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Resident Evil 6

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 Spiel-Infos: Resident Evil 6
Resident Evil 6 Boxart Name: Resident Evil 6 (PAL)
Entwickler: Capcom
Publisher: Capcom
Erhältlich seit: 02. Oktober 2012
Genre: Action - Survival Horror
Spieler: 1-2
Features:
keine
Man kann es ja bekanntlich nicht allen rechtmachen - gerade auch in der Resident Evil-Reihe erfreuen sich die ersten drei Teile, die eben noch den blanken Horror vermitteln, großer Beliebtheit. Aber auch das eher Actionorientierte Gameplay - insbesondere in Teil 4 - konnte so manchen Spieler als Fan rekrutieren. Im sechsten Teil der bekannten Resident Evil-Franchise versucht man, möglichst jedem Typ von Spieler genau das auf dem Silbertablett zu servieren, was dieser am ehesten präferiert. Sowohl Action-, Horror- als auch Rätselliebhaber sollen beim neuesten Hauptteil voll auf ihre Kosten kommen. Ob Capcom das Experiment gelungen ist, haben wir für euch herausgefunden.
 
Ein Spiel? Vier Spiele?
Eines schon mal vorweg: das Paket, das Capcom mit Resident Evil 6 abgeliefert hat, ist absolut vorbildlich. Der Titel kann mit insgesamt drei Hauptkampagnen auftrumpfen, die allesamt eine Spielzeit von sieben bis neun Stunden aufweisen können. Zusätzlich ist ein viertes Bonusszenario enthalten, das die Geschehnisse noch einmal von einer ganz anderen Seite beleuchtet und euch rund fünf Stunden an den Bildschirm fesselt. Hin und wieder kommt es zwar vor, dass ihr ein und dieselbe Passage ein zweites Mal spielen müsst, weil sich die Wege der Protagonisten kreuzen. Da sich jene Abschnitte aber zum einen in Grenzen halten und zum anderen nie sonderlich lange dauern, tut dies dem Spielspaß keinerlei Abbruch. Letztendlich erzählt jede einzelne dieser Kampagnen zumindest im groben dieselbe Geschichte aus einer ganz anderen Perspektive: Mal wieder ist nichts anders als die gesamte Menschheit in Gefahr, denn Neo-Umbrella plant jedes noch lebensfähige Individuum in einen geifernden Untoten zu verwandeln. Und wie könnte es anders sein, liegt natürlich das Schicksal aller in euren Händen - oder genauer genommen in denen der insgesamt sieben Hauptfiguren. Mit jedem Male, wenn ihr die Credits erblickt machen die bizarren Geschehnisse ein bisschen mehr Sinn und erst wenn dann schließlich der letzte Durchgang mit Ada Wong beendet wurde und der Abspann über den Bildschirm läuft, werden die letzten Ungereimtheiten aufgedeckt.
29. Juni 2013. Der Präsident der vereinigten Staaten von Amerika hat nun endgültig beschlossen die Wahrheit über den vergangenen Vorfall in Raccoon City an die Öffentlichkeit zu tragen. Kurz vor der öffentlichen Bekanntgabe mutiert allerdings das Staatsoberhaupt ebenso zu einem der Untoten und greift Leon an. Bereits einen Augenblick später jagt dieser dem Präsidenten eine Kugel in den Kopf. Kurze Zeit später müssen die beiden mit den ersten Anschuldigungen kämpfen, sie wären diejenigen gewesen, die das Staatsoberhaupt infiziert hätten. Gerade jene Kampagne soll es sein, die den klassischen Survivalhorror zurückbringt. Ganz besonders die erste Stunde des Leon-Szenarios ist absolut grandios ausgefallen. Wenn man gemeinsam mit seiner Partnerin Helena Harper ein altes Gebäude - das durchaus Ähnlichkeiten mit der Umbrella Villa aufweist - erkundet, unheilvolle Schatten verfolgt und sich Schritt für Schritt vorantastet, so fühlt man sich doch glatt an die guten alten Zeiten anno 1996 erinnert. Die Atmosphäre beklemmend, kaum eine Kugel im Lauf der Waffe und einige schlurfenden Wiedergänger, die sich in der amerikanischen Universität breit gemacht haben. Warum man jenes Konzept aber dann in mitten des zweiten Kapitels plötzlich über den Haufen geworfen hat und das Duo von Massenschlacht zu Massenschlacht inklusive Kugelhagel schickt, ist schleierhaft.
 Autor:
Barbara Bleier
Testbericht
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Leserwertung:
6.7