PlayStation 3 » Tests » S » Spider-Man: Edge of Time (Xbox 360)

Spider-Man: Edge of Time (Xbox 360)

-> Drucken Spiel-Infos ein-/ausblenden...
 Spiel-Infos: Spider-Man: Edge of Time (Xbox 360)
Spider-Man: Edge of Time Boxart Name: Spider-Man: Edge of Time (Xbox 360) (PAL)
Entwickler: Beenox Studios
Publisher: Activision
Erhältlich seit: 14. Oktober 2011
Genre: Adventure - Action Adventure
Spieler: 1
Features:
keine

Dieser Test basiert auf der Xbox 360-Version. Kleinere Abweichungen im Vergleich zur entsprechenden PlayStation 3-Fassung sind deshalb nicht völlig ausgeschlossen.
      
Superhelden scheinen zurzeit ein neues Hoch zu erleben. Nicht nur im Kino kommt ein Heldenfilm nach dem Anderen heraus, auch auf den Konsolen sind die selbstlosen Recken vertreten. Doch während Batman in Arkham City aufräumt, hat Kollege Spider-Man ganz andere Sorgen. Im Kampf dem gefährlichen Anti-Venom nicht gewachsen, meldet sich der Spinnenmann des Jahres 2099, um den Tod seines Kollegen zu verhindern. Ob das neue Abenteuer um die beliebte Comicfigur aus dem Hause Marvel an die guten Ideen von quasi-Vorgänger Dimensions anknüpfen kann?

Zurück in die Zukunft
Wie es sich für eine waschechte Zeitreisen-Story gehört, ist auch die von Edge of Time gespickt mit Zeit-Paradoxen und verlangt dementsprechend eure volle Aufmerksamkeit. Das Spiel beginnt nämlich mit dem unglaublichen Spider-Man, alias Peter Parker, der gegen den kräfteraubenden Anti-Venom kämpft, den Kürzeren zieht und ermordet wird. Im Jahr 2099 spioniert die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft Miguel O’Hara währenddessen die Machenschaften des, für Alchemax arbeitenden Wissenschaftlers, Walker Sloan aus. Dieser plant in der Zeit zurück zu reisen, um den Konzern früher zu gründen und ihm so zu mehr Macht zu verhelfen. O’Hara gelingt es nicht ihn zu stoppen, sieht aber im Zeitportal den Tod seines Kollegen der Vergangenheit voraus und warnt ihn. Ein Kampf gegen die kriminelle Firma beginnt – zu zwei verschiedenen Zeiten. Uns überraschte die Geschichte mit so mancher unerwarteter Wendung und einem gelungenen Finale. Zudem wird sie durch so manche schicke Zwischensequenz und die tolle, witzige englische Synchronisation wunderbar erzählt. Leider sind die anderen Aspekte des Spiels nicht von ähnlicher Qualität.

Abwechslung, wo bist du?
Die immer gleichen Korridore des Firmenkomplexes spiegeln das Gameplay nahezu perfekt wieder: Abwechslung sucht man vergebens. Egal ob Zukunfts-Spidey oder Peter Parker - das Schema ist stets wie folgt: Ihr betretet einen Raum, weicht einigen Laserstrahlen aus, verprügelt eine Gruppe von Schergen um einen Schlüssel zu erhalten, der die Tür zum nächsten Raum öffnet. Zwischendurch öffnet ihr so manchen Bereich unter Einsatz von nervigem Button-Mashing oder krabbelt an der Wand entlang und weicht dabei Selbstschussanlagen aus. Das klassische Netzschwingen ist in den extrem linearen Schlauchleveln im Grunde unmöglich. Als Spider-Man 2099 muss man ab und zu im freien Fall sein Geschick beweisen – schade, dass uns die hakelige Steuerung hier einen Strich durch die Rechnung macht. Die seltenen Bossgegner sind größtenteils innovationslos und lassen sich teils sogar ohne Strategie besiegen – hinlaufen und draufschlagen lautet die Devise. Dabei hat uns doch in Spider-Man: Dimensions noch ein kreativer Kampf gegen einen Schurken am Ende jedes Levels erwartet. Im Vergleich dazu wirken die Bosse im neuen Spiel wie die B-Auswahl, die es nicht in den Vorgänger geschafft hat. Unglaublich aber wahr, diese wenige Sätze genügen um alle Gameplay-Aspekte des Titels aufzuführen.
 Autor:
Robert Stotzem
Testbericht
Zur Screengalerie
Screenshots:
Leserwertung:
8.3