots:
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