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Need for Speed: Most Wanted (Xbox 360)

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 Spiel-Infos: Need for Speed: Most Wanted (Xbox 360)
Need for Speed: Most Wanted Boxart Name: Need for Speed: Most Wanted (Xbox 360) (PAL)
Entwickler: Criterion Games
Publisher: Electronic Arts
Erhältlich seit: 31. Oktober 2012
Genre: Racer - Arcade
Spieler: 1-8
Features:
Online-Pass

Dieser Test basiert auf der Xbox 360-Version. Kleinere Abweichungen im Vergleich zur entsprechenden PlayStation 3-Fassung sind deshalb nicht völlig ausgeschlossen.

           
Der letzte Ausflug in die Welt der illegalen Straßenrennen namens Need for Speed: The Run ist ordentlich gegen die Wand gefahren. Der gut gemeinte Versuch das Arcade-Gameplay mit einer Story zu verknüpfen hat eher mäßig funktioniert und deshalb ist es kaum verwunderlich, dass man den Innovationsfaktor mit dem neuen Need for Speed: Most Wanted deutlich zurück geschraubt hat. Das gilt auch für die Wahl des verantwortlichen Studios, denn Criterion Games haben sich bereits mit der Burnout-Reihe und dem ausgezeichneten Remake von Hot Pursuit einen Namen gemacht. Doch die Frage lautet: Wie gut ist ihnen dieses Reboot gelungen?

Der Beste der Besten werden
Wo im Vorgänger noch der Fokus auf einer mit Quicktime-Events belasteten B-Movie-Story lag, geht es diesmal wieder um den klassischen Kampf um den Platz an der Spitze. Ihr wollt der "Most Wanted" werden, der gefürchtetste, aber auch meistgesuchteste Fahrer in der Untergrund-Szene einer fiktiven amerikanischen Großstadt namens Fairhaven. Unglücklicherweise liegen zwischen euch und eurem heißersehnten Ziel einige Hindernisse in Form von gegnerischen Fahrern, die auf der Rangliste Platz zehn bis eins belegen. Da hier jeder klein anfängt, ist es euch nicht von Anfang an möglich diese Asphaltrüpel herauszufordern. Zunächst müsst ihr euch beweisen! Dies tut ihr, indem ihr euch sogenannte Speed Points verdient. Diese erhaltet ihr ganz genretreu über absolvierte Rennen oder verursachtes Chaos. Dieser Rückschritt in Sachen Erzählweise tut dem Spiel merklich gut. Alles wirkt entschlackt und auf den wichtigsten Aspekt konzentriert: Das Autofahren.

Doch in welche Kerbe schlägt Need for Speed: Most Wanted eigentlich? Nun, wir würden das Spiel als Arcade-Racer mit Anspruch beschreiben. Zwar darf man die Ideallinie verlassen, Fehler werden größtenteils verziehen und Sprünge wie im Spiel wären in Wirklichkeit unmöglich zu überstehen, doch ein Gefühl für das Bremspedal ist hier von zentraler Bedeutung. Allgemein braucht es ein bis zwei Stunden, um sich an das etwas schwammige Fahrgefühl zu gewöhnen. Intuitiv ist anders. Das gilt auch für eines der neuen Features, dem Easy Mode-Menü. Ohne das Spiel zu unterbrechen, soll man nun über das Steuerkreuz Wegpunkte festlegen und Autoteile-, wie etwa Reifen für verschiedene Untergründe, in voller Fahrt wechseln. Dass das Umgreifen und herum navigieren in diesem Mini-Menü meist eher mit einem Crash endet, kann man sich denken. Xbox 360-Besitzer dürfen alternativ auch die Spracherkennung von Kinect nutzen, doch gerade zu Beginn kommt man wegen den verschachtelten Unterpunkten nicht daran vorbei, den Blick von der Straße abzuwenden, um den Text abzulesen. Dieses System kann durchaus überfordern und den eigentlich so spaßigen und chaotischen Criterion-Stil eher in Frust umwandeln.
 Autor:
Robert Stotzem
Testbericht
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Leserwertung:
1.4