PlayStation 3 » Tests » R » Ratchet & Clank: All 4 One

Ratchet & Clank: All 4 One

-> Drucken Spiel-Infos ein-/ausblenden...
Neben klassischen Laufeinlagen gibt es Abschnitte in denen man mit einem Jetpack Hindernisse überqueren oder ein Boot durch ein Fluss steuern muss. Das Ganze wird dann brisanter, wenn gleichzeitig Gegner angreifen. Viel Spaß machen die Schlitter-Einlagen, in denen man Gegner oder Hindernisse ausweicht und schnelle Reaktionen zeigen muss. Die Kämpfe an sich bieten leider kaum Abwechslung oder verlangen taktisches Können. Durch synchrones Schießen wird der Schaden vervielfacht und so endet jede Auseinandersetzung in einem stupiden Geballer. Was Anfangs jedoch noch leicht ist wird später teilweise frustrierend, vor allem mit der nicht wirklich guten AI von Clank. So kann es dann schnell mal passieren, dass man alle Munition verballert hat und man auf andere Arten des Angriffs angewiesen ist. Waffen müssen übrigens erst im Waffenladen gekauft werden. Dort können sie auch gleich aufgerüstet werden, damit sie mehr Schaden zufügen und mehr Munition haben. Für all das braucht man jedoch Geld und das ist bei Ratchet-Spielen wie üblich die Bolts. Tausende davon werden pro Level gesammelt und so hat man nach einer Weile so viel, dass man nicht mehr weiß was man damit anfangen soll.

Zusammen sind wir stark
Bei besonders brenzligen Situationen kann der Mitstreiter von entscheidender Bedeutung sein. Falls ihr mal alle Lebensenergie verloren habt, kann der Mitspieler oder Clank als AI mit einem Druck auf den Kreis-Knopf den Spieler wiederbeleben. Danach habt ihr wieder die volle Energie. Das gleiche funktioniert natürlich auch anders herum. Wenn jedoch alle Spieler zur gleichen Zeit sterben, wird vom letzten Checkpunkt gestartet. Diese sind übrigens sehr üppig verteilt und manchmal sind da nur 30 Sekunden Spielzeit zwischen zwei Checkpunkten. Was etwas fehlt ist die Individualität der Charaktere. So haben alle die gleichen Waffen, mit Ausnahme von wenigen Spezialwaffen. Das schmälert den Wiederspielwert mit anderen Charakteren.

Der Online-Modus läuft sowohl kompetitiv als auch kooperativ ab. Man erledigt die Level zwar gemeinsam, doch am Ende wird abgerechnet wer die meisten Bolts, die meisten Gegner und die meisten Tiere gesammelt hat. Letztere sammelt man übrigens, damit man  Minispiele mitmachen kann, die ab und zu in den Levels vorkommen. Insgesamt läuft das Online-Erlebnis flüssig ab und man muss nur selten länger als zwei Minuten auf eine Partie warten. Was jedoch vielen nerven wird ist die Tatsache, dass man erst einen Online-Pass erwerben muss. Dieser ist bei neuen Spielen als Code beigelegt. Wer sich das Spiel gebraucht holt oder von einem Freund ausleiht, muss eine kleine Gebühr bezahlen, um das Spiel online spielen zu können.
 Autor:
Mehmet Karaca
Testbericht
Zur Screengalerie
Screenshots:
Leserwertung:
8.9