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Remember Me (Xbox 360)

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Gedankenspielchen
Etwas enttäuscht sind wir leider von dem vorab so groß angepriesenen Feature die Gedanken anderer Leute zu manipulieren. Enttäuscht deshalb, weil es gerade einmal vier dieser Szenen im Spiel gibt und sich als eher simpel erweisen. Worum geht es? Ihr werdet zum Beispiel von einem Gegner in die Mangel genommen, weil euch dieser für den Tod eines geliebten Menschen verantwortlich macht. Diese Erinnerung könnt ihr nun umkehren, indem ihr dem vorgegebene Weg folgt, jemand anderem die Verantwortung zu zuschieben.

Im Grunde seht ihr zunächst einen selbstablaufenden Film, der die Ausgangssituation schildert. Diesen Film könnt ihr nun langsam zurückspulen, wobei ihr auf hervorgehobene Objekte achten solltet, die ihr manipulieren könnt. Entsichert beispielsweise eine Waffe oder stoßt ein Objekt um. Nicht jedes Objekt ist dabei entscheidend für den Ausgang, die richtige Kombination zu finden, ist allerdings auch nicht schwer. Ein interessantes Feature, von dem wir gerne mehr gesehen hätten.

FAZIT
Remember Me wirkt an vielen Stellen leider etwas unbeholfen: Sei es die unpräzise Steuerung, die unvorteilhafte Kamera, die teils merkwürdigen Gesichtsanimationen oder die fehlende Lippensynchronität. Im Grunde gibt es an fast jeder Stelle ein wenig zu meckern. Dennoch hat es das Spiel für die Spieldauer von circa acht Stunden geschafft uns bei Laune zu halten. Dies verdanken wir der allgemein interessanten Geschichte und dem stimmigen Art-Design, dem etwas offenere Wege gut getan hätten. Schade ist zudem, dass das große Hauptfeature der Gedankenmanipulation doch recht spärlich eingesetzt wird und zudem gar nicht so viele Optionen bietet, wie erhofft. Am Ende ist Remember Me ein Action-Adventure, das immer noch einen guten Eindruck macht, uns aber wohl leider nicht lange im Gedächtnis bleiben wird. Dem Wunsch von Remember Me können wir also nicht vollends versprechen.

Daher für Einzelspieler gut.
 Autor:
Stefan Böhne
Testbericht
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Leserwertung:
7.2