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Need for Speed: The Run (Xbox 360)

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 Spiel-Infos: Need for Speed: The Run (Xbox 360)
Need for Speed: The Run Boxart Name: Need for Speed: The Run (Xbox 360) (PAL)
Entwickler: Electronic Arts Black Box
Publisher: Electronic Arts
Erhältlich seit: 18. November 2011
Genre: Racer - Arcade
Spieler: 1-8
Features:
Online-Pass

Dieser Test basiert auf der Xbox 360-Version. Kleinere Abweichungen im Vergleich zur entsprechenden PlayStation 3-Fassung sind deshalb nicht völlig ausgeschlossen.
    
Man sollte meinen, dass EA mit seiner Strategie die Need For Speed-Serie zweigleisig fahren zu lassen zufrieden sein könnte. Schließlich verhalf das Simulation-lastige Shift-Duo und die puristische Arcade-Raserei NFS: Hot Pursuit der Serie dazu, einen großen Teil des verloren gegangenen Prestiges wieder zu gewinnen. Gelitten hatte das Ansehen der einstigen Kultraserei vor allem durch eher unterdurchschnittliche Titel wie ProStreet, Carbon und Undercover. Inhaltlich waren all diese Spiele zwar äußerst unterschiedlich aber eines hatten sie dennoch gemein: Ihren Entwickler, die Black Box Studios. Und eben die bekommen mit Need For Speed: The Run nun noch einmal die Chance sich zu rehabilitieren. Richten soll es ein Story-basiertes Rennspiel mit hippen Zwischensequenzen samt fetzigen Quicktime Events. Na dann…
 
Wundertüte Need For Speed
Am besten lässt sich Need For Speed: The Run wohl wie folgt beschreiben: Man nehme das amerikanische „Gummball 3000“, kombiniere es mit einer gehörigen Portion Autoproll-Action-Film à la The Fast and The Furious und füge eine lächerliche Story hinzu. Voilà: Fertig ist die Rennspiel gewordene „Tour de Farce“.  Dabei ist die seichte Hintergrundgeschichte selbst weniger das Problem als ihre Sinnbildlichkeit für das gesamte Spiel: Ihr schlüpft in die Haut des mit äußerst kreativen Namenspaten gesegneten Jack, der seines Zeichens, wie könnte es auch anders sein, nicht nur eine Menge Schulden bei den falschen Leuten gemacht hat, sondern ganz nebenbei auch ein begnadeter Rennfahrer von unvergleichlichem Talent ist. Na sicher.
 http://xbox360.gaming-universe.de/screens/Artikel gross_NFSTR_03.jpg
Um die Schulden loszuwerden lässt er sich in Folge des turbulenten Auftakts von einer alten Bekanntschaft in ein Rennen einkaufen, von dem sie verspricht es würde die Lösung all seiner Probleme bedeuten. Den Titelgebenden „Run“  einmal quer durch die Vereinigten Staaten gewinnt, wer die Ziellinie nach den 3000 Meilen von L.A. nach New York als Erster überquert hat. Dabei bekommt ihr es nicht nur mit anderen Fahrern zu tun, sondern natürlich auch mit bereiften Ordnungshütern. Denn der Polizei sind waghalsige Straßenrennen jenseits der 300 km/h unverständlicherweise ein großer Dorn im Auge. Ihre Versuche das Rennen zu unterbinden halten sich aber in Grenzen. Nur selten rücken sie euch wirklich gefährlich auf die Pelle oder versuchen euch von der Straße zu schieben. Weniger zimperlich gehen da schon die Mafiosi zu Werke, die es nach wie vor auf Jack abgesehen haben. Die versuchen auch schon mal, ihn aus dem fahrenden Auto heraus oder per Helikopter von der Straße zu schießen. Schaffen sie das, oder kommt ihr zu sehr von der Strecke ab - was äußerst relativ ist, denn oft reicht es schon, nur wenige Zentimeter abseits der Straße zu fahren - müsst ihr zum Glück nicht komplett von vorne beginnen, sondern bekommt per limitierter Rückspulfunktion die Chance es vom letzten Checkpoint aus noch einmal zu versuchen. Leider ist jeder Rewind auch immer mit nervigen Ladezeiten verbunden, während der ihr nur einen schwarzen Bildschirm zu sehen bekommt. Die Ankündigungen, Need For Speed: The Run würde auch Abschnitte enthalten, in denen ihr per pedes unterwegs seid, sind indes irreführend. Tatsächlich beschränken sie sich nämlich rein auf die eingangs bereits erwähnten Zwischensequenzen mit Quick-Time-Events und bieten leider keinerlei Mehrwert für das eigentliche Spielvergnügen. Habt ihr schließlich alle Widrigkeiten und die 200 anderen Fahrer hinter euch gelassen, warten satte 25 Mio. Dollar Preisgeld auf euch, von denen ihr euch sagenhafte 10 Prozent in die eigene Tasche steckt dürft.
 Autor:
Henrik Zenses
Testbericht
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Leserwertung:
6.5