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Need for Speed: Hot Pursuit

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Hinter dem Steuer
Wichtig für jedes Rennspiel ist natürlich das Fahren an sich. Dabei stellt sich entsprechend die Frage, welchen Weg Criterion beim Fahrgefühl eingeschlagen hat. Mehr Arcarde mit simpler Steuerung, wie für die Burnout-Serie typisch, oder eher eine simuliertes Fahrgefühl, ähnlich den letzten Need for Speed-Teilen? Die Antwort ist eine Art Mischung aus beidem. In manchen Facetten folgt die Serie den einfachen Burnout-Regeln, so dass ihr euch nicht zu viele Gedanken um die Steuerung und Fahrfehlern machen müsst und eher ein Auge auf die Situation um euch herum habt. Anderseits gibt es komplexere Regeln zu beachten, wenn es um das Driften und Off-Road-Verhalten geht. Eure Autowahl entscheidet natürlich zusätzlich über Beschleunigung, Maximalgeschwindigkeit und Fahrkontrolle. Ein weiteres wichtiges Spielelement, welches bereits aus der Burnout-Serie bekannt ist, stellt die Nitro-Funktion da. Über den Verlauf des Rennens füllt sich automatische eure Nitro-Leiste auf. Das explosive Gas könnt ihr mit einem Druck auf die Turbo-Taste freigeben und bekommt so einen ordentlichen Geschwindigkeitsschub im Austausch. Wie ebenfalls aus der Burnout-Serie bekannt, könnt ihr als Raser durch besonders riskantes Fahrverhalten eure Nitro-Anzeige schneller füllen. Fahren auf der falschen Fahrspur, Driften, Verkehrsteilnehmer anschneiden, Gegner in Unfälle leiten und vieles weitere erhöht eure Anzeige und natürlich auch das Unfallrisiko. Cops dagegen müssen nach den Regeln spielen, regenerieren allerdings automatisch mehr Nitro und beim Ausschalten von Verbrechern. Mehr Nitro gibt es auch für Fahrer im hinteren Feld, um die Chance für ein Comeback zu erhöhen. Das richtige Nutzen von Nitro entscheidet grundlegend über Sieg, Niederlage und die besten Zeiten. Natürlich ist dieses wieder ein Punkt mehr in Richtung Arcade als Simulation, nichtsdestotrotz ist das Fahrsystem einfach zu lernen und hart zu meistern. Dadurch können auch Fahranfänger hinter den Controller schnell Siege einfangen. Simulations-Fans im Gegensatz wird das natürlich weniger ansprechen.
Jäger und Gejagte
Ein weiteres Spielelement ist wichtig für den Spielverlauf, eure Schadensanzeige. Solltet ihr das Risiko und eure Fähigkeiten über- oder die Aggressionen eurer Gegner unterschätzen, bekommt ihr bei Stößen und Unfällen Teile eurer Schadensanzeige abgezogen. Nicht zu vergessen der optische Schaden an eurem teurem Wagen. Sollte die Schadensanzeige komplett geleert sein, fliegt ihr aus dem Rennen raus. Während bei normalen Rennen die Anzeige selten eine große Rolle spielt, ist sie Dreh- und Angelpunkt des Hot Pursuit-Modus. Als Cop ist es nämlich eure Hauptaufgabe die Schadensanzeigen aller Fahrer auf der Strecke zu leeren. Erst dann wird ein Fahrer festgenommen und euch das Kopfgeld gutgeschrieben. Dabei müsst ihr euch nicht alleine auf eure Fahrfähigkeiten verlassen, euch steht ein kleines Waffenarsenal zur Verfügung. Als Cop besitzt ihr vier Waffen, welche euch beim Kampf gegen das Verbrechen helfen: Das Nagelband zerstört die Reifen der Fahrer hinter euch, der EMP sorgt bei einem Fahrer vor euch für reichlich Schäden, Straßensperren behindern Flüchtlinge und zu guter Letzt die Polizeihubschrauber, welche Fahrer von der Luft aus mit Nagelbändern bombardieren. Doch als Fahrer seid ihr nicht nur Opfer, ihr selber seid mit einigen netten Gadgets ausgerüstet. So könnt ihr ebenfalls auf Nagelbänder und EMPs zurückgreifen und besitzt dazu noch einen Störsender, welches die Waffenfunktionen und Karte all eurer Verfolger ausschaltet, und den Super-Boost, bei dem der Name alle Fragen beantworten sollte.
Da die Polizei ebenfalls mit einer Schadensanzeige zu kämpfen hat, habt ihr auch die Möglichkeit sie auszuschalten. Die Waffen stehen euch immer in maximaler Anzahl zum Rennstart zur Verfügung und können nicht im Verlauf des Rennen errungen werden. Jede Strecke besitzt dazu noch vorgegebene und in limiterter Anzahl verfügbare Waffen, welche leider nicht modifizierbar sind. Im Rennen haben alle Waffen nach Einsatz eine Ausklingzeit, was den taktischen Grad erhöht. Die Gadgets können übrigens nicht gegen Fahrer der gleichen Fraktion eingesetzt werden, außer man fährt unbedacht in Nagelbretter oder Straßensperren von Kollegen. Auch wenn diese Waffengewalt starke Mario Kart- und Blur-Gefühle erweckt, kann man grundsätzlich allen Gefahren durch gute Fahrtechnik, Streckenerfahrung und etwas Einfallsreichtum entgehen. Jedenfalls ist der Hot Pursuit-Modi das Highlight und nicht ohne Grund der Name des Spiels. Explosion, Unfälle, Zweikämpfe und Crashs machen die Strecken zu Schlachtfeldern und erhöhen die Spannung ins Ungemeine. Die Balance zwischen Polizei und Fahrer funktioniert. Auch wenn die Fahrer es mit zwei Siegoptionen und Waffen theoretisch einfacher haben, stehen sie letztendlich immer im Twist untereinander. Die Polizei kämpft dagegen ständig als Team gegen die Verbrecher. Der Modus ist sowohl bei der Karriere und als online ein Spaßfeuerwerk und kann je nach Geschmack die anderen Modi überschatten.
 Autor:
Björn Apel
Testbericht
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Leserwertung:
8.0