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Street Fighter IV (Xbox 360)

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Die große Bandbreite an Schwierigkeitsgraden im Arcade-Modus ist hier sehr hilfreich, denn schon auf der Stufe „kinderleicht“ kann es Neueinsteigern durchaus mal passieren, dass sie ein Match verlieren. Doch genau deswegen ist die feingliedrige Aufteilung des Schwierigkeitsgrades so sinnvoll. So können sich Anfänger Stück für Stück verbessern, was auch nötig ist. Street Fighter IV ist schon traditionell ein Spiel, das vom Spieler konsequente Übung einfordert. Die Motivation kommt bei dem gut austarierten Gameplay schon von selbst. Am oberen Ende werden dann auch weiter fortgeschrittene Spieler durchaus ins Schwitzen kommen, bis sie den letzten Gegner und Neueinsteiger Seth treffen und schlussendlich schlagen. Es ist, wie in allen anderen Modi auch, eine Mischung aus Lust und Frust, die angehende und routinierte Prügel-Enthusiasten oft kaum loslassen wird. Dazu gesellt sich noch ein Herausforderungsmodus der euch noch einige Aufgaben in drei Kategorien stellt. Entweder müsst ihr beim Time Trial möglichst schnell eine Gegnerreihe besiegen, sollt mit nur einer Energieleiste mehrere Gegner hintereinander ausschalten ohne zu sterben oder führt vorgegebene Movelisten im Trial-Modus aus. Auszeichnungen für besonders gute Leistungen motivieren hier zusätzlich.


 
The New Challengers
Bei der Aufstellung des Kaders für Street Fighter IV hat Capcom ein ziemlich gutes Händchen bewiesen und setzt größtenteils auf Bewährtes. Die acht Grundkämpfer und die vier Bosse aus dem legendären Ur-Street Fighter II sind alle vorhanden. Das heißt von Ryu und Guile, über Chun-Li und Blanka, bis hin zu Sagat und Bison sind die Klassiker alle dabei. Dazu gesellen sich dann noch vier Neueinsteiger. Crimson Viper ist eine flinke Agentin, die mit fiesen Tricks arbeitet. Fettsack Rufus hat zwar eine geringe Reichweite, ist aber schneller als er aussieht. Amnesiepatient Abel arbeitet vor allem mit schwungvollen Würfen. Vollendet wird die Runde von einem nicht maskierten Lucha Libre-Wrestler namens El Fuerte, dessen zweite Leidenschaft das Kochen ist. Alle vier fügen sich sehr gut ins die Kämpferriege ein, wirken besonders mit ihren Special-Moves frisch und sind trotzdem gut ausbalanciert. Mit den etablierten Kämpfern werden Kenner sich übrigens sofort zurechtfinden, sind sowohl Ausführung als auch Wirkung der Moves größtenteils gleich geblieben. Wer fleißig den Arcade-Modus spielt, kann noch ein paar weitere bekannte Kämpfer, wie unter anderem Cammy, Fei Long, Sakura, Akuma und auch Oberboss Seth frei spielen.

Super oder Ultra?
Am entscheidenden Punkt, dem Kampfsystem, hat Capcom nur sehr behutsam gedreht und versucht keine großen Revolutionen. Auch wenn mit dreidimensionaler Optik gearbeitet wird, bleibt das Kampfgeschehen im bewährten 2D-Rahmen. Die Steuerung funktioniert wie gewohnt über die je drei unterschiedlich harten Schläge und Tritte. Wie schon erwähnt sind die Special-Moves größtenteils so auszuführen wie in früheren Episoden. Viertel- und Halbkreisdrehungen oder Vor-und Zurück-Bewegungen mit dem Stick respektive Steuerkreuz sollte jeder nach ein klein wenig Übung hinbekommen. Zur Not kann im Trainingsmodus gegen einen frei einstellbaren Gegner und mit unendlicher Energie geübt werden. Durch das Ausführen von Specialmoves füllt sich zusehends die viergliedrige EX-Leiste. Nun kann man sich entscheiden, ob man einen Balken der EX-Leiste für einen verstärkten Special-Move opfert oder die Leiste komplett füllt. Erst dann lässt sich eine mächtige Super-Attacke entfesseln.
 Autor:
Neels Behrend
Testbericht
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Leserwertung:
8.8