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Operation Flashpoint - Dragon Rising

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 Spiel-Infos: Operation Flashpoint - Dragon Rising
Operation Flashpoint: Dragon Rising Boxart Name: Operation Flashpoint - Dragon Rising (PAL)
Entwickler: Codemasters
Publisher: Codemasters
Erhältlich seit: 08. Oktober 2009
Genre: Shooter - Ego Shooter / FPS
Spieler: 1-8
Features:
4 Player Online-Coop
Vor 8 Jahren - also Anno 2001 - brachte ein bis dato unbekanntes Entwicklerstudio aus der Tschechischen Republik ein bis dahin weitestgehend unbeachtetes Spiel auf den Markt. Bei dem Entwicklerstudio handelte es sich um Bohemia Interactive und mit dem Spiel ist natürlich Operation Flashpoint gemeint. Kommerziell zwar nie ein wirklicher Durchbruch oder Erfolg, aber unter Kritikern und Fans gefeiert. Leider sind die ursprünglichen Entwickler wegen Unstimmigkeiten mit ihrem damaligen Publisher Codemasters nicht mehr an der Entwicklung des neuen Operation Flashpoint: Dragon Rising beteiligt. Die Frage ist also: Wie gut hat Codemasters das ursprüngliche OF-Erlebnis eingefangen, um es uns heute als erste wahre Fortsetzung zu präsentieren?
 
 
Once upon a time
Die Story ist nichts wirklich Weltbewegendes: Das Szenario des Kalten Krieges aus dem Vorgänger wurde durch ein aktuelles und durchweg glaubwürdiges Setting ersetzt. In Dragon Rising geht es um eine Insel im Westpazifik mit dem Namen Skira,die seit Jahrhunderten Schauplatz blutiger Kriege ist. Der aktuellste und bedeutendste Vorfall ereignet sich im Jahr 2011, als die chinesische Volksbefreiungsaarme auf die von Russland besetze Insel einfällt. Die Chinesen wollen die Kontrolle über die hiesigen Ölfelder gewinnen. Unverzüglich fordert Russland Hilfe von den US-Amerikanern an, um die Kontrolle über die Insel zurück zu erlangen. Genau dort setzt das Spiel an. Ihr selbst schlüpft - je nach Mission - in die Rolle eines Kommandaten einer normalen Kampfeinheit oder übernehmt das Kommando über eine Special-OPs Gruppe. Die Story wird in sehr kompakter Form am Anfang des Spiels  durch ein schickes Video zusammengefasst. Leider werdet ihr im weiteren Verlauf des Spiels keine weiteren Story-Sequenzen mehr zu sehen bekommen. Auch eine echte Verbindung zu eurem Charakter lässt sich nur schwer aufbauen, da ihr im Verlauf der verschiedenen Kampagnen öfters in andere Rollen schlüpfen müsst. Dies alles hat zur Folge, dass  man im Laufe das Spiels lediglich das Gefühl entwickelt, einen Einsatzbefehl zu erhalten, ihn auszuführen, um anschließend nach Hause zu fahren. So recht ankreiden will ich das aber eigentlich nicht, denn es soll durchaus das "echte" Leben eines Soldaten wiederspiegeln.

Unter der Haube
Bevor wir zum Gameplay kommen, werfen wir zuerst einmal einen kurzen Blick auf die Technik, die hinter Dragon Rising steckt. 2001 - im Jahr des Vorgängers - wären sämtlichen Spielern beim Anblick von Dragon Rising wohl die Augen aus dem Kopf gefallen. 2009 sieht die Sache allerdings ein wenig anders aus. Die Grafik wirkt an vielen Stellen veraltet und nicht mehr zeitgemäß. Dabei muss man die Messlatte zum Grafikvergleich nichtmal bei den absoluten Referenzen à la Uncharted 2 ansetzen. Allein der Vergleich mit dem mittlerweile ein Jahr altem Bad Company, welches mit einem ähnlichen Setting daherkommt, lässt Dragon Rising keinen Blumentopf gewinnen. Zwar mag die Darstellung von weitläufigen, realistischen Landschaften sicherlich eine anspruchsvolle Aufgabe sein, doch insgesamt bietet der Titel keine beeindruckende Grafikpracht. Darüber hinaus sind die Texturen teilweise arg verwaschen und die Animationen der Kameraden wirken oft zu hölzern. Bei aller Kritik an der Grafik: Der Sound hat es in sich! In Feuergefechten hagelt es auch akustisch aus allen Richtungen blaue Bohnen. Gerade mit der entsprechenden Soundanlage wirkt der Kugelhagel besonders realistisch und wertvoll, denn: Wer am Leben bleiben möchte, sollte gut hinhören aus welcher Richtung er gerade beschossen wird. Eine unverzichtbare, und lebenswichtige Information.
 Autor:
Christopher Alain Jones
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
7.9