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Need for Speed: Hot Pursuit

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 Spiel-Infos: Need for Speed: Hot Pursuit
Need for Speed: Hot Pursuit Boxart Name: Need for Speed: Hot Pursuit (PAL)
Entwickler: Criterion Games
Publisher: Electronic Arts
Erhältlich seit: 18. November 2010
Genre: Racer
Spieler: 1 (offline), 1-8 (online)
Features:
Autolog
Wenn man nach einer Franchise mit verwirrend vielen Fassetten sucht, dann gehört die Need for Speed-Serie von EA ganz oben mit auf die Liste. Seitdem die Serie 1998 das Licht der Welt erstmals mit einer Voodoo-Karte simulierte, wurden viele differenzierende Ableger unter verschiedenen Namen und Fokus auf entweder Tuning, Wettbewerbe, Verbrechen, Geschichte, offenen Welten oder MMO-Elementen veröffentlicht. Doch wenn man zurück zum Ursprung geht, findet man Aspekte der Serie, welche in Vergessenheit geraten sind. Mit dem Ziel die verlorenen Kerne der Serie zurück zu bringen, wagten sich die Criterion Studios, Väter der Burnout-Serie, an das Projekt Need for Speed. Schon der Beiname Hot Pursuit soll an die ersten Teile der Serie erinnern, ohne dabei jedoch ein einfaches Remake dessen zu werden. Doch ob sie es geschafft haben die Geister der Vergangenheit wieder zu erwecken und ob es sich überhaupt lohnt diese alten Sichtweisen in die Moderne zu bringen, werden hier zur Probe gestellt. Also startet die Motoren, denn wir haben hier ein großes Bedürfnis für Geschwindigkeit.

Ein Staat im Rauch der Geschwindigkeit
Die reichen Kinder dieser Welt haben einen neuen Spielplatz gefunden, der fiktive amerikanische Staat Seacrest Country. Das verschiedene, teils exotische Terrain und die gut ausgebauten Straßen des Staates dienen seit einiger Zeit als Veranstaltungsort für Adrenalin-Junkies. Rücksichtlos gegenüber der Gefahr für ihr Leben und das unbeteiligter Verkehrsteilnehmer kämpfen sie in organisierten Rennen auf den Straßen. Ihre Fahrzeuge, das Beste und Teuerste was die Welt zu bieten hat, sind nur austauschbare Spielzeuge für sie. Wenn nur noch ein Haufen Schrott übrigbleibt, besorgt man sich eben ein Neues. Verständlicherweise sind der hiesigen Polizei diese Verkehrssünder ein gewaltiges Dorn im Auge. Da man jedoch mit den üblichen Einsatzfahrzeugen wenig Chancen gegen die reichen und schnellen Flitzer hat, wurde die Spezialeinheit SCPD ins Leben gerufen. Feuer bekämpft man bekanntlich am besten mit Feuer und so haben die Mitglieder dieser Einheit ebenfalls Zugriff auf die besten Fahrzeuge auf dem Markt. Dazu noch die Erlaubnis mit allen nötigen Mitteln die Rennfahrer von den Straßen zu fegen. Diese Schritte läuteten den Geschwindigkeit-Krieg auf den Straßen von Seacrest Country ein und dienen als Kulisse für das Spiel.
Im Karriere-Modus könnt ihr euch nun jederzeit für eine der beiden Seiten entscheiden und den Weg eines Fahrers oder Cops folgen. Auch wenn die Einführung spannend klingt, eine wirkliche Geschichte bietet Hot Pursuit nicht. Dagegen ist das Spiel in Missionen unterteilt, welche über eine Landkarte in den jeweiligen Regionen des Staates ausgewählt werden dürfen. Das Erfüllen von Missionen für die jeweilige Seite schaltet weitere Herausforderungen der entsprechenden Fraktion frei. Als Fahrer gibt es natürlich einen Fokus auf das Gewinnen von Rennen und das Erreichen von Bestzeiten, während man versucht nicht von der Polizei aufgehalten zu werden. Cops dagegen versuchen hauptsächlich Fahrer zur Strecke zu bringen und möglichst schnell und unfallfrei an Zielorten anzukommen. Leider ist die Missionsvariation ansonsten sehr begrenzt und bietet wenig Abwechslung. Dennoch, je nachdem nun wie gut und schnell ihr die Herausforderungen meistert, werden euch Gold-, Silber- oder Bronze-Medaillen verliehen. Doch selbst wenn nicht, gibt es immer noch Kopfgeld zu gewinnen, welches Erfahrungspunkten gleicht. Je nach Fahrer oder Cop verändert die Gesamtanzahl eures Kopfgeldes euer Level. Fahrer können ihren Fahndungslevel erhöhen von Rasern hin zu Meistgesuchten. Cops dagegen dürfen ihren Berufsstand fördern und vom Kadetten zum Ultimate Enforcer aufsteigen. Erreicht ihr bestimmte Werte mit Erfahrungspunkten, Levels und Medaillen, gibt es neue Autos, Missionen und Waffen freizuschalten. Insgesamt ist das System so aufgebaut, dass ihr möglichst ständig belohnt werdet, egal ob ihr gewinnt oder verliert. Natürlich bei Siegen schneller und umfangreicher als bei Niederlagen. Dabei stört jedoch nur, das Anzeigen und Animationen nicht immer abbrechbar sind. So müsst ihr euch manche Sequenzen immer wieder ansehen. Das nervt vor allem, wenn ihr mit einem Schlag mehrere Objekte freigeschaltet habt. Doch ansonsten ist alles einfach und schnell gehalten, so dass man immer zügig in Missionen einsteigen und Belohnungen kassieren kann.
 Autor:
Björn Apel
Testbericht
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Leserwertung:
8.0