PlayStation 3 » Tests » S » Sniper Elite 3 (PS4)

Sniper Elite 3 (PS4)

-> Drucken Spiel-Infos ein-/ausblenden...
 Spiel-Infos: Sniper Elite 3 (PS4)
Sniper Elite 3 Boxart Name: Sniper Elite 3 (PS4) (PAL)
Entwickler: Rebellion
Publisher: 505 Games
Erhältlich seit: 27. Juni 2014
Genre: Shooter
Spieler: 1-12
Features:
keine

Dieser Test basiert auf der PlayStation 4-Version. Kleinere Abweichungen im Vergleich zu anderen Konsolen-Fassungen sind deshalb nicht völlig ausgeschlossen. 

 
Stealth und das Dritte Reich? In den 80er Jahren würde man an Wolfenstein und in den 90ern an Commandos denken. Doch welcher Titel kommt einem über die Lippen, wenn man nur 10 Jahre zurückgeht? Vielen wird hier nichts einfallen, aber echte Kenner werden sich an Sniper Elite erinnern. Das letzte Sniper Elite mit dem Zusatz V2 ging vor einigen Jahren zu Unrecht im Kritik-Dschungel unter. Leider wurde es nur auf seine durchschnittliche Optik und seine überzogene Brutalität reduziert. Dass aber gerade hinter diesem Titel ein ordentlicher Schleicher steckte, der ohne hohlen Patriotismus und aufgesetzter Story auskam, wissen nur die Wenigsten. Nun ist also mit Sniper Elite 3 ein optisch schicker Next-Gen-Titel in unsere Gefilde eingekehrt, der in grafisch abgespeckter Version auch für die PS3 und Xbox 360 erschien. Ob uns ein Geheimtipp oder eine feldgraue Maus vorliegt, wollen wir näher beleuchten.
Höher, schneller, weiter
Wenn ihr beim Lesen dieser Zwischen-Überschrift an die V2 Raketen denkt, liegt ihr falsch. Nämlich getreu diesem Motto wurden die Umgebungen im dritten Sniper Elite angelegt. Während ihr beim Vorgänger nur durch zerstörte Häuser, enge Straßen und übersichtliche, unterirdische Anlagen geschlichen seid, erwarten euch nun Missionen im Sandbox-Prinzip. Doch was nach einem Paradies für Scharfschützen klingt, erweist sich leider nicht immer als Selbiges. Aus unerfindlichen Gründen haben eure Gegner sehr gute Augen und können mit ihren Standard-MGs im Laufen deutlich besser zielen als euer Scharfschütze mit Präzisionsgewehr, wenn er im finstersten Schatten liegt. In der Regel werdet ihr nach zwei bis maximal drei Schüssen automatisch entdeckt. Deswegen seid ihr gezwungen nach jedem Schuss eure Position so geschickt zu wechseln, dass ihr erstens nicht entdeckt werdet und zweitens wieder eine ordentliche Übersicht über das Schlachtfeld habt. Solltet ihr euch dennoch für den Rambo-Weg entscheiden und sollte es euch absolut egal sein, ob ihr entdeckt werdet, bieten sich die sogenannten Scharfschützennester an. Sie liegen gut erhöht, gewähren einen freien Blick auf gut ein Dutzend Feinde und lassen euch zur Killermaschine mutieren. Dadurch, dass das Gegner-Aufkommen deutlich höher als im Vorgänger ist, bleibt selten ein dritter Weg. Dass ihr alle Gegner in einem Rutsch erledigt ohne Alarm auszulösen, ist nur noch selten möglich. Es bleibt also entweder das zeitintensive, aber ungefährliche Schleichen oder der laute Bruder von Silvester Stallone, der alles niedermäht.
 Autor:
Patrick Stahlschmidt
Testbericht
Zur Screengalerie
Screenshots:
Leserwertung:
-