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NIER

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 Spiel-Infos: NIER
Nier Boxart Name: NIER (PAL)
Entwickler: Cavia Inc.
Publisher: Square Enix
Erhältlich seit: 23. April 2010
Genre: Rollenspiel - Action-RPG
Spieler: 1
Features:

Was würdest du als Vater tun um deine einzige Tochter vom Tod zu bewahren? Alles! Und genau darum geht es in NIER - einem Action-RPG aus dem Hause Cavia Inc. und Publisher Square Enix. Das Spiel wurde von Presse und RPG-Liebhabern schon beim ersten Anblick als Low-Budget-Titel abgestempelt, da die Optik doch sehr zu wünschen übrig lässt - zumindest für den Maßstab der HD-Konsolen. Warum man NIER als RPG-Fan dennoch in Betracht ziehen sollte und wieviel Bayonetta und Zelda wirklich in dem Spiel stecken, erfahrt ihr in diesem Test.
 
 
Action? RPG? Adventure? Zelda? Bayonetta? Hmpf.
Von allem etwas. NIER weist eigentlich alle Elemente von einem Rollenspiel auf, doch in der Tat spielt es sich aus japanischer Betrachtung ganz anders. Es fühlt sich mehr wie ein Action-Adventure an, obwohl die offizielle Angabe "Action-RPG" lautet. Es gibt Städte, Dungeons, unterteilte Abschnitte der Landkarte, Statuswerte und -veränderungen, ein Level-Up-System, magische Fertigkeiten, unterschiedliche Waffen inklusive Aufrüstung, Items, Materialien zum Basteln - und streng genommen sogar eine Gruppe. Klingt doch alles nach einem reinen RPG. Fühlt sich aber nicht so an und das hat so seine Gründe: Die Statuswerte findet ihr nur verschachtelt in einem Untermenü, die Waffenauswahl ist recht limitiert, ihr steuert eigentlich nur eine Person und der Rest der Gruppe folgt euch sporadisch, Items kommen selten zum Einsatz und man levelt sehr langsam auf, sodass es kaum Sinn macht aufzuleveln. Auf der Adventure-Seite fühlt man sich stark an The Legend of Zelda erinnert. Klingt komisch, ist aber in der Tat so. Es wurde sogar gezielt von der Serie Elemente übernommen. Das fängt beim Gegnerdesign der Phantom-Gegner an und hört beim Level-Design auf. Ihr habt weitläufige Gebiete und könnt sogar auf einem Eber reiten. Ein Pferd wäre dann wohl doch zu offensichtlich - Darksiders lässt grüßen. Ihr benutzt nur Schwerter wie Link, begebt euch in enge Dungeons und kämpft gegen immense Bosse, die sich in ihren Kampfphasen sehr der Zelda-Serie ähneln. Die Motivation für das Handeln stellt zwar nicht die Rettung einer Prinzessin dar - doch wenn man seine eigene Tochter als Prinzessin bezeichnet, dann [irgendwie] schon. Es gibt kaum ein Element in NIER, das einem nicht bekannt vorkommt. Irgendwie wirkt alles wie eine pure Eklektizität - also dem Zusammentragen geistigen Inhaltes. Aus Star Ocean: The Last Hope wurde zum Beispiel kurzerhand das Prinzip der Ernte-Punkte zum Finden von Gegenständen übernommen. Aus der Zelda-Serie wurde sogar das Angel-Feature übernommen - inklusive Fischgröße und Gewicht. Den - durchaus gelungenen - Soundtrack könnte man glatt über Final Fantasy XIII spielen und es würde einem kein Unterschied auffallen. Ich will mich nicht beschweren, doch eigentlich ist es eine Frechheit. Vor allem, weil es so offensichtlich ist. Nun gut, genug darüber gelästert. Schließlich muss das zusammengetragene Material nicht schlecht sein - und das ist es mit Sicherheit nicht. NIER suggeriert aufgrund dessen eine sehr vertraute Atmosphäre...
 Autor:
Dominic Ruthardt
Testbericht
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Leserwertung:
7.7