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Tales of Xillia 2

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Technischer Fort- oder Rückschritt?
Die Optik ist liebevoll gestaltet, sehr detailliert und atmosphärisch. Neben vielen neuen Orten kommt ihr auch immer wieder in Gegenden, die ihr bereits aus dem ersten Xillia kanntet. Hier hätte es nicht geschadet, wenn wenigsten das Wetter oder die Tageszeit eine andere wäre. So fühlt es sich nach leichtem Levelrecycling an, was allerdings Meckern auf hohem Niveau ist. Nicht ganz auf hohem Niveau ist leider die Technik. Je nach Umgebung kommt es bei freien Kamerafahrten oft zu Tearing. Auch Ruckler treten ab und zu auf, während Kantenflimmern zwar vorhanden, aber nicht sehr häufig vorkommt. Während der Vorgänger in Bezug auf die Optik noch technisch sauberer war, ist der Sound gut wie eh und je. Rockige und auch ruhige Melodien treten im Wechsel auf, die Soundeffekte sind dieselben wie im ersten Teil und die englischen Sprecher sind gut, wenn auch nicht immer lippensynchron.
FAZIT
Zum Glück wurde es kein Xillia 1.2, aber leider auch keine Verbesserung bzw. große Weiterentwicklung. Neue Ideen wie die Waffenaffinität wurden durch den schnellen Wechsel gleich wieder entschärft. Die Schuldenlast ist ein absolutes No-go, sie verringert den Spielspaß und den Wiederspielwert und nimmt dem Spiel viele Freiheiten, worunter vor allem die Story leidet. Diese ist wirklich gut, aber die ständigen Unterbrechungen wirken zu kontraproduktiv, um sie einfach zu genießen. Die Optik sieht gut aus, leidet jedoch bei freien Kamerafahrten unter so viel Tearing, dass man leider von einer Verschlechterung sprechen muss. Die Spielzeit ist mit fast 60 Stunden einerseits sehr umfangreich, aber leider künstlich gestreckt. Ich bezweifle, dass viele Spieler einen zweiten Durchgang wagen werden, um die kleinen Auswirkungen der unterschiedlichen Entscheidungen tatsächlich zu begutachten. Fans der Serie bzw. des Vorgängers können zugreifen, sollten aber keine Steigerung erwarten. Neueinsteigern sei alleine schon aufgrund der Story der erste Teil empfohlen, welcher obendrein einen höheren Spielspaß als sein Nachfolger aufweist.

Daher für Einzelspieler gut bis sehr gut.
 Autor:
Patrick Stahlschmidt
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
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