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Remember Me (Xbox 360)

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Wie auf Schienen
Das Spiel setzt sich im Grunde aus zwei Spielelementen zusammen: Erkundung mit Klettereinlagen und Kampfpassagen im Beat'em Up-Stil.

Wenn ihr so durch die einzelnen Stadtteile von Neo-Paris schlendert, werdet ihr euch mehrmals ob des gelungenen Leveldesigns umschauen. Die Designer haben sich wahrlich Mühe gegeben Paris einen futuristischen Ton zu verpassen. Seien es die Prachtbauten der oberen Sektionen, zwischen denen immer wieder bekannte Bauwerke wie der Eifelturm und Notre Dame hervor blitzen oder die heruntergekommenen Slums, in denen die Einwohner nur mit Mühe und Not überleben können. Da ist es richtig schade, dass euch Remember Me nicht die Freiheiten lässt, die Stadt in Ruhe zu erkunden, wie es zum Beispiel bei einem Deus Ex der Fall ist. Stattdessen folgt ihr vorgegebenen Routen durch eher kleine Areale. Abseits dürft ihr höchstens nach verschiedenen Sammelobjekten Ausschau halten.

Hin und wieder müsst ihr zudem Nilins Fähigkeiten einsetzen, um beispielsweise schwere Objekte zu bewegen, damit es im Level voran geht. Die Klettereinlagen erinnern von ihrer Ausführung ein wenig an Prince of Persia, allerdings haben sich die Entwickler einen Kniff ausgedacht, der nicht jedem gefallen dürfte. Durch recht offensichtliche, orangene Pfeile wird euch der nächste Kletterpunkt stets vorgegeben, was die Herausforderung schmälern lässt.

Ebenfalls kritisieren müssen wir die Kontrolle über Nilin, da sie nur große Kreise laufen kann. So bleiben punktgenaue Wendungen komplett aus und ab und zu ist es schwer, den richtigen Anlaufwinkel für eine Kletterpassage zu treffen. Wenn dann auch noch die Kamera mal wieder ihre Zicken hat... Das hätte man wirklich ausbessern können.

Kampf-Roboter
Immerhin kommt Remember Me mit einem interessanten Beat'em Up-System daher, welches auch Kombo-Nieten wie mich nicht verzweifeln lässt. Alle Angriffe liegen auf den X- und Y-Knöpfen (bzw. Viereck und Dreieck) und ihr müsst diese im Kampfmenü selber zusammensetzen. So schaltet ihr nach und nach neue Angriffe frei, die zum Beispiel kraftvoll ausfallen oder euch Energie zurückgegeben. Diese Angriffe verteilt ihr auf insgesamt vier mögliche Komboketten (also wirklich nicht viele, um sie auswendig zu lernen) und bestimmt somit selbst, ob ihr eher ausgeglichen oder spezialisiert kämpfen wollt.

Zudem gibt es noch fünf verschiedene Spezialfähigkeiten, die ihr begrenzt einsetzen könnt. Mit diesen ist es beispielsweise möglich mechanische Gegner für euch Kämpfen zu lassen oder aber ihr betäubt alle Gegner kurzzeitig. Je nach auftauchendem Gegnertyp empfiehlt sich eine andere Spezialattacke. Gefallen haben uns noch die Bosskämpfe, die teilweise eine deutlich andere Herangehensweise erfordern.
 Autor:
Stefan Böhne
Testbericht
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Leserwertung:
7.2